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The Treasure - Die Zeit spielt gegen dich

DeletedUser13032

Es hatte beinahe zwei volle Tage gedauert, doch schließlich ergab sich Set'tainta Mikes Folter und erklärte ihm mit schwacher Stimme die einzelnen Schriftzüge und Zeichen. "Und du bist dir sicher? Wenn nicht, weißt du was passiert...". Völlig am Ende und außer Stande auch nur die geringste Kraft aufzuwenden, nickte der Indianer langsam. Die vergangenen Stunden hatten ihren Tribut gefordert und ihm kam die Galle hoch, als er an sich herabsah, seine gebrochenen Knie sah, seine nutzlos gewordenen Hände und das viele Blut am Boden. Sein Blut. Mike musterte seinen Gefangenen und seufzte erleichtert. "Endlich haben wir es hinter uns. Du hast lange durchgehalten und dafür hast du meinen Respekt. Aber du musst verstehen - ich brauche das Geld, den Schatz. Und niemand wird mir dabei im Weg stehen!"
Mike wartete noch eine Weile neben dem sterbenden Set'tainta und rauchte eine Zigarette, seine letzte. Kurz spielte er mit dem Gedanken ihn zu erschießen, doch dann entschied er sich dafür, seinen Standort nicht unnötig zu verraten, denn den Schuss würde man unten im Tal hören. Sein Messer hatte er erst vor kurzem gereinigt. Mike atmete einmal tief ein und stand auf. "Ich werde dich nun verlassen, ich wünsche dir noch einen schönen, letzten Aufenthalt bei Mutter Natur. Ich bin mir sicher, bald wird sie dich zu sich holen." Ohne ein weiteres Wort steckte Mike die Karte ein, warf die noch glühende Zigaretten blindlings weg und machte sich auf den Weg in höheres Gelände.
 

DeletedUser17700

„Wie konnte das nur passieren?“, stammelte Ouray im Fieberwahn vor sich hin, während er sich blutend Meter um Meter durch das Gebüsch kämpfte.
Immer wieder verließen ihn die Sinne und es tauchten einzelne Bilder vor seinen Augen auf, ehe er sich auf dem Boden liegend wiederfand.

Schnell Set'tainta...sie kommen! Wenn sie uns entdecken werden sie uns töten...sie schießen bereits! Wo bleibst du denn nur?!

Langsam hob der Jäger den Kopf und sah sich um. Es schien, als wäre er noch immer an dem Ort, an dem es zu dem Zusammenstoß mit dem Weißen kam...und wieder schwanden ihm die Sinne.

Set'tainta er hat mich erwischt. Ich hatte ihn durch den ganzen Krach nicht gehört und schon stand er vor mir...er drückte mir einfach seine Waffe an die Seite...ich glaube nicht das ich es schaffe, aber...PASS AUF! ER STEHT HINTER DIR!

„Reiß dich zusammen!“, schrie Ouray sich selbst an und richtete sich wieder auf. An einen Baum gestützt stieß er einen Pfiff aus, in der leisen Hoffnung das Misu, sein treues Pferd auftauchen würde, das er in einiger Entfernung zurückgelassen hatte. Doch langsam verlor er die Hoffnung, dass er in die richtige Richtung gegangen ist, denn auch die letzten fünfzehn Mal war Misu nicht gekommen. Wieso jetzt plötzlich?
Doch auf einmal durchbrach ein Rascheln die fast schon unheimliche Stille, die um ihn herum herrschte und Ouray dachte bereits, dass es der Weiße sei, um sein Werk zu vollenden, nachdem der Jäger schließlich flüchten konnte, da sich Set'tainta unerschrocken auf den Bastard gestürzt hatte.
Als ihm erneut die Sinne schwanden, dachte der Jäger nicht, dass er jemals wieder aufwachen würde und ein letztes Mal liefen die letzten Tage an seinem geistigen Auge vorbei, ehe er von einem nassen Gegenstand aufgeweckt wurde.
„Set'tainta?“, hauchte er. Doch als Antwort erhielt er nur ein Wiehern, was ihm jedoch ebenso ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Misu...ich wusste du lässt mich nicht im Stich...“
Langsam klärte sich sein Blick und er sah, wie sein Pferd flach auf dem Bauch lag und ihn erwartungsvoll ansah. Mit letzter Kraft zog er sich auf den Rücken des Pferdes und spürte einen Funken Hoffnung als Misu aufstand und mit ihm davon galoppierte. So froh er auch war sich endlich ein wenig Ausruhen zu können, so durchlitt er während des Ritts doch Höllenqualen, als seine verbrannte und aufgerissene Seite immer wieder auf den Körper des Pferdes klatschte.
Nach einer halben Stunde blieb Misu plötzlich stehen und stieß mit einem Ruck Ouray vorn über, ehe er im kühlen Nass einer größeren Quelle landete. Ohne auch nur einen Moment zu verschwenden trank er minutenlang vom erquickenden Wasser und mit jedem Schluck kehrte ein wenig Lebensenergie in ihn zurück und auch seiner Wunde tat die Kühlung mehr als gut.
So gut, dass er erst nach einer Stunde kletterte aus dem Wasser und aß von den Beeren der umliegenden Sträucher, ehe er sich an sein Pferd kuschelte, es streichelte und flüsterte:
„Wir werden ihn schon noch finden...“

