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Finde den Fehler - Kurioses aus dem Wilden Westen

RingoP601

und die fünf anderen Soldaten im Schützengraben
dein gröbster fehler scheint zu sein, dass es besagte schützengräben gibt.

zu der zeit stand man sich noch in linie gegenüber bzw. hat sich mal hinter nem zaun, pferd oder steinmauer geduckt.

das eingraben kam erst im 1. WK als kampfmittel zum zuge. denn das eingraben setzt voraus, dass es keine bewegung meer in den kämpfen gibt, was im wilden westen bzw. bürgerkrieg nicht der fall war.

auch das militärische denken der generäle und untergeordneten offiziere war gänzlich auf gegenüberstehende schützenlinien ausgerichtet. dies führte nämlich zu den horrenden verlusten in diesem krieg: die waffen wurden effizienter, z.b. die muskete bekam züge und das projektil war spitz, sodass man auf 100 meter recht genau schießen konnte, aber die kriegführung war noch wie 100 jahre zuvor.
in der praxis standen sich dann die armeen oft nur 50 meter oder weniger gegenüber und feuerten aus allen gewehren. das hatte dann regelrechte blutnebel und abgetrennte und zerfetzte gliedmaßen zur folge. man wurde dann nicht nur verwundet, sondern meist gleich arm oder bein zertrümmert oder halb abgerissen.

falls das ein anderer schon vorgebracht hat, ich habe nicht alles gelesen :confused:
 

maaniisuperstar

faaaaaaaalsch ringo

grabenkämpfe gab es bereits in der zweiten hälfte des sezessionskriegs. auch beim krimkrieg und russisch japanischen krieg gab es das schon alles

und nich das dynamit war die entscheidende entdekcung von hr. nobel für den krieg sondern das rauchlose pulver. aber das war alles nach dem sez.-krieg

:)
 

DeletedUser13032

hey ho, wie schauts hier denn aus ... etwas verwaist der thread :/ keiner mal wieder lust etwas zu schreiben bzw hätten leute interesse am analysieren?^^
 

DeletedUser17700

Fehler finde ich immer gerne...nur sind meine Rätsel ziemlicher Mist :o
 

DeletedUser13032

"Sind Sie verrückt? Das tut dem armen Tier doch weh!"
Empört stemmte Godric Owen die Arme in die Hüfte und sah den Sattelmeister unglaubwürdig an.
"Man sollte meinen, dies wäre Ihr erstes Pferd, das sie versorgen sollen!"
Etwas verwirrt und leicht gekränkt senkte der Sattler den Blick und schmiss den braunen, blitzblank polierten Sattel zu Boden.
"Ich dachte Sie wollen ausreiten, in die Stadt?"
"Ja, natürlich! Aber glauben sie denn ernsthaft, dass ich ungestört auf dem Rücken meines besten Freundes reiten kann, wenn ich genau weiß, dass ihn der Sattel drückt?"
"Ihr, ihr bester Freund?"
Godric wandte sich seinem Esel zu. Es war ein ungewöhnliches Tier, denn sein Fell war nicht grau oder gar schwarz, nein, es war durch und durch weiß. Ein Albino-Esel wie die Leute in der Stadt sagten, doch Godric mochte diesen Ausdruck nicht und bestrafte jeden mit seinem Blick, der auch nur das Wort über seine Lippen flüsterte.
"Selbstverständlich. Haben Sie denn keinen?"
Dem Sattler schienen nun endgültig die Geduldsfäden gerissen zu sein. Seit knapp einer halben Stunde versuchte nun dieser Farmer und Möchtegern-Outlaw schon, ihn zum Vegetarier zu bekehren. Er musste wirklich absolut einen an der Birne haben.
"Mr. Owen, wenn Sie nun so freundlich wären ihren ... ihren Freund mit zu nehmen und zu verschwinden? Ich habe heute noch wahrlich etwas besseres zu tun."
"Reden Sie nicht in der dritten Person von Jiji, wenn er anwesend ist. Er kann fühlen, wie abfällig Sie sich ihm gegenüber äußern und zweimal dürfen Sie raten, wer diese Missgunst hinterher wieder ausbaden darf?!"
Genervt und mehr stöhnend als deutlich redent meinte Der Stallbesitzer nur:
"... Sie?"
Fassungslos und völlig entgeistert starrte Godric sein Gegenüber an.
"Mich? Nein niemals, ich bin doch sein bester Freund. Er würde es an den armen, kleinen Hasen hier im Ort auslassen, sie treten und an maulen. Aber mich verantwortlich machen? Sir, es tut mir Leid, aber Sie haben wohl wirklich keine Freunde."
Erhobenen Hauptes nahm Godric seinen Esel, nein seinen Freund, ähh natürlich Jiji sanft am Hals und führte ihn aus dem Stall hinaus ins Freie. Der Nachmittag hatte soeben begonnen und die Sonne tat ihr bestes, um es den hart arbeitenden Handwerkern in der Hitze so schwer wie möglich zu machen. Der Sattler blickte Godric verständislos hinterher, nahm seinen juckenden Strohhut ab und kratzte sich sich am Kopf, ehe er nach seinem Stallburschen rief.
"Joey, komm mit, wir gehen in den Saloon. Ich muss jetzt echt einen heben!"

