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Des Vogels TV Tips

Birdie

Nobelpreisträger
Cool! Echt! Kein Scheiss!

Ich hab die Geschichte, welche übrigens von einem der Pseudonyme von Stephen King, Richard Bachman, herausgegeben wurde, vor langer Zeit gelesen, als herauskam, dass Bachman gleich King ist.

Das Buch "Todesmarsch" und die Story unterscheidet sich kaum von dem was @Styled Bill erzählt hat, was durchaus positiv ist, nur verstehe ich das andauernde Gelabere nicht ganz, denn je länger der Marsch dauert, desto mehr nähern sich die verbleibenden Protagonisten zwar dem Ende aber auch dem Wahnsinn und die einzigen Dialoge, die dann noch gehalten werden, sind die mit sich selbst :D

Die Geschichte ist extrem pessimistisch, dystopisch gehalten und auch, wenn die Teilnehmer anfänglich noch scherzen und lachen, dann weiss der Leser von vorneherein, dass das für niemanden ein Happy End geben wird.

Den kuck ich mir vielleicht doch noch im Kino an ;)
 

Birdie

Nobelpreisträger
Den kuck ich mir vielleicht doch noch im Kino an ;)

Fuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuck!

#DieKinosInMeinerStadtSindDoof

Der läuft nimmer!! Was soll denn das? Da könnte es doch mal eine gute S.K.-Verfilmung geben und dann ersetzen die den mit dem Remake von Momo??? Graaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!
 

Styled Bill

Revolverheld
Cool! Echt! Kein Scheiss!

Ich hab die Geschichte, welche übrigens von einem der Pseudonyme von Stephen King, Richard Bachman, herausgegeben wurde, vor langer Zeit gelesen, als herauskam, dass Bachman gleich King ist.

Das Buch "Todesmarsch" und die Story unterscheidet sich kaum von dem was @Styled Bill erzählt hat, was durchaus positiv ist, nur verstehe ich das andauernde Gelabere nicht ganz, denn je länger der Marsch dauert, desto mehr nähern sich die verbleibenden Protagonisten zwar dem Ende aber auch dem Wahnsinn und die einzigen Dialoge, die dann noch gehalten werden, sind die mit sich selbst :D

Die Geschichte ist extrem pessimistisch, dystopisch gehalten und auch, wenn die Teilnehmer anfänglich noch scherzen und lachen, dann weiss der Leser von vorneherein, dass das für niemanden ein Happy End geben wird.

Den kuck ich mir vielleicht doch noch im Kino an ;)

Ich kann ihn wirklich nur empfehlen, denn erstens hebt er sich doch wirklich sehr von diesem Einheits-Sequel-Prequel-Quälitäts-Kino ab, das wir zur Zeit vorgesetzt bekommen, und zweitens wartet der Film mit ein paar ganz starken Szenen und Bildern auf.

Fuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuck!

#DieKinosInMeinerStadtSindDoof

Der läuft nimmer!! Was soll denn das? Da könnte es doch mal eine gute S.K.-Verfilmung geben und dann ersetzen die den mit dem Remake von Momo??? Graaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!

Umziehen? Wer kinosaalig ein Michael Ende-Reboot vor einem Stephen King-Original setzt, hat Dich doch nicht verdient, Jung! :no:
 

Styled Bill

Revolverheld
Nun denn ... "One Battle After Another" von Paul Thomas Anderson ... again: es handelt sich nicht um Paul W.S. Anderson, und ich hab gegoogelt, beide sind auch nicht miteinander verwandt. Puuuuh, hätten wir das geklärt! Aber das wird lang jetzt ...


Worum geht's?


In den späten 00er-Jahren, als die USA zunehmend autoritär und von Tech-Oligarchen geprägt wurden, führte die Gruppe "French 75" eine Reihe von Sabotageaktionen durch, darunter Stromausfälle, Banküberfälle und die Befreiung von Migranten aus ICE-Gefängnissen. ICE steht für Immigration and Customs Enforcement und ist die größte Polizei- und Zolbehörde, die Homeland Security untersteht, und wurde im Zuge von 9/11 gegründet, weil wir ja alle wissen, dass nichts Muselmanen so sehr davon abhält, mit einem Flugzeug in Hochhäuser zu fliegen, wenn sie einfach keine Einreise- bzw. Überfluggenehmigung kriegen, weil ... naja, weil sie eben Muselmanen sind. Unsere komplett kompetent qualifizierte Kohlmeise weiß sowas natürlich, weil sie sich diese ganzen Zoll-Dokus ansieht ... ich, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, wusste es nicht, weil ich stattdessen lieber Kochsendungen ... mea culpa ... egal, hab ja Google.


Weiter im Text: Während einer besonders riskanten Befreiungsaktion von "French '75" lernten sich Perfidia (Teyana Taylor) und der Sprengstoffexperte "Ghetto Pat" bzw. "Rocketman" Bob Furgeson (Leonardo DiCaprio) kennen und lieben. Perfidia ist ein ziemlich durchgeknalltes Flintenweib, das anscheinend auch irgendein inneres Organ besitzt, welches ihr Koks ins Hirn leitet, denn Perfidia ist immer irgendwie unter Strom. Bei so einer Befreiung aus einem Flüchtlingslager ganz am Anfang des Films, lernen sich auch Perfidia und der erzkonservative Colonel Steven J. Lockjaw kennen, und Perfidia demütigt Lockjaw erstmal, indem sie ihn mit einer Erektion durchs Lager laufen lässt, seitdem ist er von ihr fasziniert. Lockjaw beobachtet Perfidia heimlich und befriedigt sich im Auto selbst, während er sie dabei beobachtet, wie sie so Guerilla-Zeugs veranstaltet. Denn Lockjaw ist nicht nur ein lupenreiner Rassist, er hat auch ein Faible für schwarze Frauen.


Bei einem Banküberfall, bei dem Perfidia einen Wachmann erschießt, gerät sie erneut ins Visier von Lockjaw (Sean Penn), mit dem sie sich zwangsweise in einem Hotelzimmer zum Stelldichein treffen muss, nur so bleibt sie auf freiem Fuß. Zwischen Perfidia und Bob beginnt es leicht zu kriseln, trotzdem wird sie irgendwann schwanger und gebärt ein Töchterchen, Willa. Bei besagtem Banküberfall wird sie geschnappt, kommt aber frei, da sie - reichlich frustriert darüber, dass sie nach ihrem Baby für alle nur noch "zweite Wahl" ist - sich als Kronzeugin zur Verfügung stellt. Sie verrät die ganze Bande, kommt ins Zeugenschutzprogramm, flieht aber daraus, setzt sich ins Ausland ab und wird den Rest des Films nie wieder gesehen.


