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Tipps und Tricks für Amateurautoren

Duneman

Ich habe in letzter Zeit zu meiner Freude gesehen, dass dieses Forum wieder auferstanden ist und zahlreiche Geschichten geschrieben wurden. Leider waren auch viele Geschichten dabei, die man einfach nur als schlecht bezeichnen kann. Deshalb möchte ich all meine Erfahrungen, die ich habe, mit allen Schreibern teilen, damit wir bald viele schöne Geschichten zu lesen haben. Da ich mich selbst vorne und hinten nicht als ein Experte in diesem Bereich bezeichnen würde, stelle ich alle meine Tipps hier zur Diskussion. Natürlich könnt ihr auch weitere Tipps vorschlagen, die ich dann in der Liste ergänzen würde.

Eine angefangene Geschichte muss auch beendet werden
Wenn es etwas gibt, das schlimmer ist, als eine grauenvolle Geschichte, dann ist eine meisterhaft geschriebene Geschichte, die nur zu Hälfte fertig gestellt wurde. Ich weiß, dass viele auch mal eine Geschichte schreiben wollen (was ja auch gut ist), aber um Himmels Willen überlegt euch, ob ihr auch genügend Zeit und Lust habt, um diese Geschichte zu schreiben. Diverse Geschichten hier, darunter viele gute, wurden mal kurz angefangen und danach nie wieder weiter geschrieben. Das ist für jeden Leser eine Qual. Eine Geschichte zu schreiben verlangt viel Zeit. Insgesamt werdet ihr viele Stunden (das ist nicht untertrieben) investieren müssen, um die Geschichte fertig zu stellen. Niemand sagt, dass ihr jetzt 24 Stunden dauerschreiben sollt. Aber stellt bitte vorher sicher, dass ihr die nötige Motivation und Ausdauer zum Schreiben habt, bevor ihr euch an die Tastatur setzt.

Habt eure gesamte Geschichte im Kopf
Manche von euch werden es kaum erwarten können, selber mal eine Geschichte hier rein zu stellen. Geduldet euch! Man kann sich nicht einfach mal so hinsetzen und schnell eine Geschichte schreiben. Überlegt euch genau, worum es in der Geschichte gehen soll. Jeder gute Autor kennt den groben Ablauf seiner Geschichte vom Anfang bis zum Ende, bevor er auch nur den ersten Satz tippt. Das heißt für euch, ihr müsst den Anfang, das Ende und alle wichtigen Schritte kennen, wie es vom Anfang zum Ende kommt.

ein Beispiel:
Thema: Die Geschichte soll davon handeln, dass ein Sheriff einen Banditen jagt
Anfang: Der Sheriff sitzt gerade in seinem Büro, als der Bandit die Bank überfällt.
1. Teil: Der Sheriff macht sich zur Abreise bereit.
2. Teil: Der Sheriff reitet durch die Wüste und gelangt in eine Geisterstadt, wo er einige Spuren über den Aufenthalt des Banditen findet.
3. Teil: Der Sheriff trifft einen Indianer, hilft ihm einen Bären zu jagen, worauf der Indianer sich dem Sheriff anschließt.
4. Teil: Der Sheriff kann mit der Hilfe des Indianers und dessen Spurenleserfähigkeiten den Banditen ausfindig machen und stellt sich ihm zum Kampf.
Ende: Der Bandit wird vom Sheriff besiegt, welcher mit dem gestohlenen Geld in die Stadt zurück reitet.

Ihr müsst dabei nicht zu sehr ins Detail gehen. Alles was ihr braucht ist ein logisch zusammenhängendes Grundgerüst für eure Geschichte.

Länge der Geschichte
Um auch vor der Geburt eurer Enkelkinder fertig zu werden, solltet ihr auf die Länge eurer Geschichte achten. Eine zu lange Geschichte zu schreiben, kann soviel Zeit kosten, dass einem irgendwann die Motivation zum schreiben verloren geht. Achtet aber auch darauf, dass sie nicht zu knapp wird, sonst kann das Werk drastisch an Qualität verlieren.
Im Klartext: Alles was keine Kurzgeschichte ist, muss nicht zwangsweise ein Roman sein. Haltet euch einfach vor Augen, dass das ganze fertig gestellt werden muss.