Staunend trabte Godric auf seinem Esel, verdammt, auf Jiji und beobachtete die tüchtigen Farmer um ihn herum. Die Jahreszeit war genau richtig, die Ernte war im vollem Gange. Doch mit einem Mal bekam er eine Menge Staub ins Gesicht gewirbelt und bevor er sich versah, ritten drei Cowboys im vollem Galopp an ihm vorbei. Godric fasste sich sofort ein Herz, flüsterte Jiji ins Ohr "Stell dir vor, ich gebe dir die Sporen", und schon war der Esel wie wild in fahrt und galoppierte den Cowboys nach. Nach einer Weile, sie waren Inzwischen auf einem weiten Feld angelangt, umkreisten die Cowboys ein Wildpferd. Unter voller Konzentration versuchten sie, ein Lasso um das Pferd zu werfen und es zu fangen. Als Godric das sah, war er voll in seinem Element. Er wies Jiji an, schneller zu sein und kurz darauf kam er bei der Gruppe an. Sie nahmen erst keine Notiz von ihm, doch als er schließlich sein Repetiergewehr aus dem Sattel hervorzog und damit einmal in die Luft schoss, erschreckten die Cowboys so sehr, dass einer von ihnen vom Pferd viel und das Wildpferd problemlos das Weite suchen konnte. Zufrieden lächelnd saß Godric auf Jiji und bewertete seinen Eingriff. "Ich muss sagen, Jiji, so schnell warst du noch nie. Ein Mustang hätte keine Chance."
Doch schon trabten die drei Cowboys auf ihn zu, ihre Gesichter verrieten alles andere als Gutmütigkeit.
"Was war'n das für'n Scheiß?"
"Genau, kannst'e uns mal erklär'n, was das sollte?"
Der vom Pferd Gefallene spuckte auf den Boden.
"Wenn du keine verdammt gute Ausrede hast, der Baum dahinten eignet sich gut!"
"Für was eignet er sich gut, Sir?"
Der Cowboy schüttelte den Kopf.
"Na um dich zu lynchen, du naiver Trottel."
"Aber Lynchjustiz ist doch verboten, das sollten Vertreter des Gesetzes doch wissen. Sie sind doch Cowboys oder? Ich sehe es ja an ihrer Uniform."
Stolz wischten die drei den Staub von ihren Jacken und sahen sich an. Dann meinte der mittlere:
"Ich glaube zwar, dass du einen ziemlichen Hitzeschaden heute davongetragen hast, aber wie wäre es, wenn du mit in den Saloon kommst?"
"Dem bin ich nicht abgeneigt, Mr. Cowboy-Sir."