Jahre später ... 16, um genau zu sein, lebt Bob - mittlerweile arg verpeilt und mit Hang zu Joint, Flasche, Verschwörungstheorien und Bademantel - mit seiner nun teenagigen Tochter Willa (Chase Infiniti) in einem Californischen Küstenkaff in einer Hütte ... sooo malerisch wie ein Alptraum Wes Andersons nach einem Stromausfall und keinem Baumarkt in der Nähe. Lockjaw hingegen hat richtig Karriere gemacht durch die ganzen Festnahmen der "French '75"-Mitglieder, er gilt mittlerweile als Geißel aller Nicht-Arier. Und so bekommt er in Aussicht gestellt, dem "Christmas Adventurers Club" beizutreten ... so 'ne Art Nobel-Version der Ku-Klux-Klans quasi, die das "White" in "White Christmas" wirklich sehr, sehr, sehr ernst nimmt. Blöd nur, dass die Gerüchte um Lockjaw und seine Affinität zu maximalpigmentierten Frauen einfach nicht abreißen will, und so ein eventuelles "Mischlingskind" (und Willa, fürchtet er, ist so eins) von ihm wäre natürlich nicht nur eine "Rassenschande", sondern auch ein Riesengrund, ihm die Aufnahme in diesem tollen Santa-Claus-Club zu verwehren (kein Scherz: die legen da die Fingerspitzen aufeinander und huldigen dem heiligen Nikolaus). Also macht er jetzt Jagd auf Willa und Bob.


Genug der Spoilerei. Und eins vorweg: ich darf jedem direkt die Illusion rauben, dass es sich bei "One Battle After Another" um "einen der besten Filme aller Zeiten" handelt, wie zehn von zehn Kritikern sich gerade zu solcher hanebüchener Übertreibung hinreißen lassen. Es ist ein guter Film, nicht mehr und nicht weniger.


Den Score hat der Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood beigesteuert, mit dem Anderson seit "There Will Be Blood" (2007) zusammenarbeitet. Der Sound wird nicht jedem schmecken, da bin ich mir sicher. Mir hat er ganz gut gefallen, weil er Dich durch den ganzen Film treibt. Der ist mir knapp drei Stunden Laufzeit nämlich was fürs Sitzfleisch, aber seltsamerweise kommt Dir der Film irgendwas zwischen 90 Minuten und zwei Stunden vor. Was auch am verdammt guten Schnitt liegt. Die Musik tut dann ihr Übriges.


Kamera und Schnitt sind der Wahnsinn schlechthin! Gedreht in VistaVision, und ich hatte das Glück, diesen fast dreistündigen Film (Überlängen-Zuschlag) auf 70mm zu sehen (Widescreen-Zuschlag) ... wenn man jetzt noch Popcorn-Zuschlag, Nachos-Zuschlag und Cola-Zuschlag einberechnet, muss ich das revidieren, denn das Kino hatte das Glück, dass ich bei dem Film zugeschlagen hab. Die Verfolgungsjagd am Ende, drei Autos über einem Wüsten-Highway ... und da geht es immer rauf und runter, wie Serpentinen, nur halt in der Horiozontalen ... einfach nur WOW! Das dann auf 70mm, allein dafür hat sich der Kinobesuch schon gelohnt. Genau für sowas nimmt man VistaVision, genau für sowas bucht man 70mm und genau für sowas hat der liebe Gott einst das Kino erschaffen!


Kommen wir zu den Schauspielern: Leo orientiert sich ungeniert und unverkennbar an den Dude aus "The Big Lebowski" (1998). Den halben Film über rennt er im Bademantel durchs Bild, spielt hübsch verpeilt ... schauspielerisch jetzt keine Meisterleistung, aber die Rolle gibt auch einfach nicht mehr her. Teyana Taylor als Perfidia war mir zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise so etwas wie sympathisch, eher das Gegenteil ... interessant wurde ihre Rolle erst, als sie auf die Aufmerksamkeit, die ihr Töcherchen erfährt, eifersüchtig wird, doch der Faden wird nicht weitergesponnen, sondern direkt abgeschnitten, als sie sich deswegen ins Ausland absetzt und im Film dann einfach nicht mehr vorkommt. Chase Infiniti als Willa spielt eine selbstbewusste junge Frau, und das wirklich hervorragend. Sean Penn als Lockjaw spielt schlicht meisterhaft, mich würde nicht wundern, wenn er dafür nochmal einen Oscar bekommt, die Nominierung ist ihm jedenfalls sicher. Allen die Show stiehlt aber Benicio del Toro, der als Willas Karate-Lehrer Sensei Sergio der Inbegriff von Coolness ist, das selbst John Travolta nervös wie einen Priesteranwärter im Puff wirken lässt. Del Toro hatte richtig Spaß mit und in seiner Rolle, das merkst Du in jeder Sekunde. Und auch alle anderen Rollen hervorragend besetzt, da ist nicht eine einzige schauspielerische Mistmade bei, die den Cast ruiniert. Die Besetzung ist einfach hervorragend.


Und jetzt kommen wir zu den Abers, und das sind eine ganze Menge.


Fangen wir bei dem Hype an: Berufskritiker werden untenrum schon ganz erregt, wenn sie den Namen Paul Thomas Anderson nur hören oder lesen, umd nicht zu sagen: sie kriegen einen Berufs-Stä**er. Anderson hat sich - und ganz sicher nicht zu Unrecht - den Ruf eines "Auteurs" erworben, also eines Filmregisseurs, der als "Autor" des Films gilt, weil sein unverkennbarer, persönlicher Stil und seine künstlerische Vision das Werk maßgeblich prägen. Dies zeigt sich meistens durch die absolute künstlerische Kontrolle über alle Aspekte des Films, von der Idee über das Drehbuch und die Regie bis hin zum Schnitt. Das macht Filme unverwechselbar ... man denke allein an Wes Anderson (ebenfalls nciht verwandt oder verschwägert), bei dem erkennst Du auch nach zwei Minuten, dass ein Film von ihm ist. Und Paul Thomas Anderson hat bereits mehrfach bewiesen, dass er vollkommen zu Recht als einer der größten Regisseure Hollywoods gilt, ich kann da nur auf "Boogie Nights" (1997), "There Will Be Blood" (2007) und "The Master" (2012) verweisen, der Mann kann ganz großes Kino, aber er kann auch unteres Mittelmaß, zB "Last Exit Reno" (1996) oder auch "Licorice Pizza" (2007), der ebenfalls nicht gut war. Aber PTA und Kritiker ... das gleicht fast schon einem Regisseur-Kult, den da manche veranstalten. Der Hype lebt einzig und allein vom Zeitgeist, nicht von filmischer oder gar narrativer Substanz.