Seit diesem Moment sind wieder ein paar Tage vergangen und Ourays Zustand hatte sich so verbessert, dass er sich wieder auf den Weg machen konnte. Das war auch dem Verband zu verdanken, den er sich notdürftig zurecht geschnürt hatte und der die Heilung enorm beschleunigt hatte.
Doch auch der beste Verband konnte Set'tainta nicht mehr retten. Der Jäger stand vor dem leblosen und blassen Körper seines Freundes, ehe er sich zu ihm hinunter beugte und ihm seine glasigen Augen schloss.
 

DeletedUser13032

Mit äußerster Vorsicht wählte er jeden seiner Schritte. Zweimal war Mike bereits fehlgetreten und einige Meter wieder hinuntergerutscht. Der Aufstieg sollte unter normalen Umständen kein Problem darstellen, doch Mike konnte sein linkes Bein nicht voll belasten; er hinkte. Er machte noch fünf Meter, dann hielt er an einem kargen Baum an und lehnte sich an. Mit geschlossenen Augen erinnerte er sich zurück. Alles war so schnell gegangen. Eben hatte er noch neben Arthur gestanden, da war auch schon die Hölle los! Im dichten Gedränge wurden sie getrennt und Mike kämpfte fortan für sich, nur für sich und allein. Nach einiger Zeit, er wusste nicht mehr wie viele er erschossen hatte und vorallem ob es Freunde oder Feinde waren, hatte er beschlossen sich auf einen Felsvorsprung zurückzuziehen. Als er sich gerade hinaufgezogen hatte, spürte er den brennenden Schmerz eines Pfeils in seinem Oberschenkel. Um sich nicht unnötig zu verletzen, ließ er den Widerhaken in seinem Fleisch stecken und brach lediglich das Holz ab. Mike zog sich aus dem Getümmel zurück und der Indianer folgte ihm ...

Er schüttelte sich und sog die letzten Tropfen Wasser aus seiner Feldflasche. Er hatte nichts mehr, nur noch seine Pistole. Und natürlich die Karte. Bei dem Gedanken daran schoss neue Energie in seine Beine, eher in sein unversehrtes, und erneut machte sich Mike daran den Wegpunkten der Karte zu folgen. Die Feldflasche schmiss er achtlos zu Boden, es war unnötiger Balast.
 

patti94

Zurück im Tal bei Ben und Arthur kam Scott aus dem Wald. Er war während Bens Abwesenheit, von Arthur losgeschickt worden, um ein paar Kräuter aufzutreiben, welche Bens Genesung beschleunigen sollten.

"Da bin ich wieder.", mit diesen Worten meldete er sich bei Arthur zurück. Erst einen Moment später merkte er, dass Ben zu sich gekommen war.
Er legte den Beutel mit den Pflanzen neben Arthur nieder und wandte sich zu Ben: "Wie ich sehe, bist du wieder unter den Lebenden!".
Dann drehte er ihm den Rücken zu, um auf Arthurs Reaktionen zu warten, da er merkte, dass Ben wohl doch nicht ganz auf dem Damm war: "Seit wann ist er wieder bei Bewusstsein?"
 