Rechtschreibregeln beachten
Selbst die beste Geschichte kann durch grobe Rechtschreib- und Grammatikfehler versaut werden. Ihr müsst keine Rechtschreibasse sein, aber Programme wie Word zu benutzen ist ja wohl nicht zu schwer. Verlasst euch aber nicht allein auf solche Rechtschreibhilfen. Wenn ihr einen Teil fertig habt, dann lest ihn mindestens zweimal durch und achtet auf Rechtschreib- oder Grammatikfehler (Kommasetzung nicht vergessen). Achtet besonders auf eure Schwachpunkte. Ich persönlich hab die seltsame Angewohnheit, manchmal einfach so ein Wort im Satz auszulassen. Folglich achte ich besonders darauf, ob meine Sätze auch keine Wortlücken haben. Lasst euch auch von Lesern auf Rechtschreibfehler hinweisen, denn oft übersieht man Fehler, die erst von anderen entdeckt werden.

Nehmd dihsen Hinnweiß ärnst dänn feler in Där rechtschreihbung sinnd Nichd schöhn ancuseen?

Liebe fürs Detail
Eine gute Geschichte lebt von seinen Details. Beschreibt die Umgebungen, geht auf die Gefühle der Charaktere ein und benutzt viele Adjektive. Scheut euch nicht davor, in eurer Geschichte auch mal auszuschweifen. Probiert eine Atmosphäre zu erschaffen, die beim Leser Emotionen hervorruft.

Adjektive
Und damit kommen wir auch gleich zum nächsten Thema. Adjektive müssen nicht nur in ausreichender Zahl vorkommen, sonder auch richtig gewählt sein. Probiert nicht zu allgemeine Adjektive zu verwenden, sondern werdet mehr spezifisch. Auch bei den Adjektiven muss ins Detail gegangen werden. Eine andere Sache ist der Abwechslungsreichtum an Adjektiven. Nutzt nicht immer dieselben Adjektive. Statt ein zweites „Hervorragend“ kann man auch ein „Ausgezeichnet“ einsetzen. Das alles gilt natürlich auch für Adverbien. Es ist im übrigen auch nicht falsch, manchmal die Position der Adjektive durch Metaphern zu ersetzen. Eigentlich ist es sogar eine gute Möglichkeit, die Stilebene der Geschichte zu verbessern.

TW-Begriffe
Der folgende Hinweis bezieht sich nur auf Geschichten, die in dieses Forum reingestellt werden. In anderen Foren könnt ihr diesen Tipp also in Ruhe missachten.
Jeder Leser im TW-Forum wird die Begriffe aus TW wie „rostiger Bündelrevolver“, „Edle Kappe“ und „rote Lumpen“ kennen. Taucht auch nur ein einziger dieser Begriffe in eurer Geschichte auf, dann sticht dieser dem Leser sofort ins Auge. Dadurch verlieren eure Geschichten (sofern sie nicht direkt auf das Spiel TW bezogen ist) drastisch an Ernsthaftigkeit, da der Leser sofort das Spiel TW im Kopf hat. Das Problem ist, dass Begriffe wie „schwarze Lederjacke“ sehr allgemein sind. Die Lösung: „pechschwarze Lederjacke“
Diese einfache Spezialisierung des Adjektivs macht schon einen riesigen Unterschied. Eine andere Möglichkeit wäre „eine Lederjacke von schwarzer Farbe“. Wichtig ist nur, dass es eben nicht „schwarze Lederjacke“ heißt. Auch muss nicht immer geschrieben werden „er zog seine Peacemaker“ oder „er zückte sein Bowiemesser“. Schreibt doch einfach „er zog seinen Revolver“ und „er zückte sein Messer“. Es ist vollkommen unnötig, jedes Mal den Namen der Waffe anzugeben. Aus „brauner Lederhut“ kann einfach „brauner Hut“ oder „Lederhut“ werden. Dieser Tipp bezieht sich auf die meisten TW-Begriffe, aber nicht auf alle. Natürlich kann man „Deringer“, „Schrotflinte“, „Pony“ und so weiter verwenden. Auch alle Arten von Hosen können sorglos verwendet werden, da die TW-Charaktere zum Glück noch kein Schamgefühl entwickelt haben ;)

Realismus
Schieben wir mal den stilistischen Kram beiseite und widmen uns inhaltlichen Dingen. Realismus ist ein wichtiges Thema in eurer Geschichte. Eine unrealistische Geschichte wird niemand ernst nehmen. Sofern ihr also nicht plant eine Geschichte nach dem Stil von Monty Python zu machen (was im übrigen keine schlechte Idee wäre), dann solltet ihr darauf achten, dass keiner Gedanken ließt, sich den Gesetzen der Physik widersetzt oder mehr Glück hat als Gustav Gans. Das gilt natürlich nur für realistische Geschichten, wie z.B. Wild West Abenteuer. In Fantasygeschichten dürft ihr den Realismus natürlich auch ein wenig beiseite schieben. Natürlich kann man auch ein wenig Fantasy in „normale“ Geschichten einbauen, aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema.