Und irgendwo dazwischen bewegt sich "One Battle After Another". Das Problem bei dem Film ist nämlich, wenn man der Story die realpolitische Aktualität raubt, ist sie nur noch Mittelmaß, außerdem wird er ja hauptsächlich eben wegen dieses realpolitischen Bezugs gelobt - vor zehn Jahren hätte man den Film nicht so überschwänglich bewertet. Und auch der Film wäre nur Mittelmaß, wenn da nicht die Schauspieler wären, die Tatsache, dass der Film handwerklich/technisch fast perfekt ist und aufgrund einer aber mal so richtig geilen Verfolgungsjagd am Ende.


Dann gibt es noch die Kritik: "Trump wird diesen Film hassen!". Erstens ist das absolut kein Qualitätsmerkmal, denn "Citizen Kane" (1941) gilt als Trump Lieblingsfilm (quelle surprise aber auch :rolleyes:), und der ist nicht weniger als ein verdammtes Meisterwerk! Und zweitens darf man sich fragen, warum Trump diesen Film hassen soll, werden er oder seine Machenschaften dort gar nicht angeprangert. Klar, die ICE ist staatlich, aber die gibt es ja nicht erst seit Trump, sondern seit 9/11 (s.o.). Der Antagonist ist Col. Lockjaw, ein White Supremecist (der Trump eben nicht ist, der ist nur gegen jegliche Einwanderer bzw. Nicht-Amerikaner, die Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit sind ihm dabei ziemlich egal, so fair sollte man sein). Der bemächtigt sich zwar des Staatsapparats, in dem Fall der Ausrüstung und Mitarbeiter der ICE, um persönliche Fehden auszutragen (das könnte man vielleicht als Trump-gleich auslegen), aber er ist nicht der Staat. Und auch dieser KKK für Reiche da ... der wird kaum ausreichend beleuchtet, um ihn zu hassen. Der Film ist gegen Rechts, das kann man durchaus so sagen. Wem die Merz'-Stadtbild-CDU zu weit links ist, rate ich vom Konsum ab. Aber er ist kein Mittelfinger in Richtung Trump, absolut nicht. Gegen Rechts ist gefühlt jeder zweite amerikanische Film, aber keiner derer wird dafür so gottgleich gefeiert wie "One Battle After Another", dabei ist er dahingehend noch nicht einmal so aussagekräftig oder bezieht so klar Stellung wie seinerzeit "American History X" (1998). Und dieser Lockjaw wird, je länger der Film andauert, immer mehr zu seiner eigenen Karikatur, der wird nicht perfider, böser oder gemeiner, der wird immer nur lächerlicher ... am Ende des Films gegen ihn zu sein, wäre in etwa so, als würdest Du plötzlich gegen Comic-Rassisten sein. Lockjaws Figur ist einfach nicht mehr "greifbar", weil sie zu künstlich wirkt, zu "armwürstchenig" am Ende - gleiches trifft auf Perfidia und Bob zu, die sind einfach zu "over".


Ein weiteres Problem habe ich mit der Zuordnung zu einem Filmgenre, der Film ist ein bisschen Stoner- bzw. Screwball-Kömödie, mit einer patriotischen Prise Politikfilm, ein wenig Vater-Tochter-Beziehungsdrama, manchmal ein Actioner, ein gerüttet Maß Sozial- bzw. Gesellschaftskritik, und zum Ende hin ein Abenteuerfilm und ganz kurz dann noch ein Thriller ... ein ganz kruder Genre-Mix. Ich weiß nicht, was ich da gesehen habe ... einen Film, das steht fest ... einen guten sogar, auch das steht fest ... aber welchen? Dadurch, dass er auch viel zu "episodenhaft" erzählt wird in einigen Szenen, kann sich der Fim nie entscheiden, was er eigentlich sein will. Dem ganzen Film fehlt die narrative Wucht, wie sie zB "Die zwölf Geschworenen" (1957) oder auch "Parasite" (2019) hatten ... den Trump ja auch nicht mochte. Und er funktioniert in keinem einzigen Genre. Für eine Komödie nimmt er sich zu ernst, als Politikfilm kann man ihn auch nicht sehen, weil er zu unpolitisch und zu brav für eine Gesellschaftskritik ist ... der Film will alles sein, ist aber tatsächlich nichts so wirklich davon, sondern "nur" ein guter Film. Vielmehr befürchte ich ja, dass mir der Film durch die Vorschusslorbeeren weniger gefallen hat, als er eigentlich könnte. Aber das hier ist nicht "Die Verurteilten 2", ganz sicher nicht. Aber ich wünsche den mittlerweile weltweit wohl nur noch zwei Handvoll Kritikern, die Genre-Bewertungen vergeben, viel Spaß. :D


Die Dialoge ... puuuh ... manchmal schlicht grandios, dann aber wirken sie so, als hätte Anderson seine ChatGPT mit Kaffka gefüttert und gesagt: "Schreib mir mal 20 Seiten Dialoge für meinen neuen Film." Das tut der Figurenzeichnung natürlich auch nicht gut, denn die beschränkt sich fast schon zwangsläufig auf 2D. Weder charakterliche noch emotionale Tiefe bekommt man wirklich geboten.


