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Die Gebrüder McCall

DeletedUser25918

,,Ray, stop! Tu das nicht!", rief William seinem großen Bruder Ray zu.
,,Was zum Teufel? Was machst du hier kleiner Bruder?", fragte Thomas, der zweite große Bruder von William.
,,Ray, bitte töte diesen Mann nicht! Du brichst sonst Gottes 5. Gebot! Du darfst nicht töten!"
Darauf entgegnete Ray.
,,Dafür ist es jetzt ein bisschen zu spät, sieh dich doch mal um."
Um sie herum lagen viele leblose Leiber.
,,Du kannst dennoch damit aufhören. Unser Erlöser wurde zusammen mit zwei anderen gekreuzigt. Diese waren auch Mörder und Halsabschneider. Einen jedoch, nahm er mit in den Himmel, weil er Reue gezeigt hat.", erkärte William.
,,Gott hat ihm vergeben?", fragte Ray.
,,Ja!", rief William voller Hoffnung.
,,Einem kaltblütigen Mörder?"
,,Ja!"
Dann erschoss Ray den letzten Überlebenden der Schießerei und sah dabei William in die Augen.
,,Okay. Gut zu wissen." ........

2 Jahre vorher:

15. März 1865

Ray rannte durch die Schützengräben zu seinem Befehlshaber und erstattete Bericht.
,,Sir! Pioniere haben die Festung in die Luft gesprengt, lange können unsere Männer auf der rechten Flanke nicht mehr stand halten!" ,,Okay McCall, schnappen Sie sich drei Männer und unterstützen Sie die Soldaten dort so gut Sie können!"
Er lief mit den auserwählten durch die Gräben, bis sie ihr Ziel erreichten und zur Unterstützung bereit standen.
,,Laden! Anlegen! Feuer! Laden! Feuer! Laden! Feuer! ... Feuer Frei!!", befahl der Captain, der die Verteidigung an der rechten Flanke führte. Sie beschossen die Blauröcke die anstürmten. Ray hatte nicht mehr wie einen Revolver, doch mehr brauchte er auch nicht. Er konnte sehr gut mit dieser Waffe umgehen und traf fast mit allen Kugeln, die er abfeuerte. Nach dem der feindliche Angriff der Yankees abgewehrt wurde, lief Ray in gebückter Position aus den Gräben heraus zu den Zelten, wo er zu Colonel Barnsby ging. Vor dem ersten Zelt, sprach einer der Soldaten verzweifelt.
,,In diesem Zelt ist einer dieser verdammten Blauröcke!"
Ray hob einen zweiten Revolver vom Boden auf, sah nach ob dieser geladen war, drehte sich ins Zelt hinein und verpasste dem Blaurock zwei Kugeln in den Kopf.

Darauf ging er in Barnsbys Zelt und erläuterte.
,,Die Yankees müssen schon längst die Gräben am Fluss eingenommen haben, ansonsten würden sie nicht in solchen Massen auf unsere Verteidigungen einschlagen."
Sargeant O'Donnel, unter den Soldaten als "Arogantes Arschloch" bekannt, gab statt einer sinnvollen Antwort, lieber eine zynische.
,,Was ist los mit ihnen McCall? Schon vergessen, wie man Salutiert?"
Ray seufzte.
,,Sir, ich bitte darum den Gegenangriff auf die Gräben am Fluss führen zu dürfen!"
Dann meldete sich Captain Dawson zu Wort.
,,Ich fürchte das ist nicht möglich McCall. Ich weiß, dass Ihr Bruder den Fluss verteidigt, aber wir werden, aus taktischen Gründen, aus diesem Bereich zurückziehen müssen."
Endlich fing Barnsby an zu reden.
,,Lassen Sie ihn gehen!"
,,Sir?", kam es von Dawson, der nicht recht wusste, was dies zu bedeuten hatte.
,,Wenn er es schaft die Gräben zurückzuerobern, feuere und unterstütze ich mit allem was ich habe!", meinte Barnsby.
Dawson wies Ray an, Corporal Johnson mitzunehmen. ,,Treten Sie denen in den Allerwertesten!"
,,Sir ja Sir!", gab Ray bejahend zur Antwort und wandte sich an Johnson.
,,Corporal, schnappen Sie sich Ihre Männer, wir holen uns die Gräben zurück!"
Johnson salutierte und holte seine Männer. Zusammen gingen sie einen Weg durch den Wald und stopten erst, als sie auf Verbündete Soldaten stießen.

Ray ging zum Oberbefehlshaber, der auf einem Hügel stand und die Schützenlinien beobachtete.
,,Captain! Ich bin beauftragt worden die Gräben entlang des Flusses zurückzuerobern. Wenn wir es schaffen sollten, durch die Schützenlinie der Yankees zu brechen, helfen Sie uns dann?", fragte Ray, doch der Captain antwortete nicht gerade befriedigend.
,,Sind Sie verrückt geworden? Ich riskiere doch nicht das Leben meiner Männer für eine Sache, bei der vermutlich jeder von uns um kommt! Private Dennings, kommen Sie, zeigen Sie ihm mal wo das Ende deren Schützenlinie ist."
,,Haben Sie schon mal versucht die Blauröcke zu flankieren, über diesen Bach dort rechts. Ich könnte es mal versuchen und die Linie dort aufmischen. Sie werden bestimmt bemerken, wenn es funktioniert hat und dann lassen Sie Ihre Männer angreifen.", sprach Ray und konnte unter anderem auch den Captain davon überzeugen, diesen Plan umzusetzen.

Mit seinen zwei Revolvern, schlich er sich, wie besprochen, über den Bach hinter die feindlichen Schützenlinien. Er zielte mit den Revolvern, überlegte sich genau, wo er die Schüsse platzieren würde und begann zu schießen. Sein Kugelhagel zog acht Feinde in den Tod. Als die umliegenden, noch lebenden Yankees bemerkten was geschah, zogen sich diese zurück, doch keiner entkam dem folgenden Angriff der Konföderierten Schützenlinie.
Zusammen mit 20 Männern griffen sie nun die Gräben an, räucherten jeden Meter aus und töten sämtliche Yankees die ihnen in den Weg kamen. Ray suchte dabei noch nach seinem Bruder. Nach und nach fielen immer mehr der Soldaten auf Rays Seite, sogar den Captain erwischte eine Kugel so schwer, dass dieser an der schweren Verletzung erlag. Zu Ende, blieben nur noch Corporal Johnson und drei Männer aus seinem Trupp. Ray fragte, als er an eine Art Kammer kam, ob sich jemand darin befinden würde, dann hörte er.
,,Komm rein und finde es heraus, Yankee Sau!"
,,Thomas!"

,,Sind das alle die übrig geblieben sind?", fragte Thomas nachdem er die drei Soldaten sah.
,,Ja, aber Barnsby schickt bald Verstärkung. Hey, du da! Lauf zurück zum Lager und berichte Barnsby, dass wir die Gräben wieder haben, aber wir auf die Verstärkung dringend angewiesen sind!"
Der Soldat nickte und machte sofort das was ihm gesagt wurde.
,,Verdammt, da kommen diese Bastarde schon wieder!", schrie Thomas und schmiss sich an eine der beiden Gatling Guns, die auf einer Erhebung, geschützt von einer kleinen Holzmauer, standen und rief seinem Bruder entgegen.
,,Ray, schnell, an die andere Gatling!"
 
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Duneman

Offener Anfang mit ein wenig Action. Klingt gut, ist im Moment aber leider noch zu wenig, um ein detailliertes Statement zu geben.
 

