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Des Vogels TV Tips

Nicht TV, aber ich denke auch sehenswert für eingefleischte Fans. Vor allem im Hinblick auf die nahende WM
Danke, ich finds sehr gelungen und lustig. Auch wenns Werbung ist: so lass ich mir das gefallen. Der Konzern hat ja auch die Kohle dafür.
Der Abspann ist ja fast länger wie der Film :D Bei den Schauspielern musst ich erst mal Google befragen. Bei den Schweizern kenne ich mich nicht so aus.
87 ist der Terrence schon?
 
Ich glaube, ich habe einen sehr unschönen Rekord gebrochen, zumindest aber eingestellt. Und zwar habe ich die komplette dritte und leider auch letzte Staffel von „Good Omens“ in anderthalb Stunden gebingewatched. Vielleicht könnte das allerdings auch nur an der hanebüchenen Tatsache liegen, dass die dritte und leider letzte Staffel von „Good Omens“ aus einer einzigen, 90minütigen verfi**ten Folge besteht!!! Wollen die mich verar***en??? :mad:



Ich mein, ja, angucken, unbedingt, weil gut, aber eine einzige Folge als Staffel? Wir werden demnächst zugemüllt mit einer zweiten und gottseidank letzten Staffel von „Star Trek: Academy“, das 100%ig von einem Praktikanten geschrieben wurde, der morgens um drei Fortnite gespielt hat und jetzt glaubt, er wäre Trekki. Wir kriegen zweimal monatlich ein immer neues „Star Wars“-Serien-Surrogat geschenkt. Wir kriegen schrottreife Serienformate frei Haus geliefert, die niemals im Leben, in keinem existierenden Universum jemals über den Piloten hinaus hätten weitergedreht werden dürfen, wie „Countdown“, „Pulse“, „Prime Finder“, „Suits LA“, „The Terminal List: Dark Wolf“ ... aber wir kriegen keine vierte Staffel von „Sherlock“, weil Benedict Cumberbatch inzwischen Marvel‑Sklave ist und Martin Freeman vermutlich irgendwo frustsaufend in einem britischen Pub hockt und darauf wartet, dass jemand „Action!“ ruft. Oder aber, wie eingangs erwähnt, eine dritte Staffel, die den Namen auch verdient von „Good Omens“ ... aber dieser generische Einheitsdreck, den Du nur noch anhand des Titels voneinander unterscheiden kannst, wird gedreht und gedreht und erhält Spin-off um Spin-off und Prequels und Sequels, und wenn den Showrunnern gar nix mehr einfällt, kommt ein Reboot … es ist nur noch zum Kotzen!!! Wir kriegen so gut wie gar keine Serien mehr, die sich trauen, anders zu sein, weil „anders“ nicht gut für die *bitte hier den Streaming-Dienst Deines Vertrauens einfügen*-Algorithmen ist. Und dann diese CGI‑Seuche. Früher war CGI ein Werkzeug. Heute ist es der ganze verdammte Werkzeugkasten, der Tisch, der Raum, das Haus und der Typ, der Dir sagt, dass Du das Haus nicht betreten darfst, weil die Texturen noch laden. Schauspieler stehen vor grünen Wänden, die aussehen wie frisch gestrichene Badezimmer farbenblinder Mitmenschen, und sollen so tun, als würden sie gerade das Universum retten, während sie in Wirklichkeit einem Tennisball catchphrasige Oneliner an den Filzkopf hauen, der später ein Monster wird, das aussieht wie ein schlecht gelaunter übergroßer Blobfisch.