so ist denke ich nicht allzu schwer, 3 gewollte fehler sind drin :p
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

DeletedUser17700

1. Zuerst steht er ne halbe Stunde im Stall damit sein Esel...verdammt, ich meine Jiji...gesattelt wird und dann reitet er ihn plötzlich ohne? :blink:
2. Am Anfang wird gesagt, dass er in die Stadt ausreiten will und dann reitet er zwischen Farmen, wo Wildpferde eingefangen werden...
 

DeletedUser13032

naja mit dem ersten part hat es schon was zu tun, nur kann er dort auch die hufe etc beschlagen haben lassen und der sattler wollte ihm einen sattel aufzwingen, damit er bequemer sitzt ...

und das mit der stadt - er ist aufm weg dorthin, unterwegs sind eben paar felder und dann verfolgt er ja die cowboys.

sind eigentlich 2 ziemlich simple fehler, leist du wahrshcienlich drüber
 

DeletedUser17700

Ich Dummkopf...er sagt am Anfang: "Man sollte meinen, dies wäre Ihr erstes Pferd, das sie versorgen sollen!"
Dabei hat er doch nen Esel :rolleyes:
Und das andere: "als er schließlich sein Repetiergewehr aus dem Sattel hervorzog"...den hatte der Sattelmeister ja gar nicht drauf getan
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

DeletedUser13032

genau diese zwei sachen stimmen, eine sache gibts allerdings noch ^^ das ist kein logischer fehler in der story sondenr ein allgemeiner fehler bzw falsche annahme ;)
 

DeletedUser13032

:up:

also alle 3 gefunden, jmd anders darf weitermachen (optimaler weise manniiiiiii oder rifle )

- cowboys sind keine gesetzeshüter
- godric reitet auf einem esel, nicht pferd
- godric hat gar keinen sattel (er stört den esel)

^^
 

DeletedUser13032

Schade, dass es hier etwas eingeschlafen ist. Aber vielleicht hat ja der ein oder andere ja doch Lust ein wenig zu lesen und zu raten. Hab da mal was geschrieben, sollte nicht zu schwer sein ;)