Ich habe sehr wohl einen guten Film gesehen mit einem klasse Star-Ensemble, einer klaren Regisseur-Handschrift und auch einer politischen Botschaft, einer überragenden Kameraarbeit und dank Schnitt einer Wahnsinns-Pace, nur habe ich weiß Gott kein Meisterwerk gesehen. Ich begreife den Hype nicht so ganz, denn das hier ist nicht "Der Pate 4" oder "Citizen Kane 2",den so manch ein Kritiker darin sieht, und er ist auch nicht ein "There Will Be Blood 2". Ich weiß auch nicht, welche Drogen man konsumiert haben muss, um auf sowas zu kommen und so dermaßen "Masterpiece of Art" in diesen Film hineinzuinterpretieren. Ich geh sogar so weit und bezeichne ihn gerne als "besten Film des Jahres" ... nur sollte man sich da auch der Konkurrenz vergegenwärtigen, die mit "Jurassic World - Episode CCLIX", "A Working Man" und den tronlosen "Tron 3" die Messlatte für das Kinojahr nun wirklich nicht sonderlich hochgehängt haben.


Das klingt jetzt bestimmt alles viel zu negativ, denn nochmals: der Film ist gut! Aber dieser Hype ... unbegreiflich für mich.


Dennoch ein absoluter Kuck-Tipp!!! :up:
 

Birdie

Nobelpreisträger
Ich hab mir das jetzt durchgelesen und was ich verstanden hab, sind zwei hauptsächliche Dinge:

1. Wenn Hollywood in diesen Zeiten bessere Filme machen würde, hätte "One Battle After Another" bei weitem nicht die Aufmerksamkeit, die der Film hat.
2. Da ich mir schon alle Episoden von "Border Control" angesehen habe, brauche ich mir den Film nicht mehr zu geben und spare mir somit jede Menge Kohle!

Supi!
 

Styled Bill

Revolverheld
Naja, ein bisschen mehr, dachte ich, hätte ich schon dazu gesagt, aber wahrscheinlich war der Text zu kurz. Mea culpa! Kommt nicht wieder vor. Ischwöre ey! :D
 

Styled Bill

Revolverheld
Speziell für Bill, den alten Wrestling Fan! Hier kommt die Zukunft! WTF?


Wie geil ist das denn? :D:D:D



Ladies and Gentlemen, willkommen zu "WWE: TOOL TIME", wo heute nicht nur Fäuste fliegen, sondern Funken sprühen!

In der blauen Ecke, direkt aus den nebligen Werkhallen von Manchester, der Mann, der jedes Gelenk wie eine rostige Schraube anzieht, der eiserne Hebelarm der Nation: THE BRITISH BRECHSTANGE!

Und in der weißen Ecke, geschmiedet im Gletscherwasser der Alpen, im Schneesturm der Zugspitze, der Coolste aller Coolen: THE TÖLZER TRENNSCHLEIFER!
 

Birdie

Nobelpreisträger
So Leute! Zurück zum Tagesgeschäft :)

Ich hab zuletzt ein wenig und sehr viel in die Kacke gegriffen:

* Until Dawn (Netflix)

Ist wohl eine Videospiel-Verfilmung - hab von dem Spiel noch nie gehört - in welcher 5 Freunde in einer Art "Cabin in the Woods" landen, wo sie zeitschleifenmässig jeden Tag aufs Neue getötet werden. Hört sich von der Story her gar nicht mal so verkehrt an und mit Peter Strormare spielt sogar ein echter Star mit, aber wer hier wirklich einen spannenden, mysteriösen, phantastischen Zeitreise-Horror-Mix erwartet, der kuckt sich besser etwas anderes an. Die schauspielerische Leistung, Dialoge, Special Effects und die Gesamtstory bis hin zur Auflösung sind die Zeit nicht wert, die man verbraucht, um den Film bis zum Ende zu sehen.

* The Final Level: Flucht aus Rancala (Prime Video)

Also, wenn der Scheiss, bei dem drei knackige, aber superhohle Mädels in einem Videospiel gefangen wird, in ein paar Jahren nicht auf auf SchleFaZ kommt, würde es mich enorm überraschen.

Aber dann kam das Staffelfinale von "GenV", dem "The Boys"-Ableger und alles ist wieder gut!

War "GenV" vorher noch irgendeine woke Teenieklamotte mit Superkräften, dann geht`s jetzt richtig ab und man fragt sich allen Ernstes, wie die amerikanische Regierung eine Serie, wie diese überhaupt ohne Murren und Knurren ausstrahlen lässt:

Unter dem Wahlspruch "Make America Super Again" werden "Humans" diskriminiert und die arme, hilflose Supe-Minderheit als die Guten hingestellt. Die Highschool-Studenten werden mit Propaganda zugeballert und Homelander ist der Gott in blond, der alle rettet...
Man könnte fast glauben, dass die Autoren der zweiten Staffel einfach das Project 2025 in `ne KI geschmissen haben mit der Vorgabe "Schreib mir eine hyper-satirische Fassung dessen, was dabei herauskommt und bau noch ein paar verantwortungslose Superhelden ein".

Kuckt rein! !Macht irre Spass!

Vor allem, wenn man das derzeitige Geschehen im Greatest Country of the World verfolgt ;) :D
 

Styled Bill

Revolverheld
"The Witcher" Staffel 4, die ersten Folgen sind schon raus, und ich höre soooo viel "Gutes" über Hemsworth als Cavill-Surrogat ("Griff ins Klo" war echt noch das Freundlichste), dass ich fast glaube, dass ich "The Witcher" als dreistaffelige Serie in Erinnerung behalten werde, die Spaß gemacht hat, denn es gibt nicht mehr als drei Staffeln, hat es niemals gegeben und wird es niemals geben. Leider fand die Serie nach drei Staffeln keinen richtigen Abschluss, aber damit muss ich halt leben.
 

Styled Bill

Revolverheld
An die zwei oder drei ... Millionen, die hier mitlesen:

Ich weiß ja nicht, wie es dem Vogel geht, aber meine fusselbürstige Wenigkeit hat gerade sehr, sehr wenig Lust auf noch'n "Manitu", keinen Nerv für noch'n "Dracula" und keinen Bock auf noch'n "Frankenstein" ... irgendwie - und ich glaub, das überrascht hier keinen mehr - hab ich nicht das Gefühl, dass auch nur irgendwas von den Stoffen auch nur irgendeinen hier noch überraschen könnte. Höchstens, wenn sie 'nen Porno ... aber ich will gar nicht wissen, wen die dann als "Frankensteins Monster" casten würden ... lebt Ron Jeremy eigentlich ... egal!