Ich will Serien mit Herz, Seele und Verstand, bei denen mein noch nicht weggesoffener Restverstand nicht völlig degeneriert. Mit CGI, das unterstützt und nicht ersetzt. Weder zähle ich die Partikel bzw. Pixel bei Explosionen, noch brauche ich mittelmäßige Schauspieler vor CGI-Kulissen, die es mit jedem Windows XP-Screensaver in 8K aufnehmen können. Ich will richtige Charaktere haben, die nicht so weichgespült sind wie die ganzen Meister Propers der TV-Welt da. Und ich hab auch nix gegen das Durchbrechen der Dritten Wand, wohl aber was gegen chronische Expositionen der Protagonisten, die mir wortreich erklären, was sie da gerade tun, weil die Skripter Fernsehen ganz offensichtlich mit Fernhören verwechseln. Ich will originäre und originelle Geschichten erzählt und keine lustlosen Arbeitszeugnisse von CGI-Designern aneinandergekettet serviert bekommen. Ich will, das Disney pleite geht und Marvel wieder machen lässt. Ich will, dass schlechte Showrunner, die KI-Drehbücher abnicken, 50 auf die blanken Fußsohlen bekommen … und zwar mit einer Abrissbirne. Ich will, dass George Lucas das amerikanische und krankhaft liberale Waffenrecht für sich in Anspruch nimmt, um mit einem Flammenwerfer mit dem ganzen „Star Wars“-Franchise abzuschießen. Und ich würd ihm die Streichhölzer reichen … nicht aus Hass, sondern aus Barmherzigkeit! Ich will, dass alle Möchtegern-Produzenten, die meinen, dass „Star Trek“ dasselbe wie „Star Wars“ ist, nur halt mit Phasern statt Schwertern, 300 Jahre in die von ihnen erfundene Agonie-Kammer gesteckt werden … mit Michael Burnham zusammen. Ich will ein geistiges Gen-X-Niveau in Filmen und Serien, das weit über dem eines Gen-Z-Hauptschulabbrechers liegt. Und allen, wirklich all diesen Pappnasen von Teleplay-Skriptern, die es ganz toll finden, wenn Charaktere haarklein erzählen, was sie gerade tun („Na gut, dann gehe ich jetzt mal durch diese Tür.“, „Ich werde jetzt meine Waffe ziehen.“ „Ich fühle mich traurig, weil ich ganz alleine in diesem Raum bin.“ - als wäre der Audiokommentar aus Zufall im Skript gelandet), sollte es per Gesetz verboten werden, sich fortzupflanzen. Die können dann von mir aus eine App entwickeln für Einkaufszettel, um sich finanziell über Wasser zu halten. Aber nie wieder Drehbücher schreiben!



Ich geh kaputt!!!
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Aber Good Omens. letzte Folge ... ich nenn das nciht mehr Staffel, ich bin doch ncih tbescheuert. Kucktipp! :up:
So, jetzt geht's mir schon was besser.:)
 
Ich wollte Euch ja nur schnell mal teasern, denn die Serie ist echt geilo!

Also gut - Worum gehts?

"The Boroughs" ist eine exklusive Siedlung für Senioren, in welcher eines Tages Sam, unser Protagonist, von seiner Tochter abgeladen wird. Sam hat vor wenigen Monaten seine Frau durch einen Schlaganfall verloren und hat noch immer Flashbacks, was ihn manchmal an der Realität zweifeln lässt, was es auch nicht so einfach für ihn macht, zu glauben, ob er wirklich gesehen hat, was er da so gesehen hat...

In den Boroughs geht nämlich ein Monster um und er ist live dabei als sein Nachbar - genau wie seine Vormieterin - von just jenem Ding umgebracht wird. Zusammen mit ein paar anderen Oldies macht sich Sam auf die Suche nach Antworten.

Bin jetzt bei Folge 3 angelangt und es wird immer mysteriöser und besser. Die Duffer Brüder, welche sich auf für "Stranger Things" verantwortlich gezeigt haben, haben, wie es scheint, die Oldie-Version ihrer eigenen Teenie-Horror-Serie adaptiert und das Ergebnis zusammen mit einigen Altstars, wie Alfred Molina, Geena Davies, Alfre Woodard, Denis O´Hare und Eric Edelstein, der die Kopie von David Harbours Charakter in "Stranger Things" spielt und diesem auch noch zum Verwechslen ähnlich sieht, ist für mich die Serien-Überraschung dieses Jahres.

Auf jeden Fall ein Kucktip!

p.S.

Wörter: 212
68% deines Textes „The Boroughs“ sieht aus, als wäre er von einer KI geschrieben worden

Meine Fresse!
 
Ich wollte Euch ja nur schnell mal teasern, denn die Serie ist echt geilo!

Also gut - Worum gehts?