Immer noch fröstelnd zog sich Bruce seinen Mantel enger um den dürren Körper, in der Hoffnung das Wolfsfell würde ihn endlich wohlige Wärme spenden. Wären Wind und Schnee heute zuhause geblieben, dann wäre der Ritt von A nach B für Bruce ohne große Mühen gewesen. Doch durch das eiskalte Wetter, das Eiszapfen aus den Mundwinkeln der Pferde wachsen lies und das Einen beinahe dazu zwang, sich nicht neben ein Lagerfeuer, sondern direkt auf ein Lagerfeuer zu setzen, war sein Mustang häufig vor heftigen Schneeböen und vereistem Untergrund zurückgeschreckt. Etwa zwei Meilen vor seinem erhofften Ziel hatte Bruce auf seinem Begleiter fast das Gleichgewicht verloren und wäre um Haaresbreite aus dem Sattel gestürzt. Einzig und allein seinen treuen und geschulten Reflexen aus früheren Zeiten als Jäger hatte er es zu verdanken, dass er, ohne groß nachzudenken, den Hals seines Pferdes packen und sich somit auf seinem Reittier halten konnte. Wäre Bruce heruntergefallen, hätte das womöglich keine ernsthafte Verletzung nach sich gezogen, allerdings war er just in diesem Moment mit seinem Pferd durch einen riesigen Schneehaufen gewatet. Ohne Zweifel wäre die feine, frischgefallene weiße Masse ohne zu zögern in sein Schuhwerk eingedrungen und hätte binnen weniger Minuten seine Körpertemperatur um ein Vielfaches gesenkt. Doch nun war er am Ziel, fast. Er konnte den warmen Braten schon förmlich riechen. Er konnte fühlen, wie sich der warme Tee, versetzt mit einem guten Schluck Whisky, seine Kehle hinunterschlängelte. Wie sich ein heimisches Gefühl in seinem ganzen Körper ausbreitete. Ein Gefühl das ihm sagte, er wäre endlich sicher und geborgen und müsste nie wieder Kälte fürchten. Er freute sich schon auf das eigentlich verhasste Kribbeln in seinen Gliedmaßen, wenn sie wieder aufgewärmt wurden. Ja, Bruce war fest entschlossen, sein empfindlichstes und zugleich wichtigstes Glied heute Abend zu beschäftigen. Sicher zu gehen, dass ihm die Kälte keinen Schaden zugefügt hatte. Sicher zu gehen, dass noch alles beim alten war. Doch seine Vorfreude wurden mit einem Mal davon gespült, als der Mustang ein klägliches Wiehern von sich gab, drei, vier Meter mehr nach vorn stolperte als ging und schließlich nach vorne hin zusammenklappte. Seine Beine gaben nach. Zuerst die vorderen und nur wenige Augenblicke danach die hinteren. Bruce hatte die Beine angezogen und sich auf dem Rücken seines verschiedenen Tieres gehalten. Um sich seiner neuen Situation bewusst zu werden, atmete er einmal kräftig ein. Ein Fehler. Die eiskalte Luft schien sich seine Luftröhre entlang zu fressen, nur um danach seine Lungenflügel mit lauter kleinen Messerstichen zu foltern. Abrupt hielt er den Atem an und nach wenigen Sekunden hatte sich der Schmerz in seinem Brustkorb wieder gelegt. Vorsichtig stand er auf, immer bedacht keinen Schnee in die, unpraktischer Weise, niedrigen Schuhe zu bekommen. Bereits nach wenigen Schritten machte sich wieder der Durst bemerkbar. Wäre er auf seinem Pferd verdurstet wäre es wirklich zu komisch gewesen. Rings um ihn herum war ein reisender Bach, der frisches Wasser mit sich führte – normalerweise. Im Sommer. Wenn es nicht so kalt war. Aber jetzt hätte Bruce sich höchstens eine handvoll Schnee in den Mund schaufeln können, in der Hoffnung, das bisschen Wasser würde seinen Durst stillen. Doch weder war Bruce sonderlich scharf darauf, sich gefrorenes Wasser in den Mund zu befördern, noch wollte er Schnee einem ordentlichen Schluck Whisky-Tee vorziehen. Also hatte er die Zähne zusammengebissen und durchgehalten. Und nun war er da, knapp vor seinem Ziel. Der Ort, das Dorf, bestand lediglich aus einer handvoll Wohnhäusern und einem kleinem Wirtshaus, das wohl gleichzeitig als Hotel zu dienen schien. Willig, die letzten Schritte in Richtung verdienten Ruhetag anzugehen, stapfte er davon, weg von seinem Pferd, das ihn seit nun mehr fast fünf Jahren auf Schritt und Tritt begleitet hatte. Es tat ihm im Herzen weh und es war für ihn, als hätte er einen guten Freund verloren. Doch wagte Bruce nicht eine Träne zu vergießen. Er wagte überhaupt nichts bei diesem Wetter, bei diesem Zustand. Er konzentrierte sich einzig und allein auf seinen Weg. Der Weg ist das Ziel. Das hatte sein Vater immer zu ihm gesagt. Der Weg soll das Ziel sein? Was für ein Schwachsinn. Ziel ist es zu gewinnen, das Ende schnellstmöglich zu erreichen. Was bringt es einem Reiter, wenn er bei einem Wettreiten eine Strecke erfolgreich zurücklegt, wenn sie ein dutzend anderer, mehr oder weniger erfolgreich, in einem Zehntel seiner