DeletedUser13032

... die story kommt mir bekannt vor :p aber ist mal interessant das ganze geschrieben zu sehen als selbst zu spielen. schau dass du die wörtliche rede etwas umstrukturierst. wenn du immer schreibst x sagt, y erwiedert, z meint dazu ... usw das nagt etwas beim lesefluss :)
 

DeletedUser25918

Jap, ich will die Call of Juarez Bound in Blood story etwas in meine eigene einbringen, das heißt, ich werde auch einiges an der Hauptstory verändern :)

Danke für den Tipp, ich werd beim nächsten Beitrag drauf achten, das ich ein paar andere Worte finde, wo "sagte, rief und fragte" ersetzen. Die Geschichte geht ja noch weiter :) daher wünsch ich euch im voraus schon viel Spaß beim weiterlesen, sobald der weitere Beitrag draußen ist :)
 

DeletedUser25918

Ray sprang hinter die andere Gatling, während die anderen drei Begleiter mit ihren Gewehren auf die Feinde feuerten. Wenn sie die Brücke sprengen würden, über die die feindlichen Angreifer kamen, könnten sie es schaffen die Gräben auf dauer zu halten, überlegte sich Thomas, während er zusammen mit seinem Bruder, den Feinden zeigte, was es hieß, unter Beschuss zu sein. Nachdem schon viele Blauröcke den Gatlings zum Opfer gefallen waren, zogen sich die restlichen Yankees an ihr Ufer, jenseits der Brücke, zurück und bezogen dort Stellung. Die beiden Brüder gingen von den Gatlings weg, bückten sich hinunter und fuhren fort mit ihrem Gespräch, Thomas begann.
,,Wir müssen die Brücke sprengen! Die Frage ist nur wie?"
,,Ich habe da eine Idee, allerdings führt uns diese in die Teile des Grabens, die wir noch nicht zurückerobert haben. Wenn wir hier nach rechts, tiefer in den Graben gehen, kommen wir an die Kanonenstellungen! Von dort aus, können wir schließlich die Deckung der Felsen nutzen, die haufenweise am Strand stehen und zur Brücke laufen. Darauf bringen wir das TNT an und dann dürcken wir den Zünder runter.", erläuterte Ray schnell und ausführlich. Thomas stimmte dem Plan mit einem einfachen nicken zu. Danach, lief Ray zusammen mit Corporal Johnson die Gräben entlang. Thomas blieb mit den zwei anderen Soldaten an der alten Position stehen und beschoss das andere Flussufer, um es so aussehen zu lassen, als ob sie immernoch hier wären und ihnen weiterhin einheizen würden.

Es waren überraschend wenige Blauröcke in den letzten Bereichen des Grabens. Erst bei den Artilleriestellungen stießen sie auf starken Widerstand. Johnson traf eine Kugel im Hals. Ray sah diesen entgeistert an. Als es zu Ende ging, hob Johnson seinen Arm mit offener Hand, in Richtung Ray nach oben, dann sank der Arm zu Boden und Ray war sofort klar, dass Johnson nun tot war. Johnson lag mit offenen Augen und einem leeren Blick auf dem Boden und Ray konnte diesen Anblick nicht ertragen. Er fuhr mit seiner linken Hand von Johnsons Stirn aus, bis zu seinem Kinn hinunter um so die Augen zu schließen. Dann packte ihn die Wut, und er zog seine Revolver rasend schnell und eröffnete das Feuer auf die Yanks. Es dauerte ein wenig, doch irgendwann erschoss er auch den letzten dieser Hunde. Er ging darauf langsam voran und sah sich mit Schussbereiten Waffen um, ob jemand noch da wäre, doch es war alles ruhig und es bewegte sich keiner mehr. So ging er hinter einem Holzwall in Deckung und spähte zum anderen Ufer, da bemerkte er das die Feinde auf Floßen, versuchten den Fluss zu überqueren.
,,Gut, dann eben an die Kanone. Die werden hier nicht einen Fuß mehr auf unsere Seite setzen!", dachte Ray bei sich.
Er lud die Kanone und feuerte auf die Floße. Es waren ungefähr sieben von denen im Fluss, mit jeweils fünf Leuten bemannt. Fünf von ihnen konnte er direkt treffen, ein Floß kippte um, sodass die fünf Männer die auf dem saßen zum Ufer schwimmen mussten. Das letzte Floß konnte Ray nicht erwischen, so waren zehn Blauröcke doch noch ans Ufer gekommen. Er ging von der Kanone weg, zog seine zwei Revolver aus ihren Holstern, sah nochmal nach ob diese geladen waren. Es fehlten ein paar Patronen. Diese lud er sogleich nach. Als die Yankees in sicherer Entfernung waren, schoss er wie schon einmal seine Revolver komplett leer. Diesmal erwischte er jedoch alle auf einmal. Da bekam sogar er selber große Augen. Alle Kugeln trafen ihre Ziele, es war wie von Geisterhand gemacht.

Er schüttelte kurz seinen Kopf, um wieder klare Gedanken zu kriegen. Er griff sich das TNT und lief weiter zur Brücke. Hin und wieder zischte ein Projektil an ihm vorbei. Er ging hinter einem Felsen in Deckung und bereitete den Zünder vor, dann rannte er los unter die Brücke. In diesem moment schrie Thomas.
,,Gebt ihm Feuerschutz!" Einer der Soldaten sprang gleich danach direkt an eine der Gatlings und schloss das andere Ufer in ein Dauerfeuer ein. Dabei brüllte er wie ein wilder Bär, bis er erschossen wurde. Doch seine Aufopferung war wohl auch die Rettung für Ray, der so ungestört das TNT an den Brückenpfählen anbringen konnte. Er rannte zurück zum Zünder, zündete das TNT und die Brücke fiel in sich zusammen. Thomas kam herunter zu Ray und sprach mit dankender Stimme.
,,Bravo Ray, du hast es geschaft! Sie ziehen sich zurück."

Thomas und Ray rannten sofort zurück in den Graben und suchten Deckung, weil Artilleriefeuer einsetzte. Als der letzte Soldat über den Grabenrand spähte, um nachzusehen ob jemand kommen würde, schlug eine Kugel genau auf der Position ein, auf der er stand und er war sofort tot. Die Brüder waren nun ganz alleine und warteten ungeduldig auf die Verstärkung, da ertönte die Stimme von Thomas.
,,Sieh doch, da kommt O'Donnel."
,,Ja, aber er kommt ja alleine.", entgegnete Ray mit einem zornigen Gesichtsausdruck. Dann fing O'Donnel an zu reden.
,,Es wird keine Verstärkung geben. Wir werden uns zurückziehen."
,,Aber, wir haben die Gräben gehalten." Ray wurde immer zorniger.
,,Wir müssen die Nachschublinien in Atlanta verstärken, ansonsten verlieren wir den Staat im Handumdrehen."
,,Wir bleiben hier.", sagte Ray entschlossen, doch O'Donnel darauf.
,,Das nenne ich Befehlsverweigerung! Wir können Sie dafür hängen lassen!"
Thomas und Ray zogen jeweils einen Revolver und hielten sie ihm direkt an den Kopf. Dann sprach Thomas weiter.
,,Sagen sie Barnsby, dass wir nicht mitkommen werden und das wir die Gräben gehalten haben!"

Warum die zwei so reagierten. Der Grund dafür war, dass die Existenz ihrer Farm davon abhing, ob dieser Fluss gehalten wird oder nicht. Da dies nicht mehr der Fall sein würde, wenn die Konföderierten Truppen erstmal weg waren, mussten sie so schnell wie möglich zu ihrer Farm zurück. Sie mussten dafür aber auch einen sehr langen Umweg nehmen, um nicht in die Hände der Yanks zu geraten oder der, der Konföderation, denn ab jetzt waren sie Desserteure und in den Augen der Blauröcke, immer noch Feinde.
 
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DeletedUser25918

Inzwischen bei Colonel Barnsby, meldete O'Donnel bereits die dessertion aus der Armee von den zwei Brüdern. ,,Diese Narren! Ich will sie hängen sehen! Alle beide! Wegen Männern wie ihnen, musste Atlanta bluten!", fluchte Barnsby vor sich hin. Captain Dawson fuhr ihm dennoch dazwischen. ,,Sir! Bei allem Respekt, aber diese Männer, haben es geschaft mit den wenigsten an Männern die man haben kann, die Yankees zurück über den Fluss zu treiben und sie sogar zum Rückzug zu zwingen! Ich sehe das eher so, dass Sie, Ihr Wort gebrochen haben!" Barnsbys Blick wurde zorniger. ,,Raus! Raus hier aus diesem Zelt bevor ich mich vergesse Dawson! Sie vergessen glaube ich, mit wem Sie sprechen! Die Mc'Calls werden hängen, dafür werde ich sorgen!"