"The Boroughs" ist eine exklusive Siedlung für Senioren, in welcher eines Tages Sam, unser Protagonist, von seiner Tochter abgeladen wird. Sam hat vor wenigen Monaten seine Frau durch einen Schlaganfall verloren und hat noch immer Flashbacks, was ihn manchmal an der Realität zweifeln lässt, was es auch nicht so einfach für ihn macht, zu glauben, ob er wirklich gesehen hat, was er da so gesehen hat...

In den Boroughs geht nämlich ein Monster um und er ist live dabei als sein Nachbar - genau wie seine Vormieterin - von just jenem Ding umgebracht wird. Zusammen mit ein paar anderen Oldies macht sich Sam auf die Suche nach Antworten.

Bin jetzt bei Folge 3 angelangt und es wird immer mysteriöser und besser. Die Duffer Brüder, welche sich auf für "Stranger Things" verantwortlich gezeigt haben, haben, wie es scheint, die Oldie-Version ihrer eigenen Teenie-Horror-Serie adaptiert und das Ergebnis zusammen mit einigen Altstars, wie Alfred Molina, Geena Davies, Alfre Woodard, Denis O´Hare und Eric Edelstein, der die Kopie von David Harbours Charakter in "Stranger Things" spielt und diesem auch noch zum Verwechslen ähnlich sieht, ist für mich die Serien-Überraschung dieses Jahres.

Auf jeden Fall ein Kucktip!

Danke! :up:


p.S.

Wörter: 212
68% deines Textes „The Boroughs“ sieht aus, als wäre er von einer KI geschrieben worden

Meine Fresse!

Verdammt! Ich hab's ja schon immer vermutet, wollte es aber nie wahrhaben. Doch jetzt hab ich die Gewissheit: Du bist ein betrügerischer Bird-Bot! :blink:
 
So, „Spider-Noir“ … das Fazit vorweg: eine absolute Enttäuschung!


Ich habe einen chronisch overactenden Nicolas Cage erwartet, Humor auf dem typischen Pipi-Kacka-mein-Pullermann-ist-größer-als-wie-Deiner-Level, hektische Michael-Bay-Memoriam-Schnittfolgen mit overkilliger CGI-Überfrachtung und Explosionen im Minutentakt. Ich hatte fest mit mehr einstürzenden Gebäuden gerechnet, als New York jemals hatte, mit marveltypischem Multiversums-Geschwurbel nebst (un)passenden CGI-Effekten und Aliens, die zu disneytypischer Fahrstuhlmusik die Erde erobern wollen ... und natürlich auch noch andere und viel knuddeligere Aliens, die dem Protagonisten helfen, vierzehn Universen at once zu retten, und die man hernach wunderbar als Merchandising-Artikel im Spielwarenladenregal Deines Vertrauens hochpreisig anbieten kann. Ich ging fest davon aus, Männerrollen, die im Skript einfach auf eine Frau gepresst wurden, zu sehen zu bekommen, mit den dazu passenden genretypischen MMA Kampf-Choreos. Ich dachte wirklich, ich krieg einen Film Noir-Ulk, eine Persiflage auf das Genre zu sehen, mit der unzweifelhaften Botschaft, dass Noir total altmodisch und deshalb total doof ist und nur Disney weiß, wie Film heutzutage geht. Ich war gefasst auf miese, wirklich mies gespielte Bösewichte, die an Zweidimensionalität auch nur heranreichen, wenn man mit beiden Augen schaut, und einen Cast aus den Leuten, die beim GZSZ-Casting samt und sonders mit Pauken und Trompeten vor die Tür gesetzt wurden. Mein Hirn hatte sich bereits halb im Schlummermodus befunden, weil es (unfreudig) KI-geschriebenen Dialogen entgegen sah, die alle zwei Minuten zwanghaft witzig sein wollen, und bei denen sich der windowseigene Copilot beim Lesen vor lauter Fremdscham über seine „Kollegen“ selbst defragmentieren würde. Mein Restverstand hatte Expositionen à la „Ich schieße Dir jetzt Netze aus meinen Handgelenken in die Fresse!“, Ich schwinge mich jetzt dank meiner Superkräfte von Gebäude zu Gebäude.“ oder „Ich kann Hauswände hochklettern, siehst Du … hier … ich klettere jetzt, siehst Du?“ eingeplant … nichts, aber auch wirklich gar nichts davon habe ich bekommen. Marvel/Disney hat mal wieder nicht abgeliefert, wie man es erwartet. Es gab noch nicht einmal eine Szene, in der Pro- und Antagonisten vor einem Lagerfeuer über ihre Gefühle reden. Das … das … das ist, als würde ich zu McDonald’s gehen, mir eine Bic Mac bestellen, und dann krieg ich da plötzlich einen Burger wie auf dem Werbeplakat serviert: perfekt geschichtet, saftig und stabil, ein wohlschmeckendes, architektonisches Meisterwerk aus Fleisch, Hoffnung und leicht erhöhtem Herzinfarktrisiko.