Zeit bewältigen können? In Bruces Situation war es genauso. Das Ziel war recht simpel, er wollte in dieses verfluchte Gasthaus, sich maßlos betrinken und sich eine Frau für die kalte Nacht holen. Der Weg dahin war beschwerlich. Mit seinem ganzen Körpergewicht stemmte er sich gegen den frontal anbrausenden Schneesturm. Die Arme vor dem Gesicht und langsam einen Schritt nach dem anderen machend, kam Bruce nur sehr langsam vorwärts. Doch schließlich hatte er es geschafft. Er ließ die schwere Eichentür hinter sich zufallen, schüttelte erst den groben Schnee von seinem Gewand und klopfte dann jedes Kleidungsstück einzeln ab. Hut, Tuch, Mantel, Handschuhe, Fellhose und nicht zuletzt auch seine unnützen Hirschlederschuhe. Der Raum war kaum besetzt, kein Reisender war bei diesem Wetter unterwegs. Jedenfalls kein normaler und zu diesen zählte sich Bruce nicht. Die paar Leute und der Wirt sahen ihn abschätzend an. Ob es Verwunderung, Verachtung oder eine Mischung aus beidem war, konnte er in ihren Gesichtern nicht ablesen. Gelassen und sich bewusst, dass sie jedem seiner Schritte folgten, ging Bruce zur Theke und klopfte mit der flachen Hand auf den Tisch. Schmerz durchzuckte seine immer noch völlig kalte und fast abgestorbene Hand und er verfluchte innerlich alle ihm bekannten Götter, Politiker und Schwarzen. Doch er ließ sich nichts nach aussenhin anmerken. Dachte er jedenfalls, aber nachdem er das leicht vergnügte Gesicht des Barkeepers aufgrund Bruces verzogenem Gesicht bemerkte, war er sich dessen nicht mehr ganz so sicher. „Einen Tee mit einem ordentlichen Schluck Whisky. Und dazu einen saftigen Braten, egal von was. Hauptsache warm!“. Der Wirt musterte Bruce noch eine Weile und langsam kam er sich unbehaglich vor. Doch dann räusperte sich dieser und klärte Bruce auf. „Tut mir Leid, aber wir haben hier kein Wild, ist alles vor die Hunde gegangen weil niemand hier war um zu essen. Aus diesem Grund habe ich auch nichts mehr nachbestellt. Und was den Trinkwunsch angeht – Wir haben hinten literweise geschmolzenen Schnee. Obst müsste ich auch noch vorrätig haben, in welchem Zustand kann ich nicht sagen“, er kratzte sich am Haaransatz hinter seinem Ohr, wobei eine Priese Schuppen hinabsegelte und sich über den Tresen verstreute. „Im Klartext heißt das, du bekommst hier nur warmes Schneewasser mit dem Geschmack von braunen und mehligen Äpfeln oder Birnen.“ Bruce zeigte auf die anderen Gäste. „Was machen sie dann hier?“. „Das sind die Bewohner dieses Kaffs, sie mögen es, sich hier zu treffen und Karten zu spielen.“ Bruce verstand die Welt nicht mehr. Was zum Teufel war nur los? „Und warum, verdammt nochmal, hast du keinen Alkohol hier?“ Doch anstatt zu antworten machte der Wirt nur eine Kopfbewegung Richtung Kamin. Dort brodelte ein kleines Feuer mit wenigen Holzscheiten. Anscheinend hatte man den Whisky mit als Anzünder verwendet, um an Holz zu sparen. Was für eine Verschwendung des guten Tropfen. Bruce kam sich vor wie bei den Babaren. „Wenn du etwa eine halbe Meile nach Osten gehst, kommst du an einen Wald. Dort tummeln sich mit Sicherheit viele Tiere herum. Bring mir eines und ich mach dir daraus etwas feines zu essen.“ Bruce nickte nur und nahm eine Schrotflinte entgegen, die er sich um die Schulter hängte. Nachdem er ein Paar feste Stiefel und eine flauschige Mütze aus Bärenfell bekommen hatte, machte er sich wieder hinaus in das eisige Wetter. Durch den dichten Schneefall konnte er keine dreißig Schritte weit sehen. Bruce machte einen Satz von der Veranda und fiel prompt über einen Trog. Er landete mit dem Gesicht voran im Schnee, doch konnte sich gerade noch abrollen. So verhinderte er, dass seine wenigen unbedeckten Stellen im Gesicht in Berührung mit dem Schnee kamen. Schnell richtete er sich wieder auf und beugte sich über den Trog. Das Wasser hatte eine klare Form und spiegelte ein fast genaues Abbild von Bruce dar. Er richtete seine Mütze und seinen Schal und nahm sich seine halbe Meile gen Osten vor. Nachdem er einige Minuten gegangen war kam er auf den Gedanken, dass er keine Ahnung hatte, wo Osten eigentlich war. Er schlug sich aufgrund seiner eigenen Unfähigkeit mit der flachen Hand leicht ins Gesicht, wobei einige feine Schneekristalle von seinem Handschuh von oben auf seinen Schal fielen. Sie mogelten sich durch die verschiedensten Barrieren aus Stoff und schmolzen erst, als sie die relativ warme Brust erreichten. Ein Schaudern ging durch Bruces Körper und er zuckte leicht zusammen. „Ahh ahh … so ein drecks Wetter, so ein drecks Ort. So ein Dreck!“
 