Bei Thomas und Ray verlief der Weg zurück zur Farm recht ruhig und ohne Vorkommnisse. Als sie ankamen, sah die Farm so aus als wäre ein Tornado darüber gezogen. Der Tornado nannte sich Nordstaatler. ,,Was ist nur aus unserer Farm geworden Thomas?" ,,Ich habe keine Ahnung, ich hoffe nur, dass Mutter noch lebt!" Nach dem kurzen Wortwechsel, gingen sie die letzten paar Meter zur Türe und schoben sie auf. ,,William? Mutter?" Ray rief sie noch ein paar mal, bis plötzlich William aus dem oberen Schlafzimmer herausgedonnert kam und Ray und Thomas heraufbat.

Ihre Mutter, lag völlig verschwitzt und erschöpft im Bett und es würde wohl nicht mehr lange dauern. Thomas lehnte sich mit einer Hand an der Wand an, während Ray, William und ihrer Mutter, erzählte was alles passiert sei in den letzten paar Tagen. William erschrak besonders, als er sagte, dass sie Desserteure seien. ,,Herr Jesus Christus, sag dass das nicht wahr ist!", klagte William, aber irgendwo konnte er auch verstehen warum sie so gehandelt hatten. ,,Und was nun?", fragte William vor lauter Neugier. ,,Wir werden fliehen müssen. In Atlanta können wir nicht bleiben. Wir gehen am besten nach Arkansas. Dort gibt es eine Stadt, El Dorado. Eine Gesetzlose Stadt, hat zwar einen Marshall, aber die Stadt ist und bleibt ein Zufluchtsort für Landstreicher und Verbrecher.", erklärte Thomas. William nickte und im selben Moment, fing die Mutter mit schwächelnder Stimme an zu reden. ,,Meine Jungs...wenn ihr geht, dann versprecht mir...eines! Ihr werdet diese Farm...wieder aufbauen. Euer Vater...hat sie mit vielen Mühen...und Kosten aufgebaut." Alle haben diese Worte ernst genommen. Sie waren fest entschlossen, irgendwann wieder hier her zu kommen und die Farm wieder aufzubauen. Eines war aber Thomas, wie auch Ray ganz klar, solange Barnsby am Leben sein würde, würden auch sie keine Ruhe finden.
 

DeletedUser25918

Am 9. April, 1865 kapitulierte die Konföderation, bei Appomattox. Der Krieg war zu Ende, doch nicht für die drei Brüder. Ihr Vater starb während des Krieges in einer Schützenlinie, deren Mutter an einer tödlichen Krankheit. Sie mussten sich wegen des Krieges von vielen Sachen trennen, die ihnen wichtig waren. Dieser Umstand sorgte für eine beunruhigende Veränderung bei Thomas und Ray. Aus ihnen wurden brutale Männer, die sich nahmen was sie wollten, ohne jeden Skrupel.

Sie zogen nach El Dorado, wie besprochen. Dort war es so, wie es Thomas beschrieben hatte, es war ein Ort wo niemand Fragen stellte. Es hing zwar ein Streckbrief mit ihren Gesichtern vor der Bank und ein weiterer hing vor dem Saloon. Die Brüder standen vor dem Saloon und Ray riss das Plakat runter worauf sie ihr Bild ansahen. ,,Mann, die haben ja nicht mal annähernd die Form meiner Nase hingekriegt!", jammerte Thomas mit einem schäbigen Grinsen im Gesicht. William schüttelte nur genervt den Kopf und sah über die Straße. Darauf ging er in den Saloon. Währenddessen zerknüllte Ray den Steckbrief und warf ihn ins Trinkwasser der Pferde und gleich danach gingen Thomas und Ray auch in den Saloon. Im Saloon wurden sie gleich schief angeguckt. Alle wussten vermutlich wer sie waren. ,,Was gibt's denn da zu glotzen?!", warf Ray in den Raum und die umliegenden Personen wandten sich wieder ihren Gesprächen zu. Der Mann am Klavier spielte wieder und Thomas und Ray gingen vor zum Tresen und bestellten sich jeweils einen Whiskey.

Draußen fing es kräftig an zu regnen, eigentlich sehr ungewöhnlich für diesen Ort. Ohne Vorwarnung stand plötzlich jemand von einem der Tische auf und ging zu den Brüdern. ,,Ihr seit also die Desserteure aus der Konföderation?", fragte der Mann ungehemmt. Ray hob die rechte Augenbraue, William sah besorgt auf seine Brüder und Thomas lachte kurz. ,,Hast du unser nettes Bild etwa gesehen?", sprach Thomas. Der Mann bestellte sich kurz darauf auch einen Whiskey und trank ihn gleich aus. Dann, brüllte er durch den Saloon. ,,Das sind sie Männer!" Die drei Brüder sprangen sofort hinter den Tresen und alle Männer die an den Tischen saßen schossen nun aus ihren Revolvern auf den Tresen. Ray meckerte kurz. ,,Gute Idee mit El Dorado, Thomas! Musstest du gleich sagen wer wir sind?!" Thomas seufzte nur und zog aus seiner Tasche eine Dynamit stange und ein Streichholz. ,,Von wo hast du das Dynamit her?", fragte William und Thomas antwortete in einem kurzen Satz. ,,Kleines Andenken aus Antietam!" Er zündete das Dynamit an und wartete ein paar Sekunden. Er wollte so lange warten, bis die Lunte fast herunter gebrannt ist, damit es die Kerle die auf sie schossen nicht zurückwerfen konnten. Als es so weit war, flog die Stange auch schon über den Tresen und explodierte sofort nachdem sie aufkam. Aus den ganzen Schüssen wurde nun schmerzvolles Gestöhne. Dabei wurden auch Öllampen zerstört und der Saloon fing beim Eingang an zu brennen. ,,William, Thomas, wir müssen die Treppe rauf und einen Ausweg aus dem Saloon finden.", schlug Ray vor und die anderen zwei nickten. William stürmte voran zur Treppe und Thomas zielte mit seinem Revolver in Richtung der Gegner. Ray erschoss den Kerl, der sie gefragt hatte, ob sie die Desserteure seien und danach folgte er den anderen zweien.

Im oberen Stockwerk trat Ray eine Tür ein. Im Zimmer hinter der Tür, stand eine verängstigte Frau die weinte. Ray ging zum Fenster und schob es auf. Von Thomas konnte man hören, wie er zur Frau sagte. ,,Keine Angst Süße, er will nur spielen." In der Zwischenzeit stieg Ray aus dem Fenster und William und Thomas hinterher. Sie entdeckten eine Postkutsche. Das war die perfekte Gelegenheit für sie aus der Stadt abzuhauen. Zuvor, gingen sie aber zum Büchsenmacher, den sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdeckten. Thomas und Ray stürmten durch die Tür herein, erschossen den Mann hinterm Tresen und nahmen das Geld aus der Kasse und packten Munition und Waffen ein. Thomas nahm sich ein Gewehr vom Tisch und die dazugehörende Muntion. Ray warf seine zwei verrosteten Revolver in die Ecke und nahm sich zwei silberne Colts vom Tisch, die dem Anschein nach noch nie benutzt wurden, da sie so sauber waren und so glänzten und dazu noch sehr gut in Schuss waren. William kam erst jetzt ins Haus und sah die Leiche des Verkäufers. ,,Warum habt ihr ihn getötet? Seit ihr jetzt vollkommen durchgedreht?!", schrie er und fluchte er. Ray gab dennoch nur eine gelassene Antwort. ,,Nicht fluchen, kleiner Bruder! Gott sieht und hört alles." ,,Genau das tut er auch und wenn ihr weiter so derartig sinnlos mordet, dann werdet ihr zur Hölle fahren!" Ray und Thomas lachten nun beide. Thomas entgegnete den Worten von William. ,,Böse Jungs kommen in die Hölle, aber wir nicht, wir haben dort Hausverbot. Und jetzt ab zur Kutsche, wir müssen die Waffen und die Munition einladen und dann verschwinden wir von hier." Ray lachte. Ihn interessierte nichts mehr und Thomas genauso wenig. Sie verstanden nur noch die Sprache der Waffen, Explosionen und im allgemeinen nur noch die Sprache des Krieges.