Fantasy in realen Geschichten
Eine Fantasygestalt in eine reale Welt zu bringen oder eine reale Welt mit einem klein wenig Fantasy zu mischen, ist keinesfalls verkehrt, wenn man es richtig macht. Wenn ihr Fantasy einbaut, dann sollte sie auch wirklich das Kernthema der Geschichte sein.
Ein Beispiel:
Individuell Portal I von Vizeon Tormaton
Die Geschichte dreht sich um einen Außerirdischen in der Welt des Wilden Westens. Der Außerirdische steht im Handlungskern.

Was ihr auch noch beachten solltet ist, dass ihr nicht mehr als ein Fantasythema in die Geschichte einbaut, sonst geht der Realismus völlig unter und eure Geschichte mutiert zu einer zweifelhaften Fantasygeschichte.

Die Handlung
Bei der Handlung ist euch freie Wahl gelassen. Achtet nur darauf, dass sie auch logisch Verknüpft ist und ganz wichtig: dass sie originell ist. Wenn ein User vor kurzem etwas über die Reise eines alten Indianerschamanen geschrieben hatte, dann könnt ihr natürlich nicht ein Abenteuer schreiben, wo ein reisender Indianerschamane die Hauptperson spielt. Oder wenn jede zweite Geschichte von einer Banditenjagd handelt, dann solltet ihr wirklich nicht auch noch anfangen, über dieses Thema zu schreiben, denn sonst lässt sich der Leser nur schwer von der Handlung fesseln. Es ist natürlich nicht falsch eine Grundthematik aufzufassen, die ein anderer User in seiner eigenen Geschichte behandelt hatte. Zum Beispiel könnt ihr auch über Banditen schreiben, wenn vorher auch schon jemand über Banditen geschrieben hat. Wichtig dabei ist nur, dass ihr nicht eine ähnliche Handlung, wie euer Vorgänger habt, sondern mit dem Thema eine neue einbringt.
 
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Duneman

Nebenhandlungen
Bei einer Geschichte sollte nicht ständig Haupthandlung auf Haupthandlung folgen. Baut auch mal ein paar Nebenhandlungen ein, z.B. einen kurzen Dialog zwischen dem Helden und einem Händler, bei dem er gerade eine neue Waffe kauft. Für Wild West Geschichten ist es auch nicht verkehrt mal ein kleines Pokerspiel oder eine kurze Saloonschlägerei mit einzubauen.

Erzählerperspektive und Zeitform
Die Wahl der richtigen Erzählerperspektive und der Zeitform ist unheimlich wichtig für eure Geschichte. Zwischen folgenden Kombinationen sollte entschieden werden.
dritten Person, Vergangenheit: In dieser Form werden die meisten Geschichten geschrieben. Diese Variante ist fast universell empfehlenswert. In längeren Romanartigen Erzählungen, sollte sie sogar immer angewendet werden.
erste Person, Vergangenheit: Diese Variante kann ebenfalls in romanartigen Erzählungen benutzt werden, eignet sich aber im Normalfall eher schlecht dafür. Am besten verwendet man diese Kombination, wenn man eine Geschichte schreibt, die der Erzähler, welcher in der Rahmenhandlung erzählt, selbst erlebt hat. Achtet dann aber darauf, dass die Erlebnisse und Bewertungen des Erzählers (und nicht die Handlung selbst) auch wirklich im Mittelpunkt stehen.
erste Person, Gegenwart: Diese Erzählvariante sollte nur in Kurzgeschichten verwendet werden, in der die puren Emotionen oder Eindrücke des Erzählers im Vordergrund stehen.
zweite Person, Gegenwart: Diese Variante ist schwer zu schreiben, denn sie zielt darauf ab, den Leser selbst zur Hauptperson zu machen. Das Verwenden dieser Kombination sorgt immer für etwas Abwechslung, sollte aber am besten nur bei Kurzgeschichten Verwendung finden.
 