Aber, um meiner absolut albern anmutenden Ambivalenz Rechnung zu tragen, und um zu zeigen, was ich von der Sequel-, Prequel-, Remake- und Rebootsucht Hollywahns halte, werde ich nächste Woche in "Predator: Badlands" gehen. :D



Nee, mal im Ernst und in eigener Sache: ich liebe Bully! Ich hab mir damals jeden Montag Abend die "Bullyparade" reingezogen (und - was Wunder - die "Tapete" habe ich vergöttert :D) ... dann kam "Der Schuh des Manitu", und der war einfach nur geil. Ein paar Jährchen später kam "Traumschiff Surprise: Periode 1" ... der war bestenfalls mittelmäßig, und von und nach unten getoppt wurde die bullige Dreifaltigkeit der deutschen Kinocharts dann von "Lissi und der wilde Kaiser" ... ich hab die Schnauze langsam aber sicher voll!!! Gerade "Lissi" war bestenfalls ein müder Versuch, die Marke "Bully" noch ein wenig zu melken, das letzte Tröpfchen noch rauszuquetschen, irgendwo noch einen Blöden zu finden, der darauf reinfällt ... wie mich damals halt.

Wenn Neues nicht mehr geht, bzw. ich zu blöd bin, mir was Neues einfallen zu lassen, mache ich halt den X-ten Aufguss von irgendwas, das in der Vergangenheit mal funktioniert hat. Und dank - nicht nur in Deutschland lebender - Vollidioten im Kinosessel, die mit ihrer Kohle nix Besseres anzufangen wissen, funktioniert diese Masche leider auch, und leider auch verdammt gut. Nur gerade von Bully hab ich mir was Besseres erwartet als eine Fortsetzung.

Die Hollywoodies haben mir bisher u.a. "Terminator", "Jurassic Park" und sogar "Alien" (und lasst mich gar nicht erst von Marvel anfangen :rolleyes1:) schon durch ihre Fortsetzungsbesessenheit versaut ... und ich bin fast schon felsenfest davon überzeugt, dass mir der neue "Predator" auch den Zahn ziehen wird, dass es tatsächlich noch Franchises gibt, die wirklich etwas Originäres zu erzählen haben bei gleichzeitiger Wahrung das Original. Stattdessen werden einstige Meilensteine des Kinos ... besser: der Kinogeschichte, einfach nur noch entkernt bzw. ausgehöhlt. Ich hab die Schnauze echt voll!

Ich verstehe zwar auf der einen Seite die Angst der Studios vor Risiken, weil Produktionen finanziell total aufgebläht sind, Studios - egal ob Hollywood oder Bully in Deutschland - setzen lieber auf Altbekanntes, weil es kalkulierbar ist: das Publikum kennt die Figuren, die Marken sind etabliert, und die Kassen klingeln leider auch dann, wenn die Filme inhaltlich nur lauwarme Aufgüsse ihrer selbst sind. Und Drehbuchautoren, Showrunner und Studiobosse klopfen sich auf die Schultern, wenn sie irgendwo ein Boss-Girl einbauen können oder die bekannte und geliebte Geschichte des Originals einfach komplett umschreiben, weil das ja viel moderner ist. Und da wundert sich hier wirklich noch einer, wenn ich "Art the Clown" abfeiern mag??? Dessen Filme beweisen aber zumindest, dass es sehr wohl noch Kreativität gibt ... wenn auch nur bei Methoden des Abschlachtens ... zugegeben.

Aber Ihr habt meine letzten Kritiken gelesen ... höchstens zwei von 20 waren positiv. Wenn die Quote anders wäre, würden Verrisse auch noch Spaß machen ... aber mir fehlt mittlerweile die Lust, immer und immer wieder dieselben Fehler, die Filme machen, zu beschreiben ... auch meine Phantasie hat Grenzen.

Wie dem auch sei, der langen Rede kurzer Sinn: ich befürchte, dass es diesbezüglich in der nächsten Zeit sehr, sehr wenig von mir zu lesen gibt. Heut Mittag war ich einkaufen, Kino liegt auf dem Weg, da hab ich mir mal das Kinoprogramm durchgelesen ... vier Zeichentrickfilme, zwei davon Fortsetzungen, fünf Kinderfilme, zwei davon Fortsetzungen, und insgesamt und allerhöchstens drei Filme, für die ich mir eine Karte kaufen würde (alkoholpegelbedingt) ... zwei davon Fortsetzungen ... ich hab die Schnauze voll!

Ja, Kino ist ein Erlebnis. Ob allein oder mit Familie oder Freunden, mit Popcorn, Nachos und völlig überzogen teurer Koffeinbrause, egal, einen Film auf der großen Leinwand zu sehen, Deine Lauscher aus tausend Richtungen beschallen zu lassen, ist ... besser: kann einfach nur geil sein. Nur gehöre ich wohl zu der aussterbenden und vollkommen undankbaren Sorte Mensch, die da vorne auf der Leinwand auch wirklich etwas Gutes sehen will, um sich begeistern zu können. Kino ist zwar günstiger als ein Besuch im Restaurant, aber ich weiß mit den 25 - 35 €, die so ein Kinoabend kostet, echt mehr anzufangen, wenn mir doch vorher schon klar ist, dass ich enttäuscht werde ... und Erwartung und Befürchtung gehen mittlerweile Hand in Hand, und das kann's ja nun echt nicht sein.

Wie gesagt: "Predator" werd ich mir im Kino noch "antun" ... aber dann bitte nicht wundern, wenn ich hier nicht mehr regelmäßig literarische Attentate auf Hollywood verfasse. Wir werden uns in unserer Streaming-Sippschaft bestimmt den ein oder anderen Klopper ansehen, aber bei Kosten eines Kasten Kölschs und zwei Tüten Chips (jedes fünfte Mal) ist da gute Laune auch garantiert. Aber'ne Kritik ein halbes Jahr nach Erscheinen eines Films zu schreiben, macht irgendwie keinen Sinn für mich. Sorry! :(
 

Birdie

Nobelpreisträger
So Leute! Der Vogel kommt gerade aus dem Kino und hat sich „Predator Badlands“ angesehen. Na und bevor billy-Bob nun gleich loslegt hier meine Rezension als Kurzfassung:

Graaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Den Rest spare ich mir, da Mr. Bill bestimmt noch ein paar Zeilen dazu schreibt.

…….

Ach gehhhhhhhhhhhhhhh!