Sie plünderten sämtliche Waffen und die ganze Munition aus dem Laden des Büchsenmachers und luden es in die Kutsche. Ohne große Gegenwehr mehr, konnten sie dann die Stadt verlassen, diesmal, ging es nach Texas. In die Stadt, Armadillo. Was sie nicht wussten ist, dass ihnen einer der gefährlichsten Kopfgeldjäger auf den Fersen war.
 

DeletedUser25918

Nichts ahnend, was ihnen bevor stand, ritten die drei Brüder nach Armadillo. Ihre Kutsche war voll beladen mit Waffen und Munition. Das war sozusagen ihre Lebensversicherung.

Sie konnten das Rauschen eines Flusses vernehmen. Nach einer weiteren Meile, sahen sie schließlich auch den Fluss und eine Brücke, die sie anschließend überquerten. Nun waren sie nicht mehr weit weg, Armadillo lag nicht weit von ihrer Position entfernt. ,,Was wollt ihr eigentlich mit den ganzen Waffen hier in der Kutsche machen? Das fällt doch auf, wenn wir mit einer beladenen Kutsche durch die Stadt fahren, die voll mit Dynamit und anderen Waffen ist.", wandte William ein. Hierauf, erklärte Ray seinen Plan. ,,In Armadillo gibt es eine Bank mit ungefähr 100.000 $ im Tresor. Einfach perfekt für uns. Wir sprengen mit dem Dynamit den Saloon, dann werden die Einwohner schon mal zu tun haben und wir, nehmen in der Zeit die Bank aus und fliehen mit der Kutsche aus der Stadt." William war so schockiert über den Plan, dass er nichts mehr sagen konnte. ,,Es ist nicht mehr weit, ich kann Silhouetten der Häuser erkennen! Wir warten bis tief in die Nacht, bevor wir unseren Plan in die Wirklichkeit umsetzen.", entwich es Thomas.

Einige Minuten danach, waren sie kurz vor der Stadt. Es war bereits Abend und es wurde dunkler. Sie stellten ihre Kutsche hinter das Bestattergebäude, das neben der Bank stand. Thomas weckte William aus dem Schlaf und zog ihn aus der Kutsche. Ray packte sich inzwischen so viele Dynamitstangen ein wie es nur ging und diesem Beispiel folgte danach auch Thomas. William versuchte nebenbei seine zwei Brüder umzustimmen. ,,Das ist Gottlos was ihr da vor habt! Unglaublich, dass ich euch, meine Brüder nennen muss! Wenn ihr den Saloon sprengt, werden viele Menschen dabei sterben! Unschuldige!" Ray spuckte verächtlich aus und sein Blick wurde ernst. William ließ ihn aber nicht anfangen zu reden, sondern ergänzte zu seinen vorherigen Worten noch etwas dazu. ,,Wir wollten doch unsere Farm wieder aufbauen! Doch stattdessen wollt ihr Banken überfallen!" ,,Hör zu William! Mit dem Geld was wir durch den Überfall kriegen, können wir das Kopfgeld bezahlen, das auf uns ausgesetzt ist und unsere Farm wieder aufbauen!", erläuterte Ray, doch William akzeptierte dies nicht. ,,Aber nicht auf kosten Unschuldiger!" Ray seufzte und dann fuhr Thomas in das Gespräch. ,,Könntet ihr bitte etwas leiser sein! Wir wollen die Leute hier ja nicht aufwecken, sonst können wir unseren Plan gleich vergessen!" ,,Okay Thomas, wir machen eine kleine Planänderung, dass William sich nicht noch in die Hose macht. Wir jagen den Stall hinter dem Bücksenmacher auf der anderen Straßenseite in die Luft.", entschied Ray aus kurzer Hand und Thomas schien es auch mehr zu gefallen. Er machte sich gleich an die Arbeit, legte in alle Ecken Dynamit. Er verband die Lunten miteinander und zog sie einige Meter aus dem Stall heraus. Dann blickte er kurz um sich und zog ein Streichholz aus seiner Hosentasche heraus, zündete es an und anschließend zündete er damit die zusammengebundene Lunte an. Sie war lange genug, so hatte Thomas genug Zeit um schnell zurück zur Kutsche zu kommen. Ein paar Sekunden nachdem er ankam, explodierte der Stall. Teile flogen durch die Luft und in allen Häusern ging das Licht an und auf den Straßen tummelten sich Menschen. Viele Männer gingen mit Eimern zum Brunnen, der Unweit vom Stall stand und sie versuchten die brennenden überreste zu löschen, doch das war gar nicht so einfach, denn brennende Holzteile landeten auch auf ein paar Dächern.

Thomas und Ray schlichen sich nun zur Hintertür von der Bank. William blieb bei der Kutsche und sah sich das Treiben gegenüber von der Straße an. Im selben Moment trat Ray die Hintertür ein und die zwei Brüder stürmten hinein. Auf einem Schreibtisch lag ein Schlüsselbund, den sie sich sofort griffen und womit sie sich dann Zugang zur Zelle verschaften, in der das Geld gelagert war. ,,Gut, im Lager wären wir dann, doch weißt du die Kombination von diesem Safe?", fragte Thomas. Ray antwortete nicht mit Worten, sondern er schoss einfach das Schloss des Safes auf. ,,So, bedien dich!", witzelte Ray ein wenig und diese Worte, ließ sich Thomas nicht zweimal sagen. Sie räumten das Geld aus dem Safe und den Fächern, in denen weitere Säcke voll Geld waren, aus und luden es darauf in die Kutsche ein. Keiner bemerkte sie. Wäre auch ein Wunder gewesen wenn, schließlich ist ja auch der Stall in die Luft geflogen. Thomas und Ray freuten sich wie kleine Kinder. Sie stiegen auf die Kutsche und Thomas rief dann mit einem lauteren Geflüster, William. ,,William, komm sofort in die Kutsche, wir müssen hier weg!" Er kam sofort aus der Gasse gerannt und sprang in die Kutsche. Dann fuhren sie los, weiter in das Innere von Texas. Sie steurten Plainview an. Dieser Ort war auch so eine Art Schlupfwinkel für Gesetzlose. Außerdem hatten Ray und Thomas dort noch einen Kollegen aus dem Krieg, der ihnen noch einen Gefallen schuldig war.

Am nächsten Morgen in Armadillo.

Ein Mann in einem schwarzen Mantel und mit einem schwarzen Hut kam in die Stadt und sah noch leichte Rauchschwaden aufsteigen. Er stieg vor dem Saloon von seinem Pferd und band es an, darauf ging er zum gesprengten Stall. ,,Was ist hier passiert?", fragte der Mann einen der Deputys. Der Deputy antwortete. ,,Der Stall ist mitten in der Nacht in die Luft geflogen und während der Löscharbeiten hat irgendjemand unsere Bank ausgeräumt.", erklärte der Deputy und fragte dann den Mann. ,,Wie heißen Sie?" ,,Mein Name ist Drake Cantrell.", erwiderte er und zündete sich eine Zigarette an und zog einmal kräftig an ihr. ,,Also, Mr. Cantrell, aus irgendeinem Grund scheint Sie der Vorfall ja zu interessieren, deshalb würde ich Ihnen gerne etwas zeigen.", sprach der Deputy und führte Drake zu einer verkohlten Box, die, bevor sie abgebrannt wäre, noch gelöscht werden konnte. Er öffnete sie und was Drake darin vorfand war ekelhaft genug, dass er sein Gesicht angewiedert verzog. Es waren zwei Leichen darin. Vermutlich wegen der Explosion und durch die anschließende Hitze des Feuers gestorben. ,,Oh, Verflucht, die wurden doppelt gebacken!", sprach Drake. Der Deputy nickte und fragte sich vermutlich, wer für dieses schwere Verbrechen verantwortlich sein könnte. Drake wusste es bereits, denn er verfolgte sie schon seitdem sie aus El Dorado geflohen sind.
 
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DeletedUser25918

Ich schrieb, das der Vater in einer Schützenlinie starb und deren Mutter an einer tödlichen Krankheit.

Ich habe im vorletzten Beitrag einen satz vergessen fertig zu schreiben. Das weiß ich selbst, aber es jetzt noch zu ändern wäre eigentlich zu spät.

Ich weiß aber nicht was an dem zitierten Satz falsch sein soll. :)
 

stam1994

Wildwest-Legende
Ehem. Teammitglied
"deren" bezieht sich auf die Schusslinie, wenn man es missversteht. Der Satz ist also ein wenig verknotet und unklar.
 