Jigelp

Wildwest-Legende
The-West Team
Ein Jäger, der nicht weiß, wo Osten ist?
Ein Trog voller klarem Wasser mitten im Winter?
Und direkt am Anfang: "Der Mantel ... das Wolfsfell"
 

DeletedUser13032

Badum Tss - Jige, wer hätte gedacht :-)D), hats richtig^^ Das mit dem Wolfsfell stimmt und natürlich das mit dem Wasser im Trog wenn es draußen eiskalt ist und sogar ein Bach zugefroren ist - das mit dem Jäger und Osten ist nicht unbedingt beabsichtigt gewesen, aber kann man als Zuckerl hinzufügen :p
 

Jigelp

Wildwest-Legende
The-West Team
Besser spät als nie:)

Es waren einmal zwei Städte, die beide im Goldrauschgebiet lagen und einander nicht besonders mochten. Die eine, Gold City, war ein wenig älter, aber ein ziemliches Höllenloch. Es gab einige eilig zusammengezimmerte Saloons, Ausrüstungsläden und die Postkutschenstation. Drumherum standen die Behausungen der Goldsucher, die in ziemlich erbärmlichem Zustand waren. Da gab es zugige Holzhütten und winzige Zelte, aber kein festes Steinhaus. Denn wer den großen Fund gemacht hatte, wollte so schnell wie möglich weit weg. Das lag an dem Problem, das Gold City plagte, denn dort trieb sich allerlei Gesindel herum und machte die Stadt zu einem Moloch, der mehr und mehr in brutalen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Gruppen versank.
Die Rädelsführer waren hauptsächlich die Saloonbesitzer, zu denen die unvorsichtigen Glücksritter kamen, die etwas gefunden hatten. Ziemlich häufig verließen sie den Saloon dann arm wie eine Kirchenmaus, wenn sie überhaupt noch gingen. Im Anschluss daran zog dann oft ein Rudel Revolverschwinger los, um den Fundort für sich zu beanspruchen und vor den anderen Banden zu beschützen.
All dies sorgte dafür, dass Gold City viel mit sich selbst beschäftigt war und die Konkurrenz aus One Stone Gulch erst spät bemerkte.
Hier, im benachbarten Silicon Valley traf eines Tages ein Siedlertreck ein und begann geschlossen damit, eine kleine Ortschaft aufzubauen. Schon bald war zu sehen, dass hier alle zusammenarbeiteten, statt zu konkurrieren. Eine kleine Gruppe gut gekleideter Männer fiel auf, denn sie halfen nicht mit, Holz zu zersägen, Balken zu schleppen und was sonst noch zu tun war, sondern redeten mit den Arbeitern, gaben Anweisungen und schauten immer wieder auf die großen Pläne, die sie auf einem Tisch ausgebreitet hatten.
Die Folge des ausgeklügelten Treibens war, dass sehr bald um ein Haupthaus herum eine Reihe mehrgeschossiger Wohnhäuser stand, die erstaunlich solide und hochwertig gebaut worden waren.
Im Haupthaus gab es alles: sämtliche benötigten Ausrüstungsgegenstände, Nahrungsmittel, eine Gaststube, das Büro der Planer und eine Kirche. Zu guter Letzt waren im Keller des Gebäudes die Lagerräume für alles, was die Bürger produzierten und abbauten.
Schon in dieser frühen Phase des Aufbaus standen Schilder an den Ortseingängen, die sich an Neuankömmlinge richteten.