Duneman

Arthur nahm sich den Beutel mit den Kräutern und überprüfte sie scharfäugig, während er Scott antwortete: "Erst ist, kurz nachdem du losgegangen bist, aufgewacht. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis er sich erholt hat, aber ich bin sicher, dass er durchkommen wird. Ein Wunder, wenn du mich fragst."
 

patti94

"Das hört sich doch gut an.", antwortete Scott ihm", Dann können wir hoffentlich bald aufbrechen!"
Solangsam zerrte die Situation auch an ihm, da er noch nicht wirklich verstand, um was es hier letztendlich ging. Er wusste lediglich, dass es nicht bloß ein Zugunglück war, um was es hier ging, da sie ansonsten schon längst die Zivilisation erreicht hätten.
Doch er wollte sein Unwissen noch mit keinem recht teilen, da er nicht wusste wem er vertrauen könnte und wer die besseren Absichten hatte.

"Benötigst du noch etwas, Arthur? Oder kann ich sonst etwas tun?"...
 

Duneman

"Nein, vorerst können wir nur warten. Warum isst du nicht auch ein wenig, von dieser... äh... köstlichen Wildbrühe."
 

patti94

Das ließ sich Scott nicht zweimal sagen. Bei dem ganzen Chaos, welches die letzten Tage auftrat, vergas er häufig etwas zu essen.
Er ließ sich neben Arthur nieder und genoss den Augenblick der Ruhe. Er atmete einmal tief durch, ehe er sich etwas von der Brühe nahm. Mit dem ersten Schluck merkte Scott, wie der Staub in seiner Kehle hinunter gespült wurde und mit jedem weiteren erlangte er neue Kraft für die bervorstehenden Taten. Auch wenn er nicht im geringsten wusste woraus diese bestehen könnten...
 

ElDiabolo

Revolverheld
Plötzlich wehte ihnen hinter Scott ein leises Stöhnen entgegen. Der kränkliche Ben hatte sich mit seinem einzigen funktionierenden Arm bis zum Feuer gezogen und versucht, nach der Brühe zu greifen, doch diese Anstrengung ließ ihn wieder zu Boden sinken, bevor er wieder das Bewusstsein verlor, wenn auch diesmal nicht allzu lange.
 

Duneman

Arthur seufzte einmal auf. Ben schien wirklich ein schwieriger Patient zu sein. Er erhob sich und zog ihn ein wenig vom Feuer weg. Dann nahm er den Topf und setzte sich neben ihn. Ob er es wollte oder nicht, Ben musster gefüttert werden, da sein Körper kaum genug Kraft haben konnte den Topf zu halten.
 

ElDiabolo

Revolverheld
Ben seufzte bloß leise, für irgendeine Form von Widerstand war er viel zu schwach. So schluckte er einfach die Brühe und ließ sie sich schmecken. Das war seit langer Zeit die erste größere Menge, die er zu sich nahm.
 

Duneman

Löffel für Löffel wurde Ben in den Mund geschoben, bis der Topf leer war. Arthur stellte alles beiseite und lehnte sich an einen nahegelegenen Baum. Jetzt konnte er nur noch warten.
 

DeletedUser13032

Der Aufstieg war erschwerlich. Unter größter Anstregung setzte Mike einen Schritt nach dem anderen. Er war langsam unterwegs, zu langsam befürchtete er. Seine Verletzung plagte ihn, doch sein eiserner Wille trieb ihn immer wieder an. Er wollte das Gold besitzen, er war nicht soweit gekommen um jetzt aufzugeben. Immer wieder bildete er sich ein, Schritte hinter sich zu hören und Äste zu knacken. Aber immer wenn er sich umdrehte, war da nichts.
Nach ein paar weiteren Metern wurde ihm urplötzlich schwarz vor Augen und er knickte ein. Als er wild blinzelnd den Blick hob, konnte er, nur noch einen Steinwurf entfernt, eine merkwürdige ansammlung an Büschen und Steinen erkennen. Die Höhle!, schoss es ihm durch den Kopf.
 