Was erlaube Sony??? :confused:


Ich.

Kann.

So.

Nicht.

ARBEITEN !!! :mad:





Worum geht’s überhaupt: ich fang gar nicht erst an mit „Paralleluniversum“ und diesem ganzen Kokolores, der mir die Hirnwindungen verstopft. Denn die Serie kann wunderbar auch einfach nur in der Vergangenheit in unserem Universum spielen. Und Spiderman heißt da auch nicht „Peter Parker“, sondern „Ben Rilley“, und das kommt auch nicht von ungefähr, denn wir kennen Peter Parker aus tausend Ablegern eigentlich immer nur als Mitzwanziger, jung, frisch, agil … aber Ben Rilley ist Mitt- bis Endfuffziger und schon lange nicht mehr so gelenkig wie früher. Er hat auch mittlerweile seine liebe Müh und Not, unfallfrei durch ein Fenster zu steigen, auch weil er seine Maske eigentlich schon vor Jahren abgelegt und seinem Helden-Leben abgeschworen hat.


Die Serie spielt Anfang der 30er Jahre, ca. 15 Jahre nach Ende des ersten Weltkriegs, in dem Ben Rilley (Cage) mitgewirkt hat. Dort wurde er von einem Mutanten gebissen, bekam seine Kräfte, nähte sich ‘ne Maske und vigilierte durch New York. Vor fünf Jahren allerdings hörte er auf, „Die Spinne“ zu sein, denn als er seine Frau und große Liebe (Ruby?) nicht retten konnte, sah er keinen Grund mehr darin, den Superhelden zu mimen. Stattdessen begann er zu saufen und wurde ein leicht abgehalfterter und höchstens zweitklassiger Privatdetektiv (alternativlose Berufswahl in den Genre) mit mehr Vergangenheit als Zukunft und leicht fatalistischer Weltanschauung, der von einem vermeintlichen Ehemann den Auftrag erhält, dessen Frau, die Nachtclubsängerin (fast alternativlose Berufswahl für eine Femme Fatale) Cat Hardy (Li) zu beschatten. Wie sich herausstellt, ist die aber gar nicht mit dem Auftraggeber verheiratet, vielmehr scheint man den Bürgermeister erpressen zu wollen, denn den trifft sie auf ein Schäferstündchen. Ein anderer Auftrag ist die Suche nach einem Mann namens Addison. Er findet ihn auch, aber Addison ist kein normaler Mann mehr, denn er kann in Flammen aufgehen, wird aber dennoch erschossen. Da es aber der Verbrecherboss Silvermane (Gleeson) ist, der hinter Addison her ist, kommt Ben auf den Trichter, dass er benutzt wird und dass es besser ist, sich aus allem herauszuhalten. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn Cat taucht in seinem Büro an und bietet ihm einen neuen Auftrag an: jetzt soll er deren Freund Flint Marko suchen, der Kräfte hat und verschwunden ist.