Jigelp

Wildwest-Legende
The-West Team
Gibt es Plainview nicht auch in Red Dead Redemption? Ist das Absicht, oder heißen die Städte bei Call of Juarez wirklich so?
 

DeletedUser25918

Ah, jetzt versteh ich was ihr meint, okay, werd in Zukunft mehr drauf achten. Außerdem fangen auch ein paar Freunde von mir an mit zu schreiben :)

Plainview gibts in Red dead Redemption, nicht in Call of Juarez. In echt gibt es die Stadt aber auch. Im Norden von Texas.

Ich hab nur den Anfang von Call of Juarez in meine Geschichte einlaufen lassen, der rest ist frei erfunden. Ich könnt aber auch, wenn ihr wollt die richtige Call of Juarez Story, von Anfang an bis zum Ende ausschreiben.
 

DeletedUser25918

Die Brüder hatten einen häuprigen Weg. Die Kutsche wurde durch die Steinwüste durch die sie fuhren, ziemlich durchgerüttelt. Diese Fahrt war eine, die man unter unbequem verstand. ,,Könntet ihr mir nochmal erklären, warum wir den Weg durch die Wüste nehmen mussten? Ich möchte nur sagen, dass es eine schlechte Idee war.", nörgelte William. Thomas seufzte und schüttelte den Kopf. Anschließend flüsterte er Ray etwas ins Ohr. ,,Er geht mir richtig auf die Eier. Alle 5 Minuten hat er irgendetwas neues, worauf er herummeckern kann!" Ray kommentierte das nicht und konzentrierte sich weiter auf den Weg. Thomas spähte in der Zwischenzeit nach hinten über die Kutsche und sah wie sich ein Reiter näherte. ,,Ray, da kommt jemand!", berichtete er ihm sofort.

Eine Halbe Meile weiter, holte sie schließlich der Reiter ein. Es war Drake, doch das wussten die drei Brüder nicht. Im vorbeireiten schaute Drake direkt in die Kutsche und er wusste sofort, dass die drei, diejenigen waren die er gesucht hatte. Er ritt in vollem Tempo weiter nach Plainview, da er erwartete, dass William, Ray und Thomas dort hin kommen würden.

Am späten Nachmittag kam Drake in Plainview an. Das erste was er tat, war sich seine Feldflasche mit Wasser zu füllen und sich gleich einen ordentlichen Schluck davon zu genehmigen. Darauf ging er in den örtlichen Saloon und stieg in einer Pokerrunde ein. Diese Runde schien aber nicht gerade fair abzulaufen. Der rechte Sitznachbar von Drake, griff am Anfang von jeder Runde unter den Tisch. Nach dem vierten Mal, reichte es Drake dann völlig und er sprach eine Drohung aus. ,,Fass noch einmal, unter den Tisch und ich leg dich um!" Der Sitznachbar lachte nur und erwiderte unbeeindruckt. ,,Wir können es von mir aus auch sofort regeln! Von einem Möchtegern Revolverhelden lasse ich mir doch nichts sagen! Und außerdem, wenn du Tod auf der Straße liegst, müssen wir dich in dieser Pokerrunde nicht mehr ertragen." Drake nickte und beide standen gleichzeitig auf und gingen aus dem Saloon hinaus auf die Straße. Sie stellten sich ungefähr 20 Meter voneinander entfernt auf. Drake sah hoch zur Kirchenuhr und beobachtete, dass es noch zwei Minuten bis 8 Uhr Abends dauern würde. Dann schlug er seinem Rivalen der ihm gegenüber stand vor. ,,Sieh mal nach oben zur Kirchenuhr. Sobald der Zeiger auf 8 Uhr schlägt - ziehen wir." Sein Rivale bejahte den Vorschlag und so warteten sie die paar Minuten bevor sie zogen. In der Zwischenzeit, kamen auch die drei Brüder in die Stadt. Gerade rechtzeitig, um das Duell noch mit anzusehen.

Der Zeiger schlug auf 8 Uhr und Drake zog blitzschnell seinen Revolver aus dem Holster und verpasste seinem Rivalen eine Kugel direkt durchs Herz. Er fiel Tod um und lag nun leblos da. Die Schaulustigen gingen zur Leiche und plünderten sie, in der Hoffnung etwas nützliches zu finden, oder aus dem was sie finden etwas nützliches zu machen.
Drake ging zurück in den Saloon, allerdings wollte er kein Poker mehr spielen. Er setzte sich an einen Tisch und ließ es sich mit einer Flasche Whiskey gut gehen. Ray und Thomas stellten die Kutsche hinter dem Saloon ab und danach gingen sie in den Saloon zum Barkeeper. Er war der Mann, der ihnen noch einen Gefallen, aus dem Krieg, schuldig war. ,,Gott steh uns bei! Die McCalls!", begrüßte der Barkeeper Ray und Thomas und reichte ihnen die Hand. ,,Darf ich euch etwas zu trinken anbieten? Geht aufs Haus!", fragte er voller Freude, doch den zwei Brüdern war nicht nach trinken zumute. Thomas fing leise an zu reden. ,,Clay, wir wollen das du uns einen Gefallen tust. Wir haben die Bank in Armadillo ausgeraubt und wollen nun einen Teil des Geldes, bis auf 1.000 $ bei dir hier verstecken." Clay, der Barkeeper, antwortete im gleichen Ton. ,,Alles klar, bringt das Geld hier rein. Ich werde es runter in den Keller tragen und dort verstecken." Die beiden bedankten sich. Sie bemerkten aber immernoch nicht, dass Drake nichteinmal 5 Meter von ihnen entfernt saß und alles mitgehört hatte, was sie besprachen.

William kam nun auch in den Saloon. Er bat Clay um ein Zimmer in dem die drei McCalls nächtigen konnten. Clay ging sofort die Treppen hoch und richtete ein Zimmer her. Währenddessen setzten sich die drei an einen freien Tisch, wo sie noch etwas aßen und tranken.
 