DeletedUser17700

Was für einen Eindruck musste das auf einen Außenstehenden machen, wenn er die Verfolgungsjagd von Mike und Ouray gesehen hätte. Mit schweren Verletzungen hievte sich Mike den Berg hinauf, während ihm der Jäger fast genau so schnell nachstellte.
Es wäre wahrscheinlich schon um den Mörder geschehen gewesen, hätte er sich nicht dafür entschieden, den beschwerlichen Anstieg dem gemütlichen Tal vorzuziehen, denn zu Pferd hätte ihn der Indianer schon lange eingeholt. Doch bei der Steigung musste Ouray seinen Hengst Misu an den Zügeln neben sich her führen, was den Jäger womöglich noch langsamer machte und Mike einen weiteren Vorsprung gab.
Doch Ouray wusste, dass er ihn nicht sofort einholen musste, denn am Ende gäbe es für ihn kein Entkommen. Er würde sich wie ein Spürhund an seine Fährte heften und nicht eher ruhen, bis er den Mörder seines Freundes und vieler anderer Menschen zur Strecke gebracht hatte!
 

ElDiabolo

Revolverheld
Die Brühe tat Ben gut, sodass er langsam wieder neue Energien schöpfte. Es war zwar schwer, dennoch wagte er noch am Abend die ersten unsicheren Schritte. Für ihn war es jedoch wichtig, schnell wieder auf die Beine zu kommen, war er schließlich eine Kämpfernatur. Die Schweißperlen tropften ihm vom Gesicht, doch er schleppte sich weiter, von Baum zu Baum, bis er schließlich am vierten zusammenbrach. Doch er raffte sich noch einmal auf und versuchte es weiter. Aber am fünften Baum verließen ihn endgültig seine Kräfte und er wurde wieder ohnmächtig. Er hattte wohl zu viele Muskeln abgebaut in der langen Zeit der Bewegungslosigkeit...
 

Duneman

Zusammen mit Scott gelang es Arthur Ben wieder an seinen angestammten Platz am Lagerfeuer zu legen. Er war überhaupt begeistert davon, dass Ben sich derartig überanstrengte, wusste aber auch zu gleich, dass sein Patient in manchen Dingen ein unüberwindlicher Sturkopf sein konnte. Wenn auch kein so verblendeter Sturkopf wie er selbst einer gewesen ist. Arthur drehte sich zu Scott um. Er war unendlich dankbar für die Gesellschaft dieses Mannes, welcher das Herz am rechten Fleck zu haben schien.
Arthur blick glitt zum Horizont. Er machte sich Sorgen um seine beiden Indianerfreunde, welche Mikes Verfolgung aufgenommen hatten. Arthur war ein Idiot gewesen. Er hatte versagt, weil er nicht Mikes wahre Natur sehen konnte, oder besser nicht sehen wollte. Und er weil Arthur ihn in den Schatz und die Karte eingeweiht hatte, mussten Menschen sterben. Er war entschlossen, sobald Ben wieder bei Kräften war, wird er selbst Mikes Verfolgung aufnehmen, den Schatz für die Indianer sichern und verhindern, dass noch mehr Menschen durch seine Hand sterben würden. Arthur hatte kaum Zeit die Orginalkarte zu studieren, aber dank seiner Kentnisse über die Indianerkulturen konnte er die Karte in wenigen Minuten entschlüsseln. Er wusste wo der Schatz lag und damit wusste er auch, wo sich Mike befand.
 

DeletedUser13032

Endlich hatte er es geschafft, den Stein beiseite zu Rollen. Nachdem er sich unzählige Schnitte an dem verdammten Dornenbusch davor zugefügt hatte, stand er nun im Inneren der Höhle. Sollte er den Stein wieder vorschieben und den Eingang versperren? Nein, das wäre Blödsinn. Am Ende käme er nicht mehr hinaus und das Indianergrab würde sein Grab werden. Ja, er war in einem Grab gelandet. Vorsichtig ging er vorwärts, das Licht von draußen wurde immer weniger und als es ihm schon fast keine Möglichkeit mehr bot, etwas zu sehen, stieß er auf einen Tisch. Davor stand ein Stuhl aus massiven Holz. Eine Reihe Feuersteine waren auf dem Tisch ausgebreitet, auf dem Sessel lag eine Fackel. Jemand wusste genau, ab wo man künstliches Licht brauchte. Ohne Umschweife packte sich Mike die Sachen und nach einigen Minuten konnte er die Fackel zum brennen bringen. "Na also, und jetzt wo bist du Schatzi, Schatzi!" flüsterte Mike zu sich selbst, während er beim Gehen darauf bedacht war, keinen der am Boden liegenden Knochen zu zertreten. Je tiefer er hineinkam, desto stickiger wurde es. Mit einem Schauer über dem Rücken bahnte er sich seinen Weg in Richtung Reichtum.
 