Bestellt hatte ich maximal minderwertig-meschuggenen Marvel-Murks, den man getrost auf dem Second Screen „hören“ kann. Geliefert bekam ich aber Noir-Niveau … wohl auch, weil Sony sich von Marvel/Disney nicht die Drehbücher diktieren lässt, denn die Rechte an der freundlichen Spinne aus der S/W-Nachbarschaft liegen bei Sony, nicht bei Marvel, und somit auch nicht bei Disney! Die Serie nimmt das Genre erschreckenderweise echt ernst, hat mit Li Jun Li eine Femme Fatale zu bieten, absolut im Geiste einer Veronica Lake, Lauren Becall, Rita Hayworth, Barbara Stanwyck, Lana Turner, Joan Bennett, Jane Greer und wie sie nicht alle hießen, die stärker ist als alle Männer, weil sie eben eine Frau und kein umgeskripteter Girlboss ist. Sie bietet eine stilistisch passende und konsequente Kamera, dazu gesellt sich eine richtige Noir-Atmosphäre … ein New York quasi als eine Art Entität, die Du (ähnlich wie Gotham) spüren kannst, wie sie atmet, wie sie drückt, wie sie beobachtet, anstatt nur Kulisse zu sein. Als Topping gibt’s teilweise messerscharfe Dialoge, wie man sie von Bogey, Robertson und Cagney gewöhnt war („Fühlst Du Dich von mir nicht wertgeschätzt? Nun, ich spreche jeden Abend ein kleines Gebet aus Dankbarkeit.“ - „Du solltest jeden Morgen eines sprechen, an dem es Dir vergönnt ist, aufzuwachen.“). Der Humor wird ebenfalls total untypisch in Häppchen statt als Schlachtplatte serviert, und die Häppchen schmecken sogar lecker.


Es ist selbstverständlich weder Chandler noch Hammett noch Tourneur, sondern „Noir mit Marvel“, aber halt in der Tradition von Chandler, Hammett und Tourneur. Und es ist Noir, in das man Marvel reingeschrieben hat und nicht umgekehrt! Es ist eben keine kunterbunte Marveldisneyfizierung des Genres (und ich kann unserer Zweidrittel-Cyborgdrossel da nur zustimmen: sich die Serie in S/W anzuschauen, ist ein MUSS!), sondern eine ganz altmodische Detektiv-Geschichte ohne Aliens und ohne, dass der Protagonist mindestens die ganze Galaxie retten muss … er muss noch nichtmal die Erde retten oder gar auch nur die Stadt, nichtmal einen Stadtteil ... ganz altmodisch: ein leicht zynischer, alter, müder Good Guy gegen böse Buben, von denen halt manche Superkräfte haben (im Endeffekt halt die 30er Jahre Versionen von Electro und Sandman). Da rennt auch keiner in Capes rum oder mit der Unterhose über den Leggins, es sind Menschen mit Superkräften, die, wie es sich für die 30er gehört, Anzüge und manchmal Trenchcoats tragen.


Als bösen Oberbuben hat Sony sich auch nicht irgendeinen unbekannten und untalentierten Laiendarsteller ins Boot geholt, was bei Disney wahrscheinlich für kollektives Kopfschütteln gesorgt hat, sondern mit Brendan Gleeson einen, dessen faltige Charakterfresse wie für Noir gemacht ist. Allein, dass für Hollywood tatsächlich noch ein Unterschied besteht zwischen „Charakterfresse“ und „Reinkloppfresse“, lässt mich ja an den Fortbestand der Filmfabrik glauben. Und dann Nicolas Cage … in meinen Augen war der ja der größte Fallstrick bei der ganzen Show, aber was liefert der ab, meine Fresse! Zurückhaltend, wenn es sein muss, overactend, wenn es sein muss, exzentrisch, wenn er muss, introvertiert, wenn er muss … aber auch nur dann und das alles mit einem perfekten Timing! DAS ist Cage, wie ich ihn liebe! DAS ist endlich wieder der Cage, der im Handumdrehen alles und jeden an die Wand spielen könnte. Aber der Regie sei Dank, ist das hier keine One-Man-Show (was unweigerlich zu dem Over-Cage geführt hätte), denn alle durch die Bank sehr guten Darsteller bekommen ihre wohlverdiente Screentime. Aber Cage ist es allein schon wert, dass man sich die Serie anschaut, anders kann man sich den gealterten Spiderman einfach nicht mehr vorstellen. Zudem dürfen auch Amy Aquino und Garak himself, also Andrew J. Robinson ihre faltigen Gesichter in die Kamera halten.


Und eben diese Kamera muss ich auch noch lobend erwähnen: sanfte Schnitte, nicht diese abgehackten Stakkato-Bildwelten, die Dir die Stäbchen im Auge umsortieren und Risse auf die Netzhaut zaubern. Ab und zu sogar eine „Dutch Angle“, um Perspektive zu verdeutlichen. Und ab und zuer wird bei Gewalt auch total altmodisch auf die Wand geschwenkt, dann sieht man sie dort als Schattenriss. Überhaupt liebt die Kamera Schatten und arbeitet wirklich frappierend effektiv mit ihnen … wenn ich wirklich was finden müsste, was es daran zu meckern gäbe, dann, dass die die Serie ruhig ein bisschen grobkörniger hätten filmen können. Sie hätten auch künstliches Rauschen einfügen können, dann wär’s noch geiler geworden, aber das ist jetzt echt Jammern auf ganz, ganz hohem Niveau.