[FONT=Georgia, serif]ONE STONE GULCH[/FONT]
[FONT=Georgia, serif]Fremder, du bist hier willkommen, wenn du ehrliche Arbeit verrichtest, nichts gegen Streber hast und keine Waffen führst.[/FONT]
[FONT=Georgia, serif]Andernfalls geh nach Gold City und versuch dein Glück...[/FONT]


Es kamen eine Menge Leute, die sich an die Regeln hielten und egal ob sie abenteuerlustige Neuankömmlinge waren oder erfahrene Goldsucher – viele kamen auch aus Gold City, wo es ihnen zu gefährlich wurde – für alle gab es einen Platz in der Gemeinschaft und man nahm sie freudig auf.
Die Stadt blühte und man erschloss nicht nur die Goldvorkommen der näheren Umgebung, sondern trieb auch Stollen in die Berge in denen große Funde gemacht wurden.
Im Keller des Haupthauses stapelten sich regelmäßig die Goldsäcke, bis sie mit einem schwer bewachten Treck abtransportiert wurden und im Gegenzug neue Vorräte ankamen. Es trafen immer mehr Leute ein, sodass die Postkutsche in sehr kurzen Abständen nach One Stone Gulch fahren musste.
Aber natürlich kamen die Probleme, denn in Gold City sah man nur ungern zu, wie die Goldfunde und die guten Leute schwanden und stattdessen immer mehr Gesindel und Schurken aufkreuzten.
Also schlossen sich die verschiedenen Anführer zusammen, um gegen die andere Stadt vorzugehen. Man einigte sich darauf, One Stone City, in dem es ja keine Waffen gab, mit geballter Kraft anzugreifen und dem Erdboden gleichzumachen. Danach würde man sich wieder gegenseitig bekämpfen.
Die Planer in der bedrohten Stadt jedoch hatten mit einem Angriff gerechnet und waren vorbereitet. Die Bürger verbarrikadierten sich in ihren Häusern, deren stabile Bauweise sich jetzt auszahlte. Die Angreifer stürmten zum Haupthaus aus dem eine Stimme erklang: „Ah, da seid ihr ja endlich, ihr Ganoven und Taugenichtse! Wollt ihr uns angreifen? Dann wisst, dass wir uns wehren.“
Als Antwort feuerten die Leute aus Gold City in Richtung der Stimme, aber weil sie durch einen verwinkelten Schalltrichter tönte, war dort niemand zu treffen und sie ernteten höhnisches Gelächter.
Dann flog ein Klumpen Gold durch die Luft und zog alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Menge stürzte sich darauf und dezimierte sich selbst. Dann öffnete sich eine Klappe im Haupthaus und eine Gatling feuerte heraus.
Obwohl die Geschosse aus Gummi waren, gingen die Gauner aus Gold City schnell zu Boden oder machten, dass sie davon kamen. Doch die Stadt war mittlerweile von den Leuten des Goldtransports umstellt, die einige Tage länger geblieben waren und keine Probleme hatten, die Flüchtigen einzufangen.