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John Taggart

Wenn du ein einfacher Farmer in irgendeinem Staat bist, dann wirst du in Texas ein reicher Mann sein. Und wenn du ein reicher Mann in den anderen Staaten warst, dann wirst du in Texas ein armer Bettler sein. Genau diese Erkenntnis hat John Taggarts Vater damals nach Texas gebracht. Gerade diesen Ort, da wo sich Puma und Kaninchen nichts vor Machen. Der wohl schlechteste Ort reich zu werden. Wenn man nicht gerade nach Gold oder Öl grub und damit Erfolg hatte oder ein Geschäft führte, wo es um Schienen und Eisenbahn ging, war man hier so gut wie im Arsch. Genau dieser Gedanke schoss John Taggart immer durch den Kopf. Zum ersten Mal hatte er diesen Gedanken mit zehn Jahren. Und nun war er schon Dreißig Jahre. Er musste mit ansehen, wie sein Vater von den Coushatta getötet wurde. Er sah, wie sie ihm den Skalp abgeschnitten haben. Er war erst zwölf Jahre alt und konnte nichts tun. Als sie ihn entdeckt haben, ließen sie ihn laufen. Er war ein Kind und sie hatten Mitleid, da sie wohl selber Väter von Söhnen und Töchtern waren. Taggarts Vater hatte eine Farm und vierzig Rinder. Und nachdem er getötet wurde, konnte John und seine Mutter die Farm nicht mehr halten. Seine Mutter hieß Anna Taggart. Sie musste das Land verkaufen und sie zogen nach Contention. Dort gab es eine Bahnstation. Seine Mutter heiratet 2 Jahre nachdem Tod ihres Mannes einen Bänker. Der Name des Mannes war Peter Evans. Mit Peter konnte sich Taggart nie vertragen und deshalb verließ Taggart seine Mutter mit fünfzehn Jahren. Der Bänker wollte aus John einen geschmierten Mann machen. Er wollte die Vaterrolle übernehmen, doch John braucht ihn nicht als Vater. John reiste bis nach Bisbee und dort fing er bei einem Büchsenmacher an. Dieser lehrte in viel über Revolver und Gewehre. Wie diese zusammengesetzt wurden, wie sie am besten zu reinigen waren und er brachte ihm bei, richtig zu schießen. John verdiente nicht viel aber er versuchte so viel er konnte zu sparen. Mit 20 Jahren trennten sich dann die Wege der beiden und John kehrte nach Contention zurück. Dort hatte er erfahren, dass Peter Evans seine Mutter zur Prostitution gezwungen hatte und sie sei dann an einer Krankheit gestorben. John Taggart suchte Peter Evans und fand ihn in Amarillo, das im Norden von Texas lag. Dort erstach er Evans und seine neue Frau mit einem Fleischermesser. Er klaute alle Dinge, die Wert versprachen und floh eine Zeit nach Vega, um dort unterzutauchen. Nachdem einige Monate vergangen waren, verkaufte John alle Wertsachen. Er hatte nun ein Ersparnis von 600 Dollar. Er kaufte sich ein Pferd und nahm Gelegenheitsarbeiten an bei Farmern und Jägern. Zudem hatte er mehrmals Postkutschen bewacht. Im ging es gut aber war nicht sesshaft. Mit 23 hatte er dann einen anderen Weg eingeschlagen. Er hatte in Amarillo die Chance angenommen, bei einem berühmten Banditen namens Charlie Prince mit einzusteigen. Die beiden haben sich beim Pokerspielen kennengelernt. Charlie Prince hatte ihm überzeugt, welch Reichtum auf ihn warten würde und da Taggart nicht immer viel Arbeit fand, nahm er die Chance wahr. John war dafür bekannt, kein Skrupel zu kennen und vor keiner Auseinandersetzung, sei es blutig oder nicht, zurückzutreten. Zu dem strahlte John eine Willenskraft aus, die Prince beeindruckte. Anstatt nun Postkutschen zu bewachen oder Farmer zu helfen die Kühe zu hüten, überfiel er nun Postkutschen und Farmer und erleichterte sie um ihr Geld. Anfangs war der Einstieg in der Bande schwer, doch nach mehr Überfällen konnte sich Taggart beweisen und erntete den Respekt der anderen. 8 Jahre lang war er stets mit einem Bein im Knast, aber immer wieder konnte er und seine Kameraden fliehen und das mit fetter Beute. Er lebte gut. Konnte sich den teuersten Whiskey leisten, die besten Zimmer und brauchte keine Hure bezahlen, denn die Frauen haben sich meist freiwillig hingegeben. Er und Prince waren unschlagbar. Sie fanden aus jeder Situation einen Ausweg. Sie konnten jeden Kopfgeldjäger beseitigen.

Doch sein Leben sollte sich nun ändern. Es war klar, Prince wollte das Taggart die Bande übernimmt, sollte er sterben, doch da waren einige gegen. Und die, die Prince Entscheidung akzeptierten, wurden einfach umgestimmt von einem Mann namens Crawley der verruchter war, als viele andere. Man hatte Prince aus dem Hinterhalt nun zwei Kopfschüsse gegeben. Die Schüsse folgten schnell und hallten über die Ebenen. „Bist du nicht ganz dicht du Volltrottel? Wir wollten das Messer nehmen!“, meckerte Byron. Byron war mittelgroß und hatte blaue Augen und kurze blonde Haaren. Crawley schaute ihn an und schüttelte nur den Kopf. „Halt einfach die Klappe und seh zu, dass du die Leiche wegschaffst. Ich kümmere mich um Taggart“, wies Crawley ihn an und steckte seine Schofield zurück in den Holster. Man hatte gewartet, bis Prince außerhalb des Lagers sein würde, um auszutreten. Dann hatte man ihn einfach von hinten erschossen. Abgesprochen wurde, das Prince durch das Messer stirbt doch Crawley hatte immer das getan, was er wollte. Wahrscheinlich wäre Taggart nun gewarnt aber das war ihm egal. Er würde Taggart so oder so kriegen, dass hatte er sich selber versprochen. Die Bande bestand aus Zehn Mann. Sechs waren im Lager, der Rest war in der nähe von Plainview um dort nach möglichen Bahnüberfall zu suchen. Crawley und Byron hatten sich kurze Zeit nach Prince verschwinden von dem Lager entfernt. Nur Tommy, ein kleiner, dicklicher Kerl und Ben, groß, drahtig gebaut und mit gammeligen Zähnen blieben zurück. Crawley stieg die kleine Anhöhe hoch, wo das Lagerfeuer brannte. Als er ankam sah er, dass Tommy und auch Ben tot waren. Allem Anschein hatte Taggart sie getötet, nachdem die Schüsse fielen. Tommy hatte eine Gabel im Hals stecken und seine Augen waren noch weit geöffnet. Bens Gesicht war eingetreten. Wahrscheinlich hatte Taggart ihm sofort zu Boden geschlagen und mit Tritten den gar ausgemacht. Crawley grinste nur denn dies heiß, Taggart war bereit für einen Kampf. Crawley schaute nach den Pferden aber diese waren weg. John hatte die Pferde der anderen gelöst und davon gejagt und ist gleich mit seinem davon geritten. Doch weit und breit gab es keine Stadt, außer Plainview und dort waren noch Männer von Prince, die eingeweiht waren. Wenn nicht Crawley ihn erwischen würde, dann einer seiner Jungs. Er hatte sich selber zum Anführer gemacht. Er hatte das Zeugs zum Anführer. Aber er wäre kein richtiger Anführer, wenn ihm ein Dorn im Auge stecken würde und dieser Dorn war Taggart. Crawley atmete tief durch und fing an zu lachen. Byron kam hoch und sah Tommy und Ben. „Was findest du dran so lustig?“, fragte Byron Crawley entgeistert. Er zog die Gabel aus Tommys Hals und das Blut lief stärker aus der Wunde.
Ich denke Taggart wusste es. Die beiden konnten nicht einmal nach ihren Waffen greifen
Byron ekelte sich, als er daran dachte, wie es wohl ist, mit einer Gabel erstochen zu werden.
Tommy und Ben waren Idioten. War dumm die beiden auf Taggart anzusetzen“, bemerkte Taggart und warf die Gabel zu Boden. Byron hatte recht, die Intelligentesten unter der Sonne Texas waren die beiden nicht aber Crawley blieb nichts anderes übrig. Byron hätte den Angriff auf Prince nicht geschafft und Tommy und Ben konnten nicht einmal ein Ziel treffen, dass nur drei Schritte von ihnen entfernt war. Die besten Jungs waren in Plainview und er setzte nun alles auf sie.
Such die Pferde und dann reiten wir sofort nach Planview. Dieser Bastard kommt mir so nicht davon“. Byron hatte erst jetzt bemerkt, dass die Pferde weg waren, und trat vor Wut einige Schüsseln und Löffel weg. „Was ist mit den beiden?“, fragte Byron, als er sich endlich beruhigt hatte. Crawley sagte kurz nichts und nahm den beiden die Revolver ab und alle möglichen Wertsachen. „Lass sie liegen“, wies er ihn an und steckte eine Uhr in seine Westentasche.
Liegen lassen?“. Byron sah Crawley entgeistert an. „Willst du sie begraben? Nur zu! Dann reite ich allein zurück. Verdammt, wenn ein Puma zu einem gut ist, dann dafür, Narren zu fressen. Jetzt beweg deine Gestalt und such die Scheiß Pferde“ wies Crawley ihn im strengen Ton an. Byron schwieg und tat, wie es Crawley sagte.
 