Der Score war mir an manchen Stellen auch etwas zu generisch, es gibt kein wirklich eigenes Thema … das stört nicht, absolut nicht, aber ich bin gerade so schön im Rosinenpick-Modus. :D


Storytelling … naja … leider Gottes wohl der größte „Minuspunkt“ bei den heutigen „zuhörenden“ Abonnenten, und ich schätze, dass die Serie deshalb durchfällt beim pubertierenden Zielgruppenpublikum. Denn das ist „altmodisches“ Geschichtenerzählen, sprich (Brüller!): „show don’t tell“ wird wieder großgeschrieben. Dem Zuschauer wird die Bedeutung und Wertung einiger Szenen überlassen, Szenen werden Dir nicht von handelnden Figuren erklärt, damit Du sie moralisch auch richtig in Deinem Oberstübchen abheftest. Manchmal hat man sogar ein paar Minuten ganz ohne Dialoge, die Kamera zeigt Dir die Szenerie, der Score drängt Deinen Puls dann entweder nach oben oder nach unten … total altmodisch halt … aber geil! Hervorzuheben wäre vielleicht noch, dass die da eine Sache für Noir genau richtig machen: es gibt nicht diese comicverfilmungstypische Origin-Füllfolge, die man getrost skippen kann, weil deren informativer Nährwert deutlich unter dem eines Fruchtzwergs liegt. Sowas gibt es im Film Noir nicht, dort ist die Vergangenheit ein Schatten. Und genauso wird sie auch hier behandelt, das Origin bekommt seinen Platz in einem Cold Opening (der Teil einer Episode, der vor dem Intro kommt) und in ein paar Rückblenden.


Und wenn es Dialoge gibt, dann nicht ein einziges Mal auf Blinden-Sonderschulen-Niveau („Ich gehe jetzt zur Tafel. Und jetzt nehme ich ein Stück Kreide in die rechte Hand. Und jetzt male ich in Großbuchstaben ,LMAA’ an die Tafel … in Braille!“) … nein, die lassen da die Figuren miteinander sprechen statt übereinander, richtige Gespräche, so mit richtigen informationsgeschwängerten Aussagen und so, im Schuss/Gegenschuss-Modus ... kennt man heutzutage gar nicht mehr (schönen überheblichen Gruß an die Gen-Z-wannabe-Filmnerds an dieser Stelle). Denn ich wette, ich muss nur drei Kritiken lesen, dann sehe ich schon den großväterlich-generösen Vorwurf „hat gewisse Längen“ … die Serie hat keine einzige! Sie ist zur Abwechslung nur mal wohltuend ruhig und ohne jegliche Hektik erzählt, das ist alles. Es gibt auch erfrischend wenige Explosionen, überhaupt wird CGI dort tatsächlich unterstützend und nicht als Hauptdarsteller eingesetzt.


„Spider-Noir“ ist kein Noir der alten Schule, da hat @Birdie schon ganz Recht, Cage spielt seinen Privatdetektiv auch nicht ganz so desillusioniert, zynisch und nihilistisch wie Bogart damals, aber in Grundzügen ist das durchaus vorhanden. Man darf auch nicht vergessen, dass es kein reiner Noir ist, sondern Noir mit Marvelfiguren, von daher passt das eigentlich.

Bist Du erst in diesem Jahrtausend geboren, wirst Du die Serie bestimmt stinklangweilig finden.
Für alle anderen alten Säcke wie mich, die bei Filmen und Serien Qualität vor Quantität stellen: Kucktipp!!! :up:
 
Ich wollte Euch ja nur schnell mal teasern, denn die Serie ist echt geilo!

Also gut - Worum gehts?