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Duneman

(Platzhalter für weitere Tipps)
 
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Luzia08

Nun ich bin relativ neu hier. Zu meiner Freude musste ich feststellen. Es gibt diesen Bereich. Ich schreibe für mein Leben gern, war auch schon in verschiedenen Rollenspielforen unterwegs und konnte da Schreiberfahrung in diesem Bereich sammeln.

Nun ich habe hier ein bissl gestöbert und auch eine Geschichte gefunden, die in Form eines RPG's (Role Playing Game)geschrieben ist. Und da ist mir aufgefallen, dass die gute Absicht durch mieses Schreiben verhunzt wird. In jedem Beitrag stehen nur zwei oder drei Sätze. In einem anderen Forum würden sie vom Moderator entfernt und als Spam behandelt. :)

Die handelenden Personen kommen da rüber wie die Sprechsäulen bei Mc Donalds. Sie bewegen sich nicht, sie denken nicht. Sie haben kein Gesicht und keine Mimik.

Jeder Mensch hat eine bestimmte Art sich zu bewegen, zu sprechen, zu handeln. Und jeder Mensch hat Gedanken. Dazu kommt noch der Ort an dem man ist und die Tageszeit. Im Freien auch noch das gerade herrschende Wetter und die Jahreszeit.

Ich nehme mir die Frechheit heraus und kopiere hier zwei Beispiele an denen ich zeigen möchte was ich meine. Ich bitte die Schreiber auch gleich um Entschuldigung ich möchte auf keinen Fall euer Schreiben madig machen, ganz sicher nicht. Aber vielleicht hilft es euch beim Schreiben

El öffnete als erster seine Augen. Es war ein ziemlich kühler Morgen, der Winter stand vor der Tür. So reckte und streckte sich El und weckte Knight auf.
"Hey, Knight, ich hab ne Idee, hol mal nen Eimer Wasser und... Jack hat Durst, verstehen wir uns?"
Ein grinsen war auf seinem Gesicht zu erkennen.
Für mich gehört zu einem kühlen Morgen ein frostiges Gefühl und die Unlust überhaupt aus der wärmenden Decke zu kriechen. Da muss erst mal ein Kaffee her oder etwas anderes was die Lebensgeister weckt. Dann könnte man sich vielleicht an die Schlafmütze erinnern. Bei dem gesprochenen Satz könnte man vielleicht ein Mienenspiel einfügen. Ein Zwinkern oder vielleicht sogar die Geste wie man den Anderen mit dem Eimer Wasser beglücken möchte. Und dann gibt es verschiedene Arten zu Grinsen. Verschämt, belustigt, spöttisch, hämisch, verschlagen, frech und so weiter. all das gibt dem Partner des Rollenspieles etwas worauf er reagieren kann, was es dem Mitschreiber leichter macht zu reagieren.

Knightly grinste. Mal sehen ob El tatsächlich das tun würde, was er dachte.
"Aber klar!" Er rannte zum Fluss und holte einen Eimer Wasser. Wenig später war er wieder bei El.
"Hier. Viel Spaß."
Auch hier wieder. Wie grinst deine Figur? Der nächste Satz ist missverständlich. Wer denkt in diesem Fall die Figur des Knightly oder die des El? Wenn die des Knightly einen Gedanken verfolgt sollte das dabei stehen. Wenn El gemeint war - musst du dich fragen lassen, woher weißt du was dein Gegenüber denkt. Die nächste Aktion mit dem Wasserholen könnte man auch etwas mehr ausführen. Vielleicht hat Knightly sogar bedenken, wie das Opfer des Wasseranschlages reagieren könnte. Oder auch eine gewisse Schadenfreude für den der auf die Weise geweckt werden soll. Dann ist da noch eine Frage offen. Ist der Fluss weit weg oder in der Nähe? Wie lange dauert es bis Knightly mit dem Wasser wieder da ist. Und welche Mimik begleitet die Worte "Hier. Viel Spaß." Stellt sich dann Knightly ein wenig abseits um der Reaktion des Jack aus dem Weg zu gehen.