Ein predator ist nicht nett, macht keine Scherze und verschont niiiiiiiiemals seine Beute, weil die so knuddelwuddelig ist! Was soll der scheiss????????
 

Styled Bill

Revolverheld
So Leute! Der Vogel kommt gerade aus dem Kino und hat sich „Predator Badlands“ angesehen. Na und bevor billy-Bob nun gleich loslegt hier meine Rezension als Kurzfassung:

Graaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Den Rest spare ich mir, da Mr. Bill bestimmt noch ein paar Zeilen dazu schreibt.

…….

Ach gehhhhhhhhhhhhhhh!

Ein predator ist nicht nett, macht keine Scherze und verschont niiiiiiiiemals seine Beute, weil die so knuddelwuddelig ist! Was soll der scheiss????????

Morgen. Morgen geh ich da rein. Oder lass es mich mit dem leicht abgewandelten Kinderlied über einen Serienmörder sagen: "Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt der Billy auch zu Dir ..." :D

Aber danke für den Spoiler! Meine Erwartungen sind in ungeahnte Höhen geschraubt ... :mad:
 

Styled Bill

Revolverheld
So, "Predator: Badlands" ...

machen wir es kurz: wer Lust hat auf einen weiteren generischen Disney Film, in dem ein CGI-Monster auf andere CGI-Monstern eindrischt, gewürzt mit Witzen und Wortspielen, für die sich selbst "SchleFaZ" zu schade wäre (nach einem Kampf, in dem ein Baum eine Rolle spielte, meint die Androidin: "Wir sind ein baumbastisches Team!" ... kannze Dir nich ausdenken ... :rolleyes1:), einem niedlichen Monsterchen mit Kulleraugen, das - und da verwette ich meinen Ar**h drauf - demnächst als Merchandise-Maskottchen fürs Plüschtierregal angeboten wird, und dem üblichen Disney Hochglanzlook mit Instagram-Filtern ... anders: wer Bock auf den nächsten generischen 08/15-Marvel-Disney-Sch**ß hat, ja, der ist bei "Predator: Badlands" genau richtig. Wer allerdings einen blutigen Film mit so ein bisschen Spannung, Horror oder gar erwachsenen Themen erwartet ... also das, das "Predator" einst mal ausmachte ... der wird schlichtweg nicht bedient.

Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll ... der läuft in Amerika als PG-13, das ist umgerechnet FSK-12 und inflationsbereinigt hierzulande FSK-16. Letzteres wundert mich sehr, weil es keinerlei Gewalt gegen Menschen gibt ... echt, in dem ganzen Film kommt nicht ein Mensch vor ... wohl aber "Menschliches", und zwar von der ersten bis zur letzten Minute. Die haben den Predator anthropomorphisiert, also vermenschlicht ... komplett! :blink:
Aber, was die "Brutalität" angeht, bewegt er sich auf "Guardian of the Galaxy"-Niveau ... also kindgerechter Spaß für die ganze Familie.

Der Film fängt mit einer Einblendung an:

"Die Yautja (Predators) sind niemandes Beute, niemandes Freund, aber für alle ein Predator!"

Ja ... und das war's dann auch mit der Lore des "alten" Predators. Wir kennen alle den ersten Teil (1987), in dem Arnie statt Sly das amerikanische Vietnam-Trauma verarbeitet: hochgerüstete Supertruppen ... Supersoldaten, und die werden im Dschungel einer nach dem anderen von einem "unsichtbaren Feind" plattgemacht ... der zweite Teil (1990) verlegt die Jagd des Jägers aller Jäger in den Großstadtdschungel, wo Dir direkt mal das Gefühl des "absoluten Schutzes" durch die Polizei genommen wird, im durchaus guten dritten Teil "Predators" werden Menschen als Beute bzw. Jagdwild auf einem fremden Planeten ausgesetzt ... von all dem ist in "Predator: Disneylands" nichts, aber auch gar nichts mehr übrig!

Der Film beginnt auf "Yautja Prime", also dem Heimatplaneten der Predators ... irgendwann ... öhm ... zeitlich irgendwann nach "Alien 4" (1997), vermute ich. Und da haben wir ein Predator-Brüderpaar, und der ältere Bruder hat ein Spielzeug (!!!) seines Brüderchens aufgehoben, weil es ihn daran erinnert, wie das ihm einst das Leben gerettet hat. Das Brüderchen, das Dek heißt, ist einen Kopf kleiner als sein großer Bruder, aufgrunddessen wird es von seinem Vater gehasst ... japp, so erklären die da mit dem wohl sinnlosesten Twist der Filmgeschichte, diesen offenkundigen "Bürgerkrieg" aus "Predators" (2010), in dem die größeren die kleineren Predatoren jagen. Da hatte ich dann schon Kopfschmerzen. Die wurden aber von Minute zu Minute schlimmer ...

Big Bad Bully-Daddy Predator zwingt Big Brother, das Little Brotherchen zu enthaupten ... unnötig zu erwähnen, dass Predators jetzt Lichtschwerter haben, oder? Ach ja ... bevor ich's vergesse ... die sprechen jetzt Klingonisch!!! Also nicht mehr diese Klickgeräusche, die auch so wunderbar mirakulös zu deren Runenschrift gepasst haben, nope, die haben jetzt eine eigene Sprache ... "Yautja" ... also die Yautja leben auf Yautja-Prime und sprechen Yautja ... viel besser kann man die Ideenlosigkeit dieses Films nicht beschreiben. Ja, und das große Bruderherz befreit aber das kleine Bruderherzchen und wird dafür von Papa Prebärtor enthauptet. Der kleine Timmy ... nein, Dek heißt er ja, muss das durch das Fenster eines Raumschiffs beobachten und brüllt dabei wahrscheinlich "Khaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan" ... wie Kirk damals ... nur mit vier Kiefern.

Jedenfalls ist der Kurs des Raumschiffs programmiert, es geht Richtung "Genna", einem Planeten auf dem das unbesiegbare "Kalisk" lebt, welches Little Dek unbedingt besiegen will, um sich Zuhause als würdig zu erweisen und Erster seines Clans zu werden. Brüderchen ist zu blöd zum Fliegen, das Raumschiff crasht auf Genna down ... fortan muss er sich in einer feindlichen Umgebung zurechtfinden, ihm zur Seite springen "Thia", eine halbe Androidin (Elle Fanning) ... also "halb" ist wörtlich gemeint, denn ihre Beine liegen irgendwoanders auf dem Planeten ... und das Kulleraugen-Monster, das Thia auch direkt "Bud" tauft. Was für ein baumtastisches Team.