"The Boroughs" ist eine exklusive Siedlung für Senioren, in welcher eines Tages Sam, unser Protagonist, von seiner Tochter abgeladen wird. Sam hat vor wenigen Monaten seine Frau durch einen Schlaganfall verloren und hat noch immer Flashbacks, was ihn manchmal an der Realität zweifeln lässt, was es auch nicht so einfach für ihn macht, zu glauben, ob er wirklich gesehen hat, was er da so gesehen hat...
Ich hab mir das mal angesehen da ja neue 'Serien' kaum mehr als 8 Episoden haben. Die Sender meinen wohl, das die Aufsamkeitsspanne der angepeilten Zuschauergruppe nicht mehr für mehr folgen reicht. Ich bin also in 2 Tagen durchgerauscht um mir eine Meinung zu bilden. Das Setting erinnert mich stark an eine Akte-X Folge über eine Gated-Community mit einem Monster .... oder war es eine andere Serie? Jedenfalls keine wirklich neue Idee. Auch andere Elemente dieser Serie scheinen mir irgendwo 'ausgeborgt' zu sein denn es kommt mir so vor das alles schon mal gesehen zu haben. Das kann aber auch daran liegen, dass ich einfach zu viel von dem Zeug sehe.

Handwerklich nicht schlecht gemacht und gut für kurzweilige Unterhaltung. Dass Opfer der Straffung auf 8 Episoden ist das Story-Telling. Irgendwie kommen da einige Protagonisten einfach zu kurz und die Handlung weißt Sprünge auf, die einen denken lassen das hier der Cutter zugeschlagen hat um die Episode in das Zeitfenster zu quetschen.

Wenn an einer Serie das Label 'Mystery' dran klebt müsste ich eigentlich auch schon vor-gewarnt sein was die Handlungsstränge, Hintergründe und Aufklärung derselben angeht. Hier hakt es gewaltig. Will man sich da was offen lassen für eine zweite Staffel? Ohne viel zu spoilern bleibt die Frage, was die 'Monster' sind, woher sie kommen und warum sie da sind. Dazu dieses Fernseh-Flimmern - befinden wir uns in der Matrix? Da wird so einiges rausgehauen aber letztendlich wird der Zuschauer komplett im dunklen stehen gelassen. Das ist unbefriedigend.
 
Ein Trailer aus dem Filme-die-die-Welt-echt-nicht-braucht-Verleih:


Und ich bin mir fast schon sicher, dass es nicht genug Alkohol gibt, dass ich mir den freiwillig ... aber ich will's nicht beschwören ... Gruppenzwang und so. :rolleyes1:




Ein Film dessen Thema ein Hype ist (Angst vor gelben Räumen oder sowas), den ich a) verpasst und b) auch nicht verstanden habe ... keine Ahnung, eher nicht ... aber s.o.





Aber den hier werd ich mir ganz bestimmt geben: :D






das Forum ist doof eingestellt :D
Könnte auch eine Folger von Supernatural gewesen sein. In dieser Siedlung mussten alle Bewohner immer Freundlich sein und wenn nicht kam unerwünschter Besuch.

Meinst Du "Arkadien"? Staffel 6 Episode 15 müsste das sein. Darin ziehen Mulder und Scully als Ehepaar in eine spießige Wohnsiedlung, in der die Bewohner obsessiv freundlich sein müssen und bei Regelverstößen mit dem Tod durch ein Müllmonster (Tulpa) bestraft werden.
 
Da bin ich!

Ich finde ja immer mal wieder eine kleine SciFi-Perle und diesmal ist es "The Last Spark of Hope" (Prime).

Der für rund 250.000 Euro (!) produzierte polnische Film spielt in einer postapokalyptischen, verstrahlten Welt, in der wohl nur ein einziger Mensch, Ewa, überlebt hat. Der Rest ist tot oder zu den Sternen geflohen. So verbringt sie ihre Zeit damit, nach verwertbaren Sachen zu suchen und unterhält sich mit dem Wachroboter "Artur".

Eines Tages akzeptiert Artur das Sicherheitspasswort nicht mehr und - ja, ok, an dieser Stelle erwartet die hollywood-gepeinigte SciFi-Seele das unausweichliche Geballere von Mensch gegen Maschine (nö, das passiert da nicht) - lässt Ewa nicht mehr in die sichere Behausung zurück.