Ich finde die Idee mit dem Wassereimer gut. Aber soll damit ein realer Mitspieler bedacht werden, muss ich euch daran erinnern, das im Normalfall in einem RPG keinem Mitspieler Handlungen zugeschrieben werden dürfen die dieser nicht zuvor selbst beschrieben hat. Und es darf auch keine Handlung so geschrieben werden, das der Mitspieler keine Möglichkeit hat auszuweichen oder der Handlung zu entgehen. Nur wenn es zuvor abgesprochen war.
 
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DeletedUser17700

Eine wirklich gute Hilfe, Respekt Duneman:up:

-Ich finde auch, dass der erste Punkt am wichtigsten ist, denn selbst die schlechteste Geschichte kann man verbessern, eine die gar nicht existiert halt nicht.

-Was die TW-Begriffe angeht: schwarze Lederjacken, braune Mäntel, etc. kann man meiner Meinung nach einbauen (schließlich gibt es sie ja nicht erst seit TW)
 

Duneman

Nun ich bin relativ neu hier. Zu meiner Freude musste ich feststellen. Es gibt diesen Bereich. Ich schreibe für mein Leben gern, war auch schon in verschiedenen Rollenspielforen unterwegs und konnte da Schreiberfahrung in diesem Bereich sammeln.

Nun ich habe hier ein bissl gestöbert und auch eine Geschichte gefunden, die in Form eines RPG's (Role Playing Game)geschrieben ist. Und da ist mir aufgefallen, dass die gute Absicht durch mieses Schreiben verhunzt wird. In jedem Beitrag stehen nur zwei oder drei Sätze. In einem anderen Forum würden sie vom Moderator entfernt und als Spam behandelt. :)

[...]
Ich weiß was du meinst. In den meisten RPs werden ganze Textabschnitte, wie Romanausschnitte geschrieben. Das hat sich hier nicht so eingebürgert, deshalb möchte ich das jetzt nicht so kritisieren. Aber im Grunde genommen hast du eigentlich Recht. Vielleicht könnte man auch mal ein zweites Thema mit Tipps für RPs aufmachen.
 

xdoodox

danke für die Tipps :up:

kann sie gut gebrauchen, denn ich wollte demnächst eine geschichte reinstellen.
aber ich glaube jetzt werde ich sie nochmal überarbeiten :D
 

Luzia08

Entschuldige Duneman, das ich deinen Thread missbraucht hab. Ich dachte das passt dazu :)

Ich wollte auch nicht vorschlagen hier so zu schreiben, wie es in reinen RPG's üblich ist, aber etwas mehr drum herum wäre nett und hilft dem Kopfkino besser einen Film abzuspulen. ;) Für Romane gibt es hier andere Möglichkeiten und bessere. Aber einen eigenen Thread für RPG's und dessen Schreibweise wäre keine schlechte Idee. Wenn ich darf trag ich da mal etwas zusammen, in dem die verschiedenen Arten von RPG aufgezeigt werden.
 

DeletedUser13032

@luzia08

also deine beiden textzitate sind aus einer story, wo jeder user einen eigenen charakter hat. wie du zB gemeint hast, dass man einmal nicht weiß, wer gerade was denkt -> der user schreibt nur die gedanken, gefühle und reden seines charakters :)

zu den Tipps:

allgemein hat dune ja schon alles gesagt, finde ich übrigens toll dass du noch so etwas machst :up:

das mit dem "sich vorstellen wie die geschichte endet" hab ich zwar selbst noch nie gemacht (denke es ist trotzdem immer was drauß geworden^^) aber kann nicht schaden ..

spontan fällt mir eigentlich keien ergänzung ein
 

Duneman

Das mit dem Ende im Kopf zu haben ist ganz wichtig, denn wenn du eine Geschichte schreibst, brauchst du einen Zielpunkt, auf den die Handlung zusteuern soll. Und dieser Zielpunkt kann nun mal nur das Ende sein.
 

Jigelp

Wildwest-Legende
The-West Team
Das kann ich nur bestätigen. Bei Fox hat es ja leider schon öfter nicht geklappt und du bist nicht zum Ende gekommen (Miller Junior). Ansonsten fällt mir jetzt erstmal auch nichts weiter ein.
 

DeletedUser13032

ja das mit miller junior war mir zu komisch zum schreiben - dafür bin ich jez an schawrze rosen, charles udn natürlich story 3 dabei^^
 

Duneman

Und genau das ist es, was ich ansprechen will. Die Idee bei Miller Junior war wirklich nicht schlecht. Nur hast du dir vorher nicht alles zurechtgelegt und hast dich dadurch schnell festgefahren.
 