John Taggart

John Taggart war die Nacht durchgeritten und erreichte im morgengrauen Plainview. Er bezahlte ein schlichtes Zimmer im zweiten Stock in dem heruntergekommenen Hotel der Stadt und verschloss die Tür mit dem Riegel. Er schaute aus dem Fenster. Kein Mensch war auf der Straße und er zog die Gardinen zu. Er war Müde doch immer noch war er angespannt. Als die Schüsse fielen, wusste er, was los war. Er sah aus dem Augenwinkel, das sTommy ihn ernst angeschaut hatte. Sofort griff John zu seiner Gabel und stach diese zweimal schnell in Tommys Hals. Er ließ die Gabel stecken und schlug gleich Ben ins Gesicht, als dieser nach seinem Revolver greifen wollte. Acht Mal trat er auf Bens Gesicht ein. Ohne nur einen Gedanken zu verlieren, löste er die Pferde und jagte sie davon. Er schwang sich dann auf sein Pferd und galoppierte mit Eiltempo davon. Nun war er in Plainview. Er fühlte sich hier nicht sicher aber eine andere Stadt gab es nicht. Und John wusste, dass einige seiner Kameraden in der Stadt waren. Doch diese waren wahrscheinlich mit in diesem Verrat eingeschworen. Sie würden ihn einfach über den Haufen schießen. Sie bildeten den Teil der Bande, der sehr gefährlich war. Es war sogar ein mexikanischer Scharfschütze dabei, der keine Anstalten machen würde und Taggart einfach einen präzisen Kopfschuss geben würde. Und da war noch Danny. Genauso groß wie Taggart mit roten kurzen Haaren. Meist hatte er einen Dreitagebart und trug eine Schrotpistole und auch eine Peacemaker. Danny war ein guter Schütze. Vielleicht sogar besser als es Taggart war. John legte sich ins Bett um etwas runterzukommen. Doch das war ein schrecklicher Fehler. Er schlief ein. Als er wieder wach wurde, war später Nachmittag. Es war ein Schuss, der ihn geweckt hatte. Er stand wieder auf und erlaubte sich einen kurzen Blick aus dem Fenster. Er sah, wie einige Personen eine Leiche ausraubten, während ein anderer Mann wieder in den Saloon ging. John hob die Augenbraue. Da hatte wohl jemand einen schlechten Tag erwischt. Nun merkte John auch, dass er Hunger hatte. Es wurde Zeit, etwas zu essen. Von Danny und den anderen war weit und breit nichts zu sehen. Nicht einmal die Pferde. Vielleicht waren sie auch schon weg. Hatten ihn gesucht aber vergeblich. Aber das war nicht die Art von Prince Jungs. Sie suchten so lange, bis sie fanden, was sie suchten und diese Art haben sie wohl nach Prince tot nicht abgelegt. Er öffnete die Riegel der Tür und schaute vorsichtig aus der Tür. Niemand war auf dem Flur. Er ging vorsichtig aus dem Zimmer und schloss die Tür leise hinter sich. Mit leisen Schritten ging er hinunter. Es war alles ruhig aber die Unsicherheit machte sich in ihm breit. Er schaute noch einmal aus dem Fenster und musterte die Straßen der Stadt genau. Doch er sah kein bekanntes Gesicht. Er ging zur Tür, ging heraus und ging in einen Laden, wo er sich etwas Essen kaufen konnte. Nachdem sein Magen gefüllt war, machte er sich in den Saloon auf. Etwas Whiskey oder Rum würde ihn wieder wach machen. Und dann würde er sich aufmachen, weit weg von diesem Ort. Erst mal untertauchen, wie früher schon und vielleicht sogar in einen anderen Staat abhauen. Texas war nie seins. Er kam aus dem Laden, schaute sich um nach Danny und den anderen, sah aber nichts. Erleichterung machte sich nun breit und plötzlich stieß er mit jemand zusammen. John verlor das Gleichgewicht und fiel zu Boden.
Oh verdammt Sir, das tut mir leid“, entschuldigte sich der junge Mann und hielt ihm die Hand hin. John sah ihn an und stand langsam auf. Er klopfte sich den Staub von der Jacke und überprüfte seinen schwarzen Hut und setzte ihn wieder auf. „Heute ist nicht dein Glückstag kleiner“, sagte John nur und hatte seine Hand bereits bei seiner Buntline, die einen länglichen Lauf hatte.
Wo hast du deine Augen gelassen Junge?“, fragte Taggart und musterte ihn. Er war jung und sah aus wie ein Arschkriecher aus Washington. William McCall war verwirrt und brachte keinen Ton heraus. Er starrte Taggart nur an. „Was ist? Habe ich etwa Kuhscheiße im Gesicht? Was ich hasse ist, wenn man mich anrempelt und mich dann anstarrt, als wäre ich der neue Thomas Jefferson. Was ich noch mehr hasse, sind Milchtrinker aus Washington oder Atlanta! “. John drückte bereits den Hahn seiner Buntline zurück und das Klicken war deutlich zu hören. „Bist du etwa aus Washington oder Atlanta? Das einzig Gute in Atlanta sind die Frauen
John wartete und hielt den Griff seiner Waffe schon bereit. Er hätte kein Problem, den Jungen einfach zu erschießen. Hier wäre es vielen egal. Der Sheriff selbst war kriminelles Abschaum.
 

DeletedUser25918

Gerade noch am essen und trinken gewesen und im nächsten Moment, wurde William wegen eines Missgeschicks mit einer Waffe bedroht. Er versuchte die Situation zu retten. ,,I...Ich will wirklich keinen Ärger. Ich bin ein Priester aus Atlanta. Bitte, erschießen Sie mich nicht!" John sah ihn fragend an und sprach. ,,Ein Priester? In einer Gesetzlosen Stadt? Du willst mich auf den Arm nehmen!" ,,Keineswegs! Ich mein es wirklich ernst!" William versuchte händeringend John davon zu überzeugen, doch dieser glaubte ihm kein Wort und er zog seine Buntline und zielte damit auf William. ,,Oh Gott, bitte, Sie werden es bereuen, wenn Sie mich erschießen!" Die Angst packte William und von Sekunde zu Sekunde wurde die Angst schlimmer. ,,Wieso sollte ich das bereuen? Ich habe schon schlimmeres getan, wie einen Jungen zu töten.", erwiderte John. William brauchte aber gar nicht mehr zu antworten. Ray schoss John von der Saloontür aus, die Waffe aus seiner Hand. Dieser schaute dann erschrocken in Richtung des Saloons. Er dachte wohl, dass es einer der vier Verräter wäre, doch da lag er falsch und das erkannte er auch gleich danach.

Aus dem Saloon rief Thomas, Ray noch hinterher, dass er, wenn möglich, niemanden umbringen sollte. Ray stolzierte darauf auf John und William zu. Thomas blieb im Saloon und wartete ab. Drake bekam das alles mit und nutzte die Gelegenheit um sich mit Thomas zu unterhalten. Er stand von seinem Platz auf und stellte sich neben Thomas an den Tresen, wo Thomas erst seit kurzem stand. Drake fing an zu reden. ,,Was habt ihr drei ausgefressen? Kein ehrlicher Bürger zieht in diese Stadt. Das wollte ich nur schon mal vorab sagen." Thomas sah Drake erst an. Dann drehte sich Drake um, mit Blickrichtung zur Saloontür und er lehnte sich mit seinen Ellenbögen am Tresen an. Thomas machte gleich darauf genau das gleiche, nur zum Zusatz überkreuzte er seine Füße. Dann gab er Antwort. ,,Das letzte mal als ich das einfach so herausposaunt habe, habe ich in einem Saloon eine Dynamitstange benutzen müssen. Als sie hoch ging, fing der Saloon an zu brennen und vom Gebäude war nicht mehr viel übrig." Drake grinste. Er war zwar ein Kopfgeldjäger, aber eigentlich auch nicht mehr als ein Gesetzloser. Er tat was er wollte. Er lebte vom Kopfgeld, das auf Verbrecher ausgesetzt war. Drake war einfach der Meinung, dass es sich nicht lohnt, Verbrechen zu begehen, wie Postkutschenüberfälle oder Eisenbahnraub. Nein, er tötet lieber diejenigen, die die Verbrechen begehen. Dann hat er erstens, kein Kopfgeld auf sich ausgesetzt und als zweites, bekommt er dadurch genauso viel Geld wie ein Bankräuber oder ähnliche Verbrecher. ,,Nettes Duell, das du vorhin da abgeliefert hast.", führte Thomas mit dem Gespräch fort. ,,Danke. Jahrelange Übung. Das war auch kein Gegner. Man muss sich nur eines merken. Wenn du einen Betrüger am Pokertisch sitzen hast, kriegt er auch mit dem Revolver nichts auf die Reihe, denn er ist schlicht und ergreifend eine arme Sau.", bedankte sich Drake und teilte seine Erfahrungen mit Thomas.