Kurze Zeit später standen die gut gekleideten Männer vor dem gefangenen Gesindel Gold Citys. Einer von ihnen nahm den nachgemachten Goldklumpen vom Boden auf und warf ihn locker hoch.
„Viel zu leicht, findet ihr nicht auch?“
Der Klumpen fiel auf den Boden, plöppte leise und hüpfte leicht.
„Viel zu leise, findet ihr nicht auch? Nein, ihr seht nur das vermeintliche Gold, Reichtum und vergesst alles andere. Für dieses Ding hätte ich bei einem Händler nicht einmal ein Halstuch bekommen, aber für euch hat es gereicht.“
Der Mann machte eine Pause, lupfte seinen Zylinder und verbeugte sich leicht: „Wir haben uns ja noch gar nicht vorgestellt. Wir sind die neuen Herren des 'Wilden Westens', wir nutzen unseren Verstand statt unserer Fäuste. Ihr seid erledigt, aber nur das erste opfer des Siegeszugs der Vernunft, der Planung und der Berechnung. Was wir uns vornehmen klappt!“
Schon bald war die Eisenbahn nach One Stone Gulch im Bau und dem Fortschritt im Silicon Valley sind weiterhin keine Grenzen gesetzt.


Diese Männer haben natürlich alle in der Schule aufgepasst und damit den Grundstein für ihren Erfolg gelegt. Also hört auf mit dem Unsinn und lernt!“
Die Jungen, die gebannt zugehört hatten, gehorchten, legten ihre Schleudern und sonstigen Quatschutensilien weg und drehten sich gespannt nach vorne zu ihrer Lehrerin.
 

DeletedUser26018

im benachbarten Silicon Valley
Der Siedlertreck war aber lange unterwegs. Müssten reichlich 100 Jahre gewesen sein. :D

Man einigte sich darauf, One Stone City, in dem es ja keine Waffen gab
Die Einwohner von One Stone Gulch hatten genug vom Gulch? ;)

Obwohl die Geschosse aus Gummi waren
http://www.youtube.com/watch?v=ZdHI3LrAYiE

*sing* Load up, load up, load up with rubber bullets...

aber noch nicht im Wilden Westen :whistle:

Etwas hab ich sicher übersehen, weil One Stone City/Gulch irgendwie nur nach Flüchtigkeitsfehler aussieht...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Jigelp

Wildwest-Legende
The-West Team
Der Siedlertreck war aber lange unterwegs. Müssten reichlich 100 Jahre gewesen sein. :D
Das kann ich als Fehler zählen lassen, da das Tal wahrscheinlich noch nicht immer so heißt. Aber prinzipiell liegt es im Gebiet des kalifornischen Goldrausches, da sind Funde wohl nicht ausgeschlossen.



Die Einwohner von One Stone Gulch hatten genug vom Gulch? ;)
Ja, war zuerst Flüchtigkeit, hab es dann aber bemerkt und dringelassen.



http://www.youtube.com/watch?v=ZdHI3LrAYiE

*sing* Load up, load up, load up with rubber bullets...

aber noch nicht im Wilden Westen :whistle:
Menno, stell dir da doch einfach etwas ähnliches vor, dass die beschriebene Wirkung hat. Ich wollte halt kein Gemetzel anrichten. Aber zählt als Fehler.

Etwas hab ich sicher übersehen, weil One Stone City/Gulch irgendwie nur nach Flüchtigkeitsfehler aussieht...
In der Tat, den entscheidenden und ursprünglich geplanten Fehler hast du noch nicht gefunden.