DeletedUser13032

das stimmt *schäm*
naja wird nicht mehr vorkommen, bin ja lernfähig^^
 

ElDiabolo

Revolverheld
Duneman, der Thread ist wirklich eine spitzen Idee, drum trag ich gleich auch mal meinen Teil dazu bei:
Adjektive:
Allerdings können doppelte Adjektive zur Betonung verwendet werden, dies sollte allerdings sehr sparsam geschehen. Außerdem muss nicht alles mit Adjektiven beschrieben werden, man kann genau so gut mit Metaphern oder Vergleichen agieren, um so z.b. doppelte Wörter zu vermeiden.

Verwende besser zur Atmosphäre passende Wörter, z.b. statt "passieren" nimm "geschehen".

Vieleicht solltest du auch noch etwas zu den verschiedenen Formen eines Anfangs und eines Endes schreiben (wie fliegender Start, offenes Ende etc.)

Luzia08: Ich hab mir gleich gedacht, dass du unsere Geschichte meinst, und: Ja ich kann dir nur Recht geben. Aber manchmal ist das halt so, dass man zu wenig oder zu viel Motivation hat oder so in die Geschichte versunken ist, dass man sich eigendlich nur noch auf die Handlung konzentriert.

Was das mit den Handlungen und ausweichen angeht: Manchmal erfordert es nunmal die Situation, dass man einen anderen Charakter kurz ohne Ausweichsmöglichkeiten irgendwie beeinflusst. Da wir schon lange als ein Team schreiben, gehört dass bei uns langsam zum guten Stiel dazu. Leider nimmt das auch manchmal überhand, zum Beispiel wenn Duneman wieder einmal besiegt wird wärend er off ist...
(Es gibt aber einen regen PN-verkehr, so ist zum Beispiel das gesamte Ende schon grob abgesprochen)

Zu deinen Mängeln am zweiten Beispiel möchte ich nur hinzufügen, dass bei uns im Regelfall jeder nur einen Charakter hat, und so das eigentlich übersichtlich ist. Darum haben wir uns auch das ', sagte er' nach wörtlichen Reden abgewöhnt, es stört meist mehr als es nutzt. Auch bei Dialogen (mit einem NPC) weiß man, dass nach " der andere spricht, weil es nur zwei sind und der eine seine Aussage beendet hat. Sollte dies nicht so sein, oder nicht so offensichtlich, fügen wir es aber auch an.
Manchmal sind aber auch kurze Sätze nötig, da man einen Dialog führt mit einem anderen Autor oder der vorherige Post nichts anderes zulässt.

Ich weiß, unsere Geschichten sind nicht perfekt, aber wir geben uns dennoch Mühe so nah drann wie möglich zu sein. Wir versuchen z.B. auch immer vergangene Ereignisse Verlaufsändern einzubauen, um den "Aha-Effekt" zu erzeugen. Im Gegensatz dazu steht allerdings, dass immerwieder der Realismus leidet. Mich persönlich hatte zum Beispiel das häufige Auftreten der Gatlings gestört (Vieleicht lässt sich daraus aber auch noch ein running-gag machen...).

Du kennst es ja sicher auch, dass einiges nie so läuft wie man es eigentlich wollte. So wollte ich, als ich die Geschichte gestartet habe, eine Geschichte schreiben, die den Leser tief eintauchen lassen soll, ihn etwas verwirren soll und ihn zum Nachdenken bringt. Ich habe auch immer wieder versucht, den aufgewühlten Zustand von El zum Ausdruck zu bringen, aber leider fehlten mir irgendwann die Ideen und die Wörter, um das noch deutlich zu zeigen.

Aber danke für die Tipps, ich werde dies natürlich in Zukunft versuchen zu berücksichtigen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Joony

Wildwest-Legende
Ehem. Teammitglied
Ich erlaube mir mal den Thread oben anzupinnen, da ich ihn für sinnvoll und lesenswert halte. :)
 

Aggrogen

Hab richtig Lust aufs schreiben bekommen, setz mich mal an eine Geschichte ran.
 

Duneman

Wenn es ne längere Geschichte wird, dann überlegt dir vorher, ob du das auch durchziehen willst. Das kann nämlich viele Stunden in Anspruch nehmen.