DeletedUser17700

Es dauerte nicht lange ehe auch Ouray die Anhöhe erreichte, die einen direkt zu der alten Grabstätte führte.
Die letzten Tage waren sehr kräftezehrend für den Indianer, der nichts mehr außer seiner Rache im Kopf hatte und seine körperlichen Grenzen bis zum aüßersten ausreizte. Erschöpft und müde von dem langen Marsch, den er praktisch ohne Rast gemacht hatte um Mikes Fährte nicht zu verlieren, befand er sich vor einer zehn Meter hohen Steinwand mit einem verhältnismäßig kleinem Loch, das als Eingang und Ausgang diente und bis vor kurzem noch mit einem schweren Stein versperrt war.

Als er nun endlich vor der besagten Höhle stand und einen geeigneten Platz aussuchte, um Misu anzubinden, waren seine Schritte schwer und unbeholfen. Dennoch dachte der Indianer nicht daran sich auszuruhen. Ihm war zwar klar, dass er Mike nicht in die dunkle Höhle folgen konnte, wo er sich leicht vor ihm verstecken oder den Jäger gar überfallen konnte, aber der Mörder musste auch irgendwann herauskommen und dafür konnte er doch nur den einen Zugang benützen.
Also versteckte sich Ouray im Gebüsch vor dem Eingang und wartete darauf, endlich seine Rache zu bekommen. Aber wie lange würde er diese Strapazen mit seinen Verletzungen noch aushalten?
 
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DeletedUser13032

Immer weiter drang Mike nun ins Innere der nie enden wollenden Höhle ein. Wie lange war er nun schon dort drinnen? Er hatte keine Ahnung, die Zeit schien im Nu zu verstreichen. Doch seine Fackel sagte ihm ganz genau, dass er bereits zu lange hier war. Was, wenn das Ganze nur eine Sackgasse war? Wenn sich die Indianer einen Scherz mit den schatzsuchenden Abenteurern erlaubt hatten? Mike wurde nun abwechselnd kalt und heiß und er atmete sehr flach. Würde er jetzt noch umkehren, würde die Fackel abgebrannt sein, bevor er auch nur die Hälfte des Weges zurückgelegt hätte. Er musste pokern und weiter gehen.
Gerade, als er die Hoffnung, hier je wieder heil herauszukommen, aufgegeben hatte, merkte er einen sanften Windzug. Er streifte ihn leicht über das Gesicht. Es musste eine Öffnung geben, hier ganz in der Nähe. Und genau als er nur einen Steinwurf vor sich eine vermoderte und mit Moos bedeckte Holztüre im Stein erkannte, erlosch die Fackel und Mike verlor sich in der Dunkelheit.
 

DeletedUser17700

„Wie lange dauert es denn noch, bis er endlich raus kommt?“, murmelte Ouray pausenlos vor sich hin. Bereits seit einer halben Stunde lauerte er hinter seinem Busch und spähte ununterbrochen in den kleinen Eingang der Höhle, den Bogen stets gespannt, als ihn plötzlich ein stechender Schmerz durchzuckte und fast aufschreien ließ.
Er blickte an sich herunter und bemerkte, dass seine Wunde wieder aufgebrochen war und Blut in Strömen seinen Verband wieder rot färbte. So gut er konnte versuchte er mit den Mitteln, die er bei sich hatte, die Blutung zu stoppen, aber egal was er versuchte es war vergebens.
Als er endlich einsah, dass er seine Verbände brauchte, die er bei seinem Pferd gelassen hatte, war es bereits zu spät und er merkte nur noch, wie alles um ihn herum schwarz wurde, ehe er unsanft auf den Boden aufprallte.