Wie die Story endet, kann sich wohl jeder denken ... Disney-typisch halt. Und zwischendurch wird auch mal ein Arm um das arme, traurige Predatorlein gelegt, und es werden Witzchen gerissen am Lagerfeuer ... zum Schluss gibt's noch Gruppenkuscheln ... meine Fresse!!! :mad:

Echt, fast den kompletten Film saß ich so da: :blink:

Ich wusste nicht, ob die das Ernst meinen, oder ob das so eine völlig verhunzt-verkopfte Schund-Groteske ist wie "Alien 4" sein sollte. Die haben Elle Fanning, die ich spätestens seit "Super 8" (2011) vergöttere, weil sie eine richtig gute Schauspielerin (und ziemlich heiß :whistle:) ist, geben ihr eine Doppelrolle (sie spielt auch ihre vollbeinige Androiden-Schwester "Tessa"), die sie bei ihrem Talent locker im Schlaf hätte runterspielen können ... und als Skript drücken die ihr die nicht veröffentlichten Witze von Fips Asmussen oder Markus Krebs in die Hand. Die hat abgesehen von "lustigen" Onelinern nichts zu sagen im ganzen Film. Und ich hab nicht einmal lachen müssen (doch, einmal musste ich schmunzeln: da kommt eine Horde männlicher Androiden ins Bild, alles unterschiedliche Schauspieler, aber sie hatten alle die gleiche dämliche Frisur :D) ... ich war eher den Tränen nahe, weil ich mitansehen musste, wie die so ein geniales Weltraum-Monster (Platz 2 hinter dem Xenomorph aus "Alien") ... auf kindgerecht und werbetauglich und vor allem (und erzähl mir bitte einer das Gegenteil) Merchandise-konsumfreundlich getrimmt haben. Der Predator ist mittlerweile alles andere als bedrohlich, er ist menschengroß mit Gen-Z-tauglichem Rasta-Undercut, kann sich nicht unsichtbar machen, weil er sich den "Mantel" erst verdienen muss, und er labert einen Driss sondergleichen ... ach ja, und mit mehr Gefühlen ausgestattet als ein handelsüblicher Teenager ist er auch noch. Zurück zu Fanning: die muss wirklich durch einen Android:innen ersetzt worden sein, denn so grottig ... wirklich so unfassbar, so unterirdisch schlecht hab ich sie noch nie schauspielern sehen. Das"Kal-El no!" von @Birdie s "Sexfreundin" ist dagegen oscarwürdig. Und die Fanning hab ich synchronisiert gesehen ... Synchro bügelt ja einen Haufen Fehler des Originals ja aus ... boah, wie mies muss die erst auf englisch gewesen sein? Da hilft auch die rosaroteste Fanbrille nicht mehr.

Und Logiklöcher, dass Du die "Nostromo" darin rückwärts drin einparken könntest ... ohne Einparkhilfe ... mit verbundenen Augen ... und auf Stöckelschuhen. Der Undercut-mit-Überbiss-Predator weiß wie selbstverständlich, wie eine Winde von Weyland-Yautani funktioniert, dito Schiebetüren etc. Getoppt wird das aber nur noch durch die Tatsache, dass Thia die ganze Zeit Deutsch bzw. Englisch spricht, was der Predator un-lost-in-translation-ig verstehen kann und deutsch bzw. englisch untertitelt auf Klingonisch beantwortet.

Und dann diese Witze ... die sitzen am Lagerfeuer, der Predator bietet der Androidin eine Wildschweinkeule oder sowas an, sie lehnt dankend ab, findet das aber total süß vom Predator, worauf dieser erwidert: "Süß? Das Fleisch ist doch nicht süß!" Mit Dialogen wie diesen hatte ChatGPT unter Garantie nichts zu tun. :rolleyes:

Irgendwas halbwegs Intelligentes? ZB ein Verweis auf frühere Filme? Auf Genna (kommt wohl von "Gehenna", also der Hölle ... wird auch mindestens 258 Mal als "Hölle" bezeichnet ... nicht, dass man irgendwas sehen könnte, das an Hölle erinnert, aber das Prinzip "Show don't tell" ist ja voll antiquiert) wächst so ein komisches Gras, rasiermesserscharf. Da geht nicht ein einziger durch oder durch drauf! Erinnert Ihr Euch noch an "Aliens" (1986)? Bishop spielt das Messerspiel und schneidet sich versehentlich? Ikonische Szene ... und noch viel ikonischer die Idee einfach liegengelassen für den Predator im Playmobilland ... hätte ein Kind wahrscheinlich zu gruselig gefunden. Was einst Jagd für Erwachsene und Action mit Meta-Ebene war, ist jetzt CGI-Kindergeburtstag mit CGI-Torte und CGI-Kerzen, die von CGI-Kindern ausgeblasen werden.

Wenn Disney so weitermacht, seh ich demnächst schon die Xenomorphs in der Sesamstraße auflaufen, wie sie Graf Zahl helfen, von zehn bis 20 zu zählen oder Samson kitzeln ... jesusmariaundjosef, war das ein Scheißdreck ... ich kann echt nicht mehr ... und bisher dachte ich, dass "Alien vs. Predator 2" das Schlechteste aus dem Franchise war ... aber diese Kuschelversion hier toppt wirklich alles!

Echt, ich fang heute Abend an zu beten, dass Disney nicht auch noch die Pornofilmindustrie kauft ... wahrscheinlich kann man dann Angel Emily beim Blumenpflücken zusehen oder mit Sachsen-Paule vorm Traualtar stehen ... bevor Du fragst: das ist meine Sexfreundin, Vogel, und im Gegensatz zu Deiner - G.G. - hat die mich bisher noch in keinem Film enttäuscht. Und süß lächeln kann sie auch ... wenn sie nicht gerade ... naja. :D
 

Styled Bill

Revolverheld
Der Rest war interessant zu lesen, aber das oben Zitierte sagt eigentlich alles, was man wissen muss.

Wobei sich mir die Frage stellt, warum Du von Disney etwas anderes als Disney erwartest?