Während Thomas und Drake miteinander redeten, kam Ray bei John und William an und stellte John zur Rede. ,,So du Missgeburt! Wenn du meinen kleinen Bruder William noch einmal mit der Waffe bedrohst, wird die nächste Kugel deinen Kopf durchlöchern! Ist das klar?!" John sah ihn grimmig an und entgegnete den Worten von Ray. ,,Ich lasse mir von nichts und niemandem etwas sagen. Auch nicht von einem, der meint mir meine Waffe aus der Hand schießen zu müssen!" Bevor der Streit eskalierte, warf sich William dazwischen. ,,Bitte, wir sollten uns alle beruhigen! Alle die hier sind haben eine schwere Zeit hinter sich und sind gereizt, aber wenigstens hier sollte man friedlich miteinander umgehen!" Ausnahmsweise stimmten alle auch mal Williams Worten zu. Danach gingen sie in die Richtung des Saloons. Trotz der Gefahr, wagte sich John zusammen mit den zwei McCalls in den Saloon zu gehen.

Als sie herein kamen, saßen Drake und Thomas bereits an einem Tisch. Die anderen drei nahmen sich jeweils einen Stuhl und setzten sich dazu. ,,Wer ist das?", fragte Ray als erstes. ,,Das könnte ich dich genauso fragen Ray.", erwiderte Thomas. Danach stellte sich Drake den anderen vor und John folgte seinem Beispiel. Nachdem sie fertig waren, fragte Ray. ,,Und wie kommen wir nun zu der Ehre euch beide kennenzulernen?" Drake fing als erstes an zu reden. ,,Ich bin ein einfacher Farmer aus Georgia gewesen, bis ich aus Geldnot mal eine Postkutsche überfiel. Ich habe so viel Geld dadurch eingenommen, dass ich mir gedacht habe, dass ich es gleich nochmal machen sollte. So nahm das ganze seinen Lauf und nun sitze ich hier." Drake log wie gedruckt, doch keinem fiel es auf. Anschließend blickten alle zu John und warteten darauf, was er wohl sagen würde.
 
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John Taggart

Alle Blicke trafen nun John. Anscheinend wollten die Herren einen auf guten Freund machen. Und John hatte nicht das Interesse, irgendeinen der Vier näher kennenzulernen. Er hatte nun andere Ziele. „Mein Name ist John Taggart und das ist das Einzige, dass ihr wissen müsst. Ich habe nicht vor, euer Freund zu werden“. John gönnte sich einen Whiskey und bezahlte den Barkeeper. Er drehte sich noch einmal um und schaute Drake an. Dieser Typ war ihm nicht geheuer. Seine Nase juckte immer etwas, wenn die Leute einen großen Schatten warfen und dieser Drake war nicht die Sorte Mensch, den man einfach was anvertrauen sollte. Aber diese drei Gebrüder waren auch nicht besser. Zwar war John auch einer von diesem Gaunergesindel, aber vielleicht würde sich das wieder ändern, wie sich alles im Leben ändert. John ging wieder aus dem Saloon. Im fiel ein, dass da eine Kutsche hinter dem Saloon stand. Und da er ein neugieriger Kerl war, würde er gerne einen prüfenden Blick in die Kutsche werfen. Er versuchte so unauffällig hinter den Saloon zu gehen, wie es ging. Die Kutsche wurde von zwei Pferden gezogen, die gesund aussahen und John anstarrten, als er um die Ecke kam. Vielleicht war das eine Kutsche von Pinkteron, die Lohngelder für die Arbeiter der Eisenbahn hatten. Aber niemand bewachte die Kutsche, deshalb konnte es keine von den Pinkteron sein. Und in dieser Stadt waren Halsabschneider. Und zudem waren die meisten Kutschen von Pinkterton gepanzerte Kutschen mit guten Schützen. Dies hier war eine einfache Kutsche. Er schaute sich um, doch da war niemand, der ihn beobachtete. Er stieg auf die eine Stufe der Kutsche und schaut hinein. Es lagen Dynamitkisten in dem Wagen. Hier und da ein paar Waffen. Wunderbar dachte sich John. Er kam nicht ran. Die Tür war verschlossen und das Schloss aufzuschießen wäre zu laut und auffällig gewesen. Da war Beute zum greifen nahe und schon hatte ihm Gott mit der Strafe eines Schlosses gestraft. Er versuchte die Tür mit Muskelkraft aufzureißen, doch da war nichts zu machen. Doch er wollte nicht aufgeben, er hatte das Gefühl, heute wäre sein Glückstag.
 

Oklahoma-Bill

Hallo Drake,

ich habe vorhin angefangen deine Geschichte zu lesen und kam gar nicht mehr davon los. Gute Arbeit! Ein paar genauere Anmerkungen dazu habe ich auch noch - und dann stürze ich mich wieder in dieses Abenteuer. :)

Der Leser tut sich leichter, wenn du bei Dialogen für jede Figur eine neue Zeile anfängst. Z.B. statt:


„Stop, tu das nicht!“, rief A „Warum sollte ich es nicht tun“, entgegnete B


lieber so:


„Stop, tu das nicht“, rief A
„Warum sollte ich es nicht tun?“, entgegnete B
C starrte A entsetzt an. „Was machst du hier? Du solltest doch auf der Farm bleiben.“


Wenn du jetzt z.B. fortfährst:
„Ich bin hier, das reicht doch wohl!“ weiß jeder, dass im Moment A spricht, ohne dass du es erwähnst.


Da du schon in den ersten Zeilen des Rückblickes unheimlich viele Personen auftreten lässt, verliert man so auch nicht ganz so schnell den Überblick darüber, wer jetzt grade spricht.


Ein weiterer Punkt: Du machst nach den abschließenden Anführungszeichen mit Großbuchstaben weiter, also: „Stop, tu das nicht!“ Rief A. Das ist aber kein neuer Satz, sondern wird mit einem Komma abgetrennt und dann geht es mit kleinen Buchstaben weiter. (Wie diese Erweiterung genau heißt, weiß ich nicht, aber das ist auch nicht so wichtig, gelle.


Es wäre schön, wenn du auf die Zeiten achten würdest. Deine Geschichte ist in der 1. Vergangenheit geschrieben und dir rutscht immer wieder mal die Gegenwart mit rein.


Zum Text: Im vierten Absatz des Rückblickes schreibst du: Mit seinen zwei Revolvern schlich er sich hinter deren Reihen, und feuerte die Trommeln seiner Revolver komplett leer und tötete dabei 8 Blauröcke. Diese zogen sich sofort zurück.


Das Wort „diese“ bezieht sich hier auf die acht Blauröcke. Die sind aber tot, können sich also schlecht zurückziehen. ;-)


Im Beitrag vom 24.09.12, 17:19


1. Absatz, Zeile 2: … könnten sie es schaffen, die Gräben auf dauer zu halten. Dauer schreibt man hier groß.


Von der Augenzahl her, waren es bereits über 30 Tote Blauröcke.
a) es müsste entweder heißen: „tote Blauröcke“ oder: „Tote“
b) „Von der Augenzahl her...“, klingt umständlich. Vielleicht besser: Schon nach kurzer Zeit hatten die Blauröcke dreißig Tote zu beklagen.


Zeile 4: Die beiden Brüder...bückten sich hinunter... Meinst du, dass sie sich auf die Erde gehockt haben?


Zeile 6: von dort aus können wir die Deckung der Steine nutzen... Das klingt für mich so, als wären die Steine in Deckung gegangen. Du meinst aber wohl: ...können wir die Steine als Deckung nutzen...


Absatz 2
Zeile 2: Zu Ende griff Johnson noch nach Ray... Evt Besser: Als es zu Ende ging, ergriff Johnson Rays Hand. Ray hielt sie fest, bis sie von selbst nach unten sank...


Letzte Zeile: von Geister Hand... hier heißt es Geisterhand.

Soviel erstmal von mir. Nochmal danke für die Geschichte. Ich muss gleich sehen, wie es weiter geht.

See you,

Oklahoma-Bill
 

Oklahoma-Bill

Hallo Drake und John,

jetzt habe ich die Geschichte bis hierher gelesen. Gute Arbeit, ihr beiden!!! Ich hoffe, wir lesen bald mehr von den Brüdern.

Die Idee einen jungen Pfarrer/Priester mit zwei solchen Brüdern zu "strafen" und ihn dann noch in eine Stadt voller Gangster zu setzen war geradezu genial.

See you,

Oklahoma-Bill