Die polnische Produktion, die mit nur sehr wenig computergenerierten Effekten auskommt (auch Artur ist kein CGI-Robo) besticht durch das kammerspielartige Setting der beiden Protagonisten, sieht in keiner Sekunde billig aus (ganz im Gegenteil) und wirkt wie die hyperdeprimierende Version von WallE.

Davon könnte sich Hollywood eine oder besser gleich zwanzig Scheiben abschneiden.

Kucken lohnt sich auf jeden Fall! :up:
 
Sooo Leute!

Back to Business und zu einem echten Tip!

Ich kuck gerade auf Netflix "Achtsam Morden", eine deutsche Krimiserie über einen gestressten Anwalt, der einen hyperaktiven Gangsterboss vertritt und ob seiner familiären Probleme ein "Achtsamkeits-Seminar", welches ihn gelassener machen soll, besucht an und das ist echt Klasse!

Eigentlich bin ich nicht so der Krimiserienkucker und schon gar nicht aus deutscher Produktion, aber die Serie verdient definitiv unsere Achtsamkeit und wird auch eine Fortsetzung bekommen.

Reinkucken lohnt sich! :up:

Staffel 2 auf Netflix ist raus und immer noch irre irre und irre lustig :)

Auf jeden Fall ein Kucktip!

Achja, worum gehts: Es geht genau da weiter, wo man in Staffel 2 aufgehört hat und unser Anwalt versucht auch weiterhin Achtsamkeit in seinem Leben walten zu lassen. Wenn da nur nicht die Leitung zweier Verbrechersyndikate, der Vorsitz des Elternbeirats im Kindergarten und dieser Gangsterboss, der angekettet im Keller liegt, wären...

:up:
 
Staffel 2 auf Netflix ist raus und immer noch irre irre und irre lustig :)

Auf jeden Fall ein Kucktip!

Achja, worum gehts: Es geht genau da weiter, wo man in Staffel 2 aufgehört hat und unser Anwalt versucht auch weiterhin Achtsamkeit in seinem Leben walten zu lassen. Wenn da nur nicht die Leitung zweier Verbrechersyndikate, der Vorsitz des Elternbeirats im Kindergarten und dieser Gangsterboss, der angekettet im Keller liegt, wären...

:up:

Du hattest mich damals schon bei "deutsch" ... :whistle:
 
Ich hab schon wieder was gefunden!

Diesmal gibt`s die koreanische Produktion "Doomsday Book" (Prime), die vor einiger Zeit noch ohne deutsche Synchronisation verfügbar war, aber nun ein deutschsprachiges Upgrade erhielt.

Worum gehts?

Der Film besteht aus drei von einander unabhängigen Episoden, welche in der nahen Zukunft spielen: In der ersten Episode löst ein weggeworfener fauler Apfel eine Zombie-Epedemie aus, während in der zweiten ein Roboter, der in einem buddhistischen Kloster eingesetzt wird, die Erleuchtung erlangt und im dritten und letzten Teil geht eine Bestellung bei einem intergalaktischem Versandhandel mächtig in die Hose.

Alle drei Teile sind äusserst clever gemacht, eklig (vor allem Teil eins), wirken niemals billig und sprühen vor zynischem Witz und ganz zum Schluss gibt es sogar noch einen Auftritt eines koreanischen Weltstars ;)

Kuckt rein :up:
 
Nach dem phantastischen Sieg der Deutschen Kicker gegen die Fussball-Weltmacht aus dem Land, wo das Isarweizen erfunden wurde, dachte ich mir, ich bleib bei dem Genre und kuck mir doch das Remake der "Red Sonia" an.

Was soll man dazu sagen?

Es war im Grunde genommen so spannend, wie das eben stattfindende Spiel der Spanier gegen die Cap Verden und vor allem platt und flach - im Gegensatz zum Original von 1985, welches mit Brigitte Nielsen zwar immer noch sehr spannungsarm aber keinesfalls platt und flach war!

Und wie wusste die Brigitte mit ... äh... ja, ihren Schwertkünsten zu überzeugen! Die jetzige kann noch nicht mal gescheit mit einem Breitschwert umgehen und verlässt sich auf Messer und Pfeil und Bogen. Aber was soll man schon im Jahr 2026 von einem Remake eines Fantasy-Films aus den 80ern, in welchem die einzigen Stars aufgeblähte Brüste und Muckis waren, erwarten?

Platt und flach... tja... :tumble:
 
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