Hoffnung? Also was anderes fällt mir jetzt auf Anhieb auch nicht ein ... doch ... Dummheit ... also eigene ... aber da such ich mir lieber noch ein paar Ausreden, die mich nicht ganz so dumm dastehen lassen. :D



Ich weiss, dass die Frage an @Styled Bill geht, aber: Weil es auch "Prey" gibt und der war und ist superduperwuper!

"Prey" war echt nicht schlecht, er ging auf jeden Fall in die richtige Richtung ... obwohl ... da ging die "Enteierung" des Predators in einer Kampfszene ja schon los, wenn man ehrlich ist. Wenn ein maximal 21jähriges Mädchen, das vollbekleidet und mit Schuhen noch maximaler 50 Kg wiegt und nur mit Holzwaffen bewehrt ist ... also wenn der Predator gegen so einen "Feind" im Nahkampf kein Land sieht, hat das eigentlich auch schon nix mehr mit Lore zu tun, finde ich.

Vom Predator erwarte ich ganz generell, dass er mindestens einen Kopf größer als ein Mensch ist, und zwar als ein ausgewachsener Mensch, dass er Dich nur mit der Kraft seines Mittelfingers mal eben in den Abspann nach ganz unten zu den Opfern Nebendarstellern schnipsen und sich unsichtbar machen kann, dass er keine kleine Mädchen mit Spielzeugwaffen angreift, dass er zum Speer greift und nicht wie Obi-Wan auf Koks zum Lichtschwert, dass er seinen Granatwerfer, der auf seiner Schulter sitzt, einsetzt, dass der Zuschauer (das hatte ich oben ganz vergessen) auch die "Predator-Sicht" sieht, also Wärmebild etc., und vor allem: dass er abgesehen von seiner Jägerehre außer "Arroganz" kein anderes Gefühl besitzt ... und wenn doch, dann redet er gefälligst nicht am Lagerfeuer mit seinen "Freunden" drüber .... denn er hat keine Freunde, er ist ein Predator, verdammtnocheins!!! :mad:

Was mir aber wirklich bei den ganzen Sequels am meisten auf den Senkel geht, das ist diese mir vollkommen unbegreifbare Sucht der Filmemacher, alles haarklein erklären zu müssen! Würden wir alle unschöner sterben, wenn wir nicht wüssten, woher genau der Predator kommt? Dass Predators als "Kinder" mit Spielzeug spielen, das für Menschen und Androiden gefährlich ist (den Gag hatten die schon bei "The Orville" gebracht, und dort auch tausendmal besser)? Stünde das Wissen um Clan- und Familienstrukturen der Predators unbedingt auf unserer Löffelliste? Weißte ... bei "Alien" war es ja genau dasselbe: keiner wusste, wo die Viecher herkommen, die waren einfach da, und das machte durchaus einen Teil des Grusels aus, und bei weitem nicht den geringsten. Warum müssen die Dinger jetzt alle noch einen Lebenslauf verpasst kriegen, der ausgerechnet dem eines Menschen gleicht? Bei der Alien-Serie passiert gerade ja genau derselbe Driss. Bald besuchen Aliens noch eine Militärakademie auf ihrer Heimatwelt und einarmige Predators beziehen Yautjabürgergeld ... warum müssen die nur alle so vermenschlicht werden? Das begreif ich einfach nicht, es sind Außerirdische, darum geht es ja, die einen kennen nur ihren Fortpflanzungsdrang, die anderen jagen gerne ... dass diese geringen Informationen absolut ausreichend sind, um wirklich geniale Filme mit den Viechern zu drehen, wurde in der Vergangenheit bereits bewiesen ... und zwar mehrfach!
 

Birdie

Nobelpreisträger
Ah, das kann ich aufklären, Bill!

Ich frag dazu jetzt nicht Google, denn Google macht doof, aber dieses Problem der "Vermenschlichung" ist durchaus wissenschaftlich bekannt. Hauptsächlich geht es darum, dass wir Dinge nach unseren Maßstäben betrachten und unsere Weltsicht und unser Wissen sehr stark davon abhängig ist, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen. Dies zieht sich durch alle Bereiche unserer Wahrnehmung.

Ein Beispiel: Erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Organismen in vulkanischen Schwefelbecken entdeckt und man konnte sich vorher überhaupt nicht vorstellen, dass Leben unter derartigen Umständen überhaupt möglich ist. Mittlerweile sucht man überall nach Leben bis hin zu anderen Planeten oder auf Asteroiden und Kometen.

Dennoch befürchten sehr viele Wissenschaftler, dass man mögliches ausserirdisches Leben gar nicht als solches wahrnehmen würde, da nicht nur unsere eigene Vorstellung von Leben diese Entdeckungen beschränken sondern sogar die von uns Menschen gebauten Messinstrumente, eine Entdeckung verhindern könnten.

All dies spiegelt sich auch in der Hollywood-SciFi wider: Ja, so ein Ausserirdischer sieht schon ein wenig anders aus, aber viele gehen auf zwei Beinen, haben Augen, Ohren, Arme, Hände usw. Die Aliens fliegen in Raumschiffen durch das All, weil wir das ja auch so machen würden. Eine andere Fortbewegungsart können wir uns kaum vorstellen. Auch ist der ethische Maßstab dieser Ausserirdischen - gleich ob nett oder böse - sehr ähnlich dem unseren:

Humanoide "Aliens" sind darauf aus, uns zu helfen, weil wir echt arm dran oder total doof sind, oder sie kommen, um uns zu vernichten, weil sie auf Geld, Macht, Rohstoffe aus sind (machen wir ja auch so) und nicht-humanoide Aliens sind Haustier-süss oder wollen uns fressen.

So geht das immer so weiter bis auf wenige Ausnahmen, wie z.B. Arrival, wo uns absolut technisch überlegene Aliens, die auch gar nicht süss und knuddelig sind, um Hilfe in ein paar tausend Jahren fragen und uns schon mal vorab besuchen, damit wir ein wenig schlauer werden.

Predator, also die ersten Filme, war hier eine Ausnahme: Der "Bösewicht" war, wenn man es genau betrachtet, gar kein echter Bösewicht, da er eben nicht auf Geld, Macht usw. aus war, sondern er ging um der Ehre willen auf die Jagd. Für ihn sind wir Beute und wie sich ein Jäger ein Geweih an die Wand hängt, dezimiert auf den Wert einer Trophäe.

Was man nun daraus gemacht hat, ist .... ohne Worte :(
 
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