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The Treasure - Die Zeit spielt gegen dich

ElDiabolo

Revolverheld
Ben hatte Arthur zuerst übersehen. Doch nun stand er vor ihm und sprach ihn an:
"Weil ich der bin, der hier alles in die Hand nimmt- zwangsweise."
Er sprach diesmal vergleichsweise freundlich. Irgendwie konnte er Arthur leiden, er vertraute ihm zwar nicht, dennoch schien er ihm ein guter Ansprechpartner zu sein, wenn er genaueres über die Gesamtsituation erfahren wollte.
 

Duneman

Arthur gab sich gar nicht erst die Mühe die Freundlichkeit zu erwidern. Für ihn war Ben ein Feind der eine Gefahr für alle darstellte.
"Dann hoffe ich mal das diesmal zur Abwechslung niemanden zusammenflicken muss."
Mit diesen Worten wandte sich Arthur wieder in Richtung der Massen, um zu sehen, wer mit Ben aneinander geraten ist, auch wenn er schon ahnte, wer es war.
 

ElDiabolo

Revolverheld
"Ihnen zu Liebe habe ich mich diesmal zurückgehalten.", flüsterte Ben Arthur noch leicht sarkastisch hinterher, bevor er wieder weiterging. Die Menschenmasse wurde immer dichter und er wollte nur ungern den 'Ruhm' hierfür ernten. Er durfte nicht als gewalttätig gelten, denn dann hätten Menschen wie dieser Mike die Chance, die Leute gegen ihn aufzuhetzen. Also musste Ben sich zurückhalten. Doch das fiel ihm auch eigentlich gar nicht so schwer, wie es nach außen den Anschein hatte, denn normalerweise war er eher der ruhigere Typ. Nur wenn er persönlich angegriffen wird wehrt er sich, aber meist nicht mehr als nötig. Er hatte seine Ziele, und die wollte er erreichen- dazu musste er sich nicht aufspielen. Nur war dieser kleine 'Ausflug' eine vollkommen andere Situation, die nun mal eben auch vollkommen andere Maßnahmen benötigte. Eine kleine Demonstration seiner Macht war hier und da angebracht, um sich die Leute gefügig zu halten. Würde er gegen einen Aufmüpfigen nichts unternehmen, wären es bald mehr. Er hatte jetzt zwar Mikes Waffe, dennoch war er Gefährlich und er musste ihn irgendwie loswerden, doch durfte das nicht zu bald geschehen, sonst würde man Verdacht schöpfen. Doch Ben hatte bereits einen Plan...wen er für alle sichtbar nicht an Mikes Tod verantwortlich wäre, dann...
 

Duneman

Arthur ging an den Leuten vorbei, bis er zum Kampfplatz kam. Als die Leute sich langsam wieder zerstreuten, wurde einer von Arthur aufgehalten: "Mit wem hat sich Ben geprügelt?"
Der Mann deutete schweigend auf Mike, der sich von der Menge entfernt hatte. Arthur seufzte einmal tief auf. Seine Vermutung lag also richtig. Langsam gesellte er sich zu Mike und Steven: "Du hast da aber einen ganz schönen radau gemacht. Mike ich hatte dich gewarnt nicht voreilig in Bezug auf Ben zu handeln."
 

DeletedUser13032

Mike winkte ab und wischte sich mit dem Ärmel den letzten rest Blut aus dem Gesicht. Er konnte gut einstecken, doch dieser Treffer hatte gesessen. "Fang bitte jetzt nicht damit an - das Wichtige ist, dass die Leute gesehen haben, wie mich Ben von hinten angegriffen hat." Mike machte eine kurze Pause und streckte sich. "Wie sollen wir an ihn ran- und vorallem vorbeikommen? Ich glaube das einfachste wäre es, ihn zu erschießen. Ohne großartige Vorwarnung. Klar, die Leute wären ersteinmal geschockt, aber die fassen sich schon relativ schnell wieder. Was meinst du?"
 

Duneman

Ben einfach zu erschießen war nun wirklich nicht das was Arthur wollte, obwohl er dazu im Ernstfall bereit wäre.
"Die Sache ist nicht so einfach. Ich fürchte nach wie vor gilt, ohne Connor geht gar nichts. Selbst wenn Ben ausgeschaltet werden würde, dann würde uns das nichts bringen, wenn wir Connor gegen uns hätten. Egal wieviel Welle Ben macht, im Grunde genommen, könnte ihn Connor jederzeit loswerden. Was uns viel eher Sorgen machen sollte ist, dass Ben nicht einfach zuschauen wird, wie wir unseren Widerstand aufbauen. Bis jetzt lief alles glatt, aber es könnte durchaus sein, dass er irgendwann Gegenmaßnahmen ergreift."
 

DeletedUser13032

Mike runzelte die Stirn. "Dann sollten wir uns zusammensetzen und einen Plan austüfteln. Oder Connor gezielt beeinflussen, um ihn von Ben abzubringen!"
 

ElDiabolo

Revolverheld
Die Unterhaltung der beiden wurde jäh unterbrochen, alös die Masse plötzlich zu tuscheln begann. Ben war auf einen erhöhten Felsen getreten, um eine Ansprache zu halten. Mit dem Ausbreiten seiner Arme gebat er um Ruhe, doch auch wenn nicht alle dieser Geste folgten, begann er nichstdestotrotz zu sprechen:
"Wir sitzen alle im selben Boot...", begann er, "...wir dürfen uns daher nicht von unseren Emotionen leiten lassen. Wir mögen alle unsere Differenen haben, doch ist es wichtig, diese ruhen zu lassen, immerhin so lange, bis wir hier wieder raus sind. Klar mag das schwierig sein, aber nur so, wenn wir alle an einem Strang ziehen, wird es zu schaffen sein, alle hier, und wenn ich alle sage meine ich alle, wieder gesund nach Hause zu ihren Familien zu bringen."

Ben versuchte mit dieser Ansprache die Stimmung endlich wieder zu heben. Solange die Leute zufrieden waren, würden sie sich auch nicht erheben und weiterhin nach seiner Pfeife tanzen. Sorgen machten ihm eigentlich nur ein paar Kandidaten...Um diese vielleicht auch noch zu überzeugen gestaltete er seine Rede nun noch Schwungvoller:

"Ich selbst habe es mir als oberstes Ziel gesetzt und werde unter Einsatz meines Lebens versuchen, dieses auch zu erreichen. In Absprache mit Connor werde ich euch nun den Fahrplan für die nächsten Tage kümmern. Klar ist, dass wir auf Rettung warten müssen, deswegen sind wir alle noch hier. Durch meine Planung wird es gelingen, diese Zeit so angenehm und komfortabel wie möglich zu gestalten. Die Nacht werden wir noch einmal in der Höhle verbringen, denn dort sind wir geschützt vor den Gewalten der Natur. Gleich wenn am nächsten Morgen die Sonne aufgeht werden wir Richtung Tal ziehen und ein Lager aufschlagen...mit allem Luxus den wir hier draußen brauchen. Wir werden auf die Jagt gehen und den Spatenstich mit einem Festmahl begießen! Also, lasst uns die Ärmel hochkrempeln und loslegen, lasst uns bauen, lasst uns erschaffen, lasst uns die glücklichsten Verunglückten werden, die der Westen je gesehen hat! Danke!"

Mit einer kleinen Verbeugung beendete er seine Rede und trat wieder von dem Felsen herab, um sich wieder mit Connor zu unterhalten.
 

Duneman

Langsam erhob sich Arthur.
"Entschuldigung Mike, aber ich muss etwas mit Ben besprechen."
Arthur ging auf Ben und Connor zu.
"Tut mir Leid, wenn ich euch stören muss, aber ich muss bezüglich des eben erwähnten Planes meine Bedenken mitteilen. Der Marsch zur Quelle hat die Verletzten mehr strapaziert, als ich angenommen habe. Laut der Karte, die ich von ihnen erhalten habe, ist es nicht weit von hier bis zum Tal. Würden wir erst zur Höhle zurückkehren und dann von dort ins Tal marschieren. Würden wir fast dreimal so viel Weg in Anspruch nehmen. Würden wir also schon heute ins Tal gehen und dort unser Nachtlager notdürftig aufschlagen, dann würde das die Verletzten sehr schonen. Und Schonung ist wichtig für den Heilungsprozess. Da der Sturm vorüber ist, sollte wir die Nacht auch außerhalb der Höhle überstehen können."
 

ElDiabolo

Revolverheld
Ben wandte sich Arthur erfurchtgebietend zu:
"Sind sie sicher, dass die Verletzten eine Nacht hier draußen überleben werden? Es ist schon später Nachmittag, wenn sie den Stand der Sonne beobachten werden sie zu dem Selben Schluss kommen. Wir werden also nicht mehr als ein provisorisches Camp aufschlagen können. Die Höhle böte einen sicheren Unterschlupf. Vor allem traue ich dem Frieden mit dem Wetter nicht, es ist zu ruhig..."

Natürlich waren dies nicht die einzigen Bedenken, die Ben hatte. Vielmehr würde es auch seine Autorität mindern. wenn er seine Befehle nun ändere, nachdem er sie öffentlich kund tat. In der momentanen Phase eine heikle Sache.
 

Duneman

"Ihre Argumente sind nicht ohne, das gebe ich zu. Lassen sie mich einen Kompromiss vorschlagen. Um nicht alle Überlebenden zu gefärden, werde ich allein mit meinen medizinischem Hilfsteam die Verletzten ins Tal bringen, wo wir dann morgen mit ihnen und den restlichen Leuten wieder zusammentreffen würden. Für eine kleinere Gruppe erfahrener Leute ist es außerdem einfacher und schneller möglich ein Lager herzurichten, als für eine große Ansammlung an Städtern."
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

ElDiabolo

Revolverheld
"Das halte ich für einen durchaus guten Vorschlag." Bens Gesicht wirkte nun viel freundlicher.
"Ich denke, ich sollte sie dann begleiten. Es schadet nie, wenn jemand Kampferprobtes dabei ist und es ist nicht mein erstes Lager, dass ich aufbaue.", Ben trat ein wenig näher zu Arther und wurde leiser: "Die Menschen scheinen momentan den Umständen entsprechend sehr zufrieden, sodass ich es riskieren kann, sie mit ihm eine Nacht alleine zu lassen, natürlich nicht unbewaffnet. Ich werde die Menge noch zur Höhle führen und dann ihnen ins Tal folgen, Sie werden hoffentlich solange einen guten Lagerplatz gefunden haben. Eine Lichtung oder in der Nähe eines Baches wäre der ideale Standort, sodass ich die anderen am nächsten Morgen dort hinführen kann."

In Erwartung einer Antwort blickte Ben nun Arthur mit hochgezogenen Augenbrauen an. Dabei war klar, dass er in jedem Fall nur eine Antwort akzeptieren würde. Es war ihm schon zuwieder, so viel reden zu müssen, um sympathisch wirken zu können, was ihm schwerer fiel, als er vorher erwartet hätte. Doch er brauchte Verbündete. Verbündete waren wichtig. Verbüdete waren Leben- zumindestens hier draußen, denn dies war nun das echte Leben, und kein kleiner Jungenstreich...

...Ein warmes Gefühl machte sich auf seiner Haut breit. Es war sehr angenehm und er genoss es. Langsam öffnete Ben seine Augen und grelles Sonnenlicht fiel hinein. Allmählich zeichneten sich Umrisse ab. Erst ein Gebäude, dann ein paar Kisten, dann der Sand auf dem Boden. Und langsam kam auch der Schmerz wieder. Erst ein dumpfer, sanfter Schmerz, dann ein stechender, pulsierender. Ben schrie auf- keiner schien ihn zu hören. Sein Blick wanderte langsam auf seinen Arm, mittlerweile war die Umgebung deutlich zu erkennen: Er saß angelehnt an eine alte, verfallene Hütte, mitten in der Prärie. Vorsichtig tastete er die Stelle ab, von der der Schmerz herkam: Wieder schrie er auf vor Schmerz. Er hatte inmitten eine offene Wunde gelangt, aus der das Blut noch immer hinausströmte. Hätte er doch bloß nichts gesagt. Wäre er doch bloß mit seinen Freunden mitgegangen und nicht mit diesen, diesen...dafür fielen ihm keine passenden Worte ein.
Es war, vermutlich, gestern, als sie auf diese dämliche Idee kamen. Seine "Aufnahmeprüfung", meinten die anderen Jugendlichen. Zuerst klang auch alles so einfach. Er sollte nur in das Haus der Dickers einsteigen und einen Säbel klauen, den Mr Dickers über seinem Kamin aufgehängt hatte. Wäre da nicht diese Flasche gewesen hätte auch alles geklappt. Dadurch hatte Mr Dickers sie noch auf der Flucht erwischen können. Dummerweise erwischte er Ben- und brachte ihn schnurstracks zum Sherrif. Tja, und da hat er dann geredet, hat alle Namen genannt. Zuerst wollte er ja nicht. Doch der Sherrif kannte seine Methoden, über die wir hier lieber nicht reden wollen. In unserem heutigen Umfeld wären diese nur unvorstellbar gewesen. ich möchte jetzt nicht auf jede Einzelheit eingehen, doch das Ende vom Lied war, dass Ben mitten in der Pampa saß. Nun musste er zusehen, dass er überlebte...

"Nun?", fragte Ben Arthur, der immernoch ruhig dastand.
 

ElDiabolo

Revolverheld
Part II

Es war einer dieser kühlen, widerlich feuchten Herbstmorgenden. Kalte Nebelschwaden zogen langsam über das nasse Laub hinweg, die Morgendämmerung setzte die ganze Umgebung in unangenehme, blasse Farben, nur verdeckt von den grauen Schatten der Bäume. In der Nähe glimmten schwach noch die letzten Reste eines Lagerfeuers, zu klein, um noch Wärme zu spenden. Ben saß angelehnt an eine alte Eiche, deren Rinde schon durch die Jahre grau und verfurcht war, doch er rührte sich nicht; er war nicht bei Bewusstsein.
Tautropfen tropften ihm ins Gesicht. Es war Reif, der auf den Blättern des Baumes langsam zu tauen begann. Wie in Zeitlupe öffneten sich seine Augen, erst nur einen Spalt, dann ganz. Das gleißend weiße Sonnenlicht blendete ihn, und nur langsam zeichneten sich die Konturen ab. Vor sich konnte er seine Füße erkennen, die aus einem alten Fell, viel zu klein um ihn vollständig zu bedecken, hinausschauten. Noch recht zaghaft ließ er seinen verschlafenen Blick umherwandern. Erste Geräusche drangen an seine Ohren, das sanfte Rauschen des morgendlichen Windes in dem lichten Blätterwerk des Waldes, das Plätschern eines kleinen Baches in der Nähe, das traurige zwitschern eines einsamen Vogels. Doch dann entdeckte er, etwas entfernt, an einem Baum schlafend, eine Gestalt. Vom Instinkt getrieben wollte er an sein Halfter greifen, doch mehr als ein bloßes Zucken seiner Finger brachte er nicht zu Stande. Vorsichtig musterte er die andere Person, bis er glaubte, sie erkannt zu haben.

"Arthur...", versuchte er schwach mit seinen Lippen zu formen...
 

Duneman

Arthur schreckte hoch und verfluchte sich innerlich, dass er eingeschlafen war. Sein Blick viel auf Ben.
"Du bist wach.", stellte er fest. Langsam und schwerfällig erhob er sich und ging auf Ben zu. Als er beim liegendem Ben angekommen war, legte er zwei Finger auf die Halsschlagader: "Hm... dein Puls hat sich stabilisiert. Sieht aus, als wärst du ein glücklicher Mensch. Die meisten wären an deiner Stelle vermutlich gestorben."
Arthur gab Ben sein berühmtes Lächeln.
"Du solltest dich noch ausruhen. Im Moment ist dein Körper noch sehr geschwächt. Du kannst froh sein, dass dich die Kugel nicht schlimmer getroffen hat. Hätte dein Körper nämlich noch mit einer schweren Schussverletztung kämpfen müssen, dann hätte dich nichts mehr gerettet."
 

ElDiabolo

Revolverheld
Langsam wurde Bens Blick klarer und er erkannte Arthur nun ganz deutlich: Sein Gesicht war mitgenommen und verdreckt, durch die Kälte völlig blass. Dennoch konnte sein Lächeln die selbe Wärme entfachen, wie schon zuvor. Zuvor- wann? Und was meinte er mit Kugel? Wurde er etwa angeschossen? Er wusste es nicht mehr. Das letzte, woran er sich nur mit Mühe noch erinnern konnte, war, dass er mit Arthur das Lager im Tal aufgeschlagen hatte. Sie hatten eine idyllisch gelegene Lichtung entdeckt, ein Fluss versorgte sie mit frischem Wasser und der Wald mit genügend Nahrung. Schnell waren erste Pallisaden errichtet, um sich gegen mögliche Angreifer verteidigen zu können. Schon am nächsten Morgen sollten sie in das Lager einziehen können- danach war alles schwarz. Nur einige Bildfetzen von einem dunklen, kalten, schwarzen Ort flammten immer wieder kurz in ihm auf...

Ben öffnete wieder die Augen. Anscheinend ist er wohl wieder bewusstlos gewesen, denn die Sonne stand schon hoch am Himmel. Dennoch war es nicht viel wärmer als auch schon am Morgen, nur die Nebelschwaden schienen sich verzogen zu haben. Wieder versuchte er, seinen Arm zu bewegen, und wieder brachte er nicht mehr als ein bloßes Zucken seiner Hand zustande. Immerhin schon die Hand. Er blickte auf sie hinab: Abgemagert. Knochig. Totengleich. Von der einstigen Stärke die ihr innewohnte war jegliche Spur verblichen. Auch der Arm- nur noch ein fragiles Gestänge. Er musste am ganzen Körper so aussehen. Wie lange war er bewusstlos? Es muss eine halbe Ewigkeit gewesen sein. Arthur würde ihm sicher weiterhelfen können, er saß vor dem wieder lodernden Feuer und schien etwas vorzubereiten.

"Arthur...", versuchte er wieder auf sich aufmerksam zu machen. Diesmal gelangen ihm die Worte schon besser, sodass man es erstmals als Sprechen bezeichnen konnte...
 

Duneman

"Du solltest besser nicht sprechen und unnötig Energie verschwenden.", sagte Arthur, der sich neben Ben gesessen hatte und nun einen kleinen Topf voll Fleichbrühe hochhielt. Dann tauchte er einen großen Blechlöffel in den Topf und schob ihn darauf in Bens Mund, bevor dieser auch nur reagieren konnte.
"Ich weiß es gefällt dir nicht gefüttert zu werden, aber du brauchst jede Energie, die du kriegen kannst. Es schmeckt zwar nicht gut, aber frisches Wild ist das, was du nun brauchst."
 

ElDiabolo

Revolverheld
Nur widerwillig schluckte Ben die Bruhe hinunter. Arthur hatte Recht, ihm gefiel es so gar nicht gefüttert zu werden. Auch brauchte er die Energie. Doch in einem Punkt irrte er sich. Nachdem er nach einer gefühlten Ewigkeit nichts mehr gegessen hatte, schmeckte die Brühe atemberaubend- obwohl sie wahrscheinlich nicht mehr als ein wässriges Süppchen war. Mit jedem Schluck spürte Ben, wie langsam die Kraft wieder in seinen Körper zurückkehrte, die Wärme ließ seine Lebensgeister- wenn auch nur ein wenig- zurückkehren. Mit dem immer leerer werdenden Topf keimte auch eine Frage in ihm auf, und schließlich, nach dem letzten Löffel, brach er damit hinaus:

"Sag... was...", er räusperte sich schwach, "was ist passiert?". Diesen Satz brachte er nur unter großer Anstrengung hervor, sodass er nun wieder völlig erschöpft an den Baum gelegt lag.
 

Duneman

Arthur lächelte traurig.
"Stimmt, du warst ein paar Tage abwesend. Ich habe die Toten bereits begraben. Das... war das mindeste, was ich tun konnte. Ich weiß übrigens nicht wo er gerade ist, aber da er die Karte vermutlich kaum entziffern kann, hätte er wohl mindestens ein paar Tage gebraucht, bis er den Schatz finden konnte. Vielleicht sucht er noch, vielleicht hat er ihn aber auch schon und ist über alle Berge."
Arthur seufzte. Er hatte auf allen Fronten versagt.
 

ElDiabolo

Revolverheld
Zu stark mitgenommen von den letzten Strapazen, und ohne Erinnerungsvermögen an die letzten Tage oder Wochen oder gar Monate, konnte er sich auf Arthurs Aussage kaum etwas zusammenreimen. Doch er sprach von Toten- Tote? Und wer war diese omminöse Person, die sich nun auf der Suche nach dem Schatz befand? Und vor allem was war mit ihm selbst passiert? Und wo waren all die Anderen? Etwa tot? Alle?

"Connor...!", krächzte er mich schwacher, dennoch rauer Stimme.
 

Duneman

"Eine Schande. Er war jung und talentiert. Ich bin mir sicher, dass aus ihm noch jemand großes geworden wäre. Wie auch immer, du solltest möglichst schnell wieder zu kräften kommen. Ich muss seine Verfolgung aufnehmen, aber das kann ich erst, wenn du genesen bist. Mal abgesehen davon, dass ich keinen Kranken oder Verletzten im Stich lasse, ist es das mindeste, was ich als Wiedergutmachung